Fallen und Fliegen

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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

NUR NOCH EINE BAND VON VIELEN!

Die Band:

Anfang 2006 begann die in NRW bekannte Coverband Blue Cinnamom damit, eigene Songs zu schreiben. Fortan nannte man sich Luxuslärm und schaffte es 2007 das NRW-Rock-It-Finale für sich zu entscheiden. Kurz darauf erschien das erste Album. Es folgte eine Tournee mit Thomas Godoj. Außerdem war Sängerin Janine Meyer als Gast mit der Gruppe auf großer Tournee. Im Frühjahr des letzten Jahres gab es einige Umbesetzungen innerhalb der Band: Zu Janine Meyer (Gesang) und Jan Zimmer (Schlagzeug) gesellten sich Freddy Hau (Gitarre), Christian Besch (Keyboard) und David Müller (Bass) hinzu, die das Line-Up augenblicklich komplettieren.

Das Album:

Als eine der hoffnungsvollsten jungen Rockbands sind Luxuslärm vor zehn Jahren auf der Bühne erschienen. Zum Bandjubiläum gibt es nunmehr das fünfte Album „Fallen & Fliegen“, mit dem die Band laut eigener Aussage an die Anfangstage erinnern will. Nach dem hören muss man sich ob dieser Worte schon ein wenig wundern.

Bereits die erste Single „Solange Liebe in mir wohnt“, mit der Luxuslärm am deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teilgenommen haben, könnte mich nicht wirklich begeistern. Der Song ist sicher nicht schlecht, schielt aber viel zu sehr in eine Ecke, die durch andere Bands schon mehr als flächendeckend besetzt ist. Für das Album ist dies sicher kein gutes Omen.

Leider werden alle Befürchtungen bestätigt. Wo beispielsweise ihr Album „Carousel“ Abwechslung und Frische geboten hat, versinkt hier alles im deutsch-poppigen Silberjulieinheitsbrei. Das ist mehr als schade und wird der Band, die großes Potential hatte, nicht gerecht. Wirklich jeder Song klingt, als habe man ihn von , Juli oder schon einmal gehört. Alle Ecken und Kanten wurden weggenommen. Dadurch sind alle zwölf Titel zwar für den Mainstream-Airplay geeignet, echte Begeisterung kommt aber nicht auf. Leider bleibt durch die glattgebügelte Produktion auch das Stimmvolumen von Janine Meyer ein wenig auf der Strecke. Dabei kann sie deutlich mehr als das, was sie hier zeigen kann.

Lediglich bei den Texten können Luxuslärm durchaus punkten. „Kein Geld der Welt“, „Bis es weh tut“ und auch der ESC-Song „Solange Liebe in mir wohnt“ heben sich von der Masse der deutschen Bands ab und zeigen, dass Songschreiber und Produzent Götz von Sydow nicht alle Stärken über Bord geworfen hat.

Trackliste:

01 – Nichts zu verlieren

02 – Solange Liebe in mir wohnt

03 – Wir laufen zusammen

04 – Himmel aus Gold

05 – Nur ein Herzschlag entfernt

06 – Heute Nacht im Universum

07 – Federleicht

08 – Bitte rette mich

09 – Bis es weh tut (feat. Max Mutzke)

10 – Kein Geld der Welt

11 – Alles ist perfekt

12 – Wie Liebende es tun

 

Fazit:

Ich denke das Luxuslärm gut geraten wären außer julihaften Silbermondecke herauszukommen und mit breiter Brust das zu sein, was sie waren: eine Band die kantige Rocktöne und sanfte Balladen gemacht hat. Der weichgespülte Pop von „Fallen und Fliegen“ hat mich nicht überzeugt, da ich diesen Sound von anderen Bands bekomme. Hier wird zu sehr auf die Charts geschielt – und das tut der Glaubwürdigkeit einer Band nicht gut und sollte auch nicht, mit der an dieser Stelle gerne und oft zitierten musikalischen Weiterentwicklung erklärt werden.

 

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