Endlich (Deluxe Edition)

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Texte
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

ALLES ANDERE ALS EIN ABSTELLGLEIS!

Die Band:

Ende 2012 gaben Peter Plate und AnNa R. von Rosenstolz bekannt, das sie auf unbestimmte Zeit getrennte Wege gehen wollen. Für Sängerin AnNa R. stand aber sofort fest, das sie auch weiterhin Musik machen wollte. Zusammen mit dem Saxophonisten Lorenz Allacher, der auch schon zur Tourneeband von Rosenstolz gehörte, begann sie, an neuen Stücken zu arbeiten. Allacher war es auch, der den Kontakt zu Produzent Timo Dorsch in Hamburg herstellte, der seinerseits noch den Schlagzeuger Manne Uhlig in die Band einbrachte. In Hamburg und Berlin begannen die Aufnahmen zum ersten Album. Daher leitet sich auch der Bandname ab, da die Musiker zwischen den beiden Städten pendelten und der ICE nach Hamburg im Berliner Hauptbahnhof stets von abfährt.

Das Album:

Drei Jahre sind seit dem ersten Album „Bleibt das immer so“ vergangen. Eine Zeit, in der die Band durch die Krebserkrankungen ihrer Mitglieder Manne Uhlig und Lorenz Allacher in ihren Grundfesten erschüttert wurde, zumal Lorenz Allacher den Kampf gegen die Krankheit verloren hat. Nach intensiven Beratungen haben sich AnNa R., Manne Uhlig und Timo Dorsch dazu entschlossen, als Trio weiterzumachen.

„Endlich“ lautet der Titel ihres zweiten Longplayers, der nach mehreren Verschiebungen nunmehr Anfang diesen Jahres veröffentlicht wurde. Mit „Alles auf Anfang“ eröffnet ein mehr als passender Song ein Album, das zwischen Melancholie, Trotz, Hoffnung und Wut hin und her pendelt. Es sind die kleinen, die ruhigen Momente, du dieses Album hörenswert machen. „Herz aus“ und „Dunkelrot“ sind Balladen, die frei von Kitsch sind und eine perfekte Symbiose aus Musik, Text und Gesang bilden.

Gleis 8 wollen aber nicht nur die ruhige Seite befahren. „Trotzdem“ ist mit seiner Instrumentalisierung ein Gewinn und „Du lachst mich aus“ geht sogar rockig zu Werke. Lediglich bei der Coverversion von Rammsteins „Engel“ bin ich mir nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Einerseits finde ich die Nummer vollkommen überflüssig und musikalisch nicht wirklich gelungen, andererseits ist AnNa’s stimmlicher Einsatz zum Ende des Songs ein echter Genuss. Trotzdem hätte der Song nicht wirklich sein müssen. Da lobe ich mir die „Zu Dritt“-Versionen, die fünf Songs nochmals in einem sparsamen Arrangement vorstellen und ihnen dadurch neue Nuancen geben.

Mit „Lied zum Schluss“ gibt es am Ende noch ein echtes Highlight. AnNa’s intensive Stimme und ein wirklich unter die Haut gehender Text machen aus dieser Nummer einen mehr als gelungenen Rausschmeißer.

Trackliste:

01 – Alles auf Anfang

02 – Du bebst

03 – Trotzdem

04 – Herz aus

05 – Dunkelrot

06 – Vorbei

07 – Kein Zuhaus

08 – Du lachst mich aus

09 – Engel

10 – Wach auf

11 – Schreien

12 – Lied zum Schluss

13 – Lass mal probieren (Bonus Track)

14 – Ich bin dir sicher (Bonus Track)

15 – Lass mich (Bonus Track)

16 – Vorbei (Zu Dritt Version)

17 – Trotzdem (Zu Dritt Version)

18 – Schreien (Zu Dritt Version)

19 – Du bebst (Zu Dritt Version)

20 – Lied zum Schluss (Zu Dritt Version)

 

Fazit:

Gleis 8 entfernen sich mit diesem Album noch ein Stück vom Rosenstolz-vergleich und legen ein hörenswertes, vielschichtiges Werk vor. trotz der unfreiwillig langen Pause führt dieses Album die Band nicht aufs Abstellgleis. Wer sich für deutsche Popmusik mit guten Texten interessiert, wird hier wieder gut bedient.

 

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