Equinoxe Infinity

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Komposition
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

BLICK AUF DIE KÜNSTLICHE INTELLIGENZ!

Der Musiker:

Jean-Michel Jarrè wurde 1948 in Lyon geboren. Sein Vater ist der berühmte Komponist Maurice Jarrè, der vor allem in Hollywood Karriere gemacht hat. Mit fünf Jahren erlernte Jean-Michel Jarrè das Klavierspielen, in den 1960er gründete er seine ersten Bands. In dieser Zeit manifestierte sich seine Liebe zur elektronischen Musik. 1976 erschien das erste Album „Oxygène“, dass sich zu einem weltweiten Erfolg mauserte. Neben seinen Alben, die ihn zum Wegbereiter einer ganzen Musikrichtung machten, waren es vor allem seine gigantischen Livespektakel, die ihn immer wieder in die Schlagzeilen brachten. So spielte er 1981 in China oder gab 1988 in London ein Konzert auf einer schwimmenden Bühne. Sein Auftritt auf dem Place de la Concorde in Paris am 14. Juli 1979 sollen rund 1,5 Millionen Menschen besucht haben. 

Das Album:

Exakt vierzig Jahre nach seinem Album „Equinoxe“, welches sich mit dem Tagesablauf eines Menschen von frühmorgens bis zum späten Abend beschäftigt, erfreut Jean-Michel Jarrè mit einer Fortsetzung. Zeitgleich ist es das 20. Studioalbum des französischen Soundmagiers. 

Thematisch geht es um die Watcher, welche die technologische Entwicklung, insbesondere die künstliche Intelligenz beobachten. Wer das Schaffen von Jean-Michel Jarrè kennt, wird wissen, was ihn erwartet. Ausgefeilte Arrangements gepaart mit wummernden, oft sperrigen Klängen. Genau das spiegelt sich im Opener „The Watchers“ wieder. Ein vielversprechender, repräsentativ für Jean-Michel Jarrè klingender Titel, der Lust auf die folgenden vierzig Minuten macht. 

Jeder Song hat den Beinamen „Movement“ (Bewegung) bekommen. Und es bewegt sich einiges. Es gibt typische technoide Tracks („Machines Are Learning“) oder stimmungsvoll und atmosphärische Momente („If The Wind Could Speak“) genauso wie den Sprung in den beinahe fröhlichen Gassenhauer („Infinity“). 

Sicher, die Brillanz des ersten Equinoxe-Albums erreicht Jean-Michel Jarrè nicht, doch „Equinoxe Infinity“ überrascht mit einer Sounddichte und einer in sich geschlossenen Atmosphäre, die man bei ihm zuletzt eher selten gehört hat. 

Trackliste:

01 – The Watchers (Movement 1)

02 – Flying Totems (Movement 2)

03 – Robots Don‘t Cry (Movement 3)

04 – All That You Leave Behind (Movement 4)

05 – If The Wind Could Speak (Movement 5)

06 – Infinity (Movement 6)

07 – Machines Are Learning (Movement 7)

08 – The Opening (Movement 8)

09 – Don‘t Look Back (Movement 9)

10 – Equinoxe Infinity (Movement 10)

Fazit:

Zwanzig nach „Equinoxe“ kann Jean-Michel Jarrè eine durchaus würdige Fortsetzung vorlegen. „Equinoxe Infinity“ schafft es, die von dem Musiker beabsichtige Atmosphäre zu tragen. Der starke Opener weckt das Interesse des Hörers, das in den folgenden gut fünfunddreißig Minuten nicht nachlässt. Erneut stellt der Franzose unter Beweis, dass er einer der wegweisenden Musiker der modernen Popmusik ist. 

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