Firewind – Stand United

ANSPRECHENDE MISCHUNG AUS METAL UND HARDROCK!

Die Band: 

Der griechische Gitarrist Kostas Karamitroudis begann unter seinem Künstlernamen Gus G. 1999 damit, eigene Songs zu schreiben. Es sollte allerdings noch bis zum Jahr 2002 dauern, bis für sein Bandprojekt Firewind ein Line up gefunden werden sollte. „Between Heaven And Hell“ hieß das Debütalbum. Fortan spielten Firewind mit den Kollegen von Hammerfall, Lordi oder Thunderstone und traten immer wieder auf großen Festivals auf. Es folgten Umbesetzungen innerhalb der Band und regelmäßige Alben, die weitere Tourneen mit Edguy oder Sonata Arctica nachzogen. Parallel dazu arbeitete Gus G. auch an diversen Soloprojekten.

Das Album: 

Vier Jahre sind seit dem letzten Album vergangen. Ein Album, das in der Band einige Veränderungen brachte. So stiegen Sänger Henning Basse und Gitarrist Babis Katsionis aus. Neu an Bord kam Frontmann Herbie Langhans, der schon für diverse Bandprojekte wie Avantasia oder Rhapsody Of Fire gesungen hat. Jetzt legt die Gruppe mit „Stand United“ ihr zehntes Studioalbum vor. Ich war durchaus gespannt, da es ihr 2017er Werk „Immortalis“ immerhin in meine Jahres Top Ten geschafft hat.

Mit „Salvation Day“ geht das Album auch sehr druckvoll los. Starke Riffs von Mastermind Gus G. und die ausdrucksstarke Stimme von Herbie Langhans sind eine überaus ansprechende Kombination. Dazu kommen treibende Drums und hervorragende Bassläufe. 

Und genau das zieht sich durch alle Songs des Albums. Es gibt nicht wirklich etwas auszusetzen. Solides Handwerk trifft auf starke Künstler, sodass Titel wie „Destiny is Calling“, „Chains“ oder „Land Of Chaos“ allesamt Spaß machen. Mehr allerdings nicht. Es sind nicht die Überflieger dabei, der den Longplayer aus der Masse guter und sehr guter Metallaben herausholt. 

Daran ändert auch die amüsante Coverversion von „Talking in Your Sleep“ nichts. Der smoothe Mainstreamrocker aus den 80ern bekommt in der Interpretation von Herbei Langhans eine ganz andere Note, kann durchaus gefallen, ist aber ebenfalls kein Meisterwerk. 

Trackliste:

01 – Salvation Day

02 – Stand United

03 – Destiny Is Calling

04 – The Power Lies Within

05 – Come Undone

06 – Fallen Angel 07 – Chains

08 – Land Of Chaos

09 – Talking in Your Sleep

10 – Days Of Grace

Fazit:

Firewind legen mit „Stand United“ ein solides, hörenswertes Album vor. Es enthält zehn gute Songs, von denen keiner ein Ausfall, aber auch keiner ein Meilenstein ist. Daher wird sich das Werk leider nicht so lange auf meiner Playlist halten, konnte mich jedoch für den Augenblick gut unterhalten.

Bewertung:

Musik: 3,5

Instrumentalisierung: 4,5

Stimme: 4,5

Abwechslung: 3

Hörspaß: 3,5