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Gary Numan - Living Ornaments ’81

4,5 von 5 Alle Rezensionen zu Gary Numan Redaktion · 2011-08-04 · aktualisiert 2026-10-01

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Living Ornaments ’81 von Gary Numan ist der Livemitschnitt des Abschiedskonzerts vom 28. April 1981 in der Wembley Arena und erhält in der Rezension vom 4. August 2011 4,5 von 5 Punkten. Die Doppel-CD bietet 26 Titel in ausgezeichnetem Klang und lohnt sich für alle, die Gary Numan auf dem Höhepunkt seiner Popularität erleben wollen.

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Was ist Living Ornaments ’81?

Living Ornaments ’81 ist der Livemitschnitt des Konzerts vom 28. April 1981 aus der Londoner Wembley Arena. Es war der dritte und letzte Abend der sogenannten Farewell Concerts, mit denen sich Gary Numan eigentlich von der großen Bühne verabschieden wollte. Veröffentlicht wurde die Doppel-CD erst im Januar 1998 bei Beggars Banquet, also rund 17 Jahre nach dem Auftritt. Damit schloss sich eine Lücke in der Reihe: Von den Konzerten 1979 und 1980 gab es längst offizielle Livealben, ausgerechnet der spektakulärste Abend fehlte.

Wer den Abend lieber sehen als hören will, findet ihn unter anderem Namen. Das Konzert wurde gefilmt und im April 1982 als VHS-Kassette Micromusic veröffentlicht. Living Ornaments ’81 ist im Wesentlichen die Tonspur dieses Videos, 2010 folgte zusätzlich eine DVD-Ausgabe mit Interviewmaterial.

Die Tracklist der Doppel-CD

CD 1

  1. Intro /This Wreckage
  2. Remind Me To Smile
  3. Metal
  4. Me! I Disconnect From You
  5. Complex
  6. The Aircrash Bureau
  7. Airlane
  8. M.E.
  9. Everyday I Die
  10. Films
  11. Remember I Was Vapour
  12. Trois Gymnopedies (First Movement)
  13. Conversation

CD 2

  1. She’s Got Claws
  2. Cars
  3. I Dream Of Wires
  4. I’m An Agent
  5. The Joy Circuit
  6. I Die: You Die
  7. Cry The Clock Said
  8. Tracks
  9. Down In The Park
  10. My Shadow In Vain
  11. Please Push No More
  12. Are „Friends“ Electric?
  13. We Are Glass/Outro

Warum hörte Gary Numan 1981 auf?

Im Jahre 1981 war Gary Numan der ganze Medienrummel um seine Person einfach zu viel geworden, sodass er sich vornahm, fortan einen Gang zurückzuschalten und sich eine künstlerische Auszeit zu nehmen. Was viele zu der Zeit aber nicht wussten, er am allerwenigsten: Nur wenige Monate nach diesen sogenannten Abschiedstourneen war er wieder auf der Bühne unterwegs, allerdings nicht mehr auf den ganz großen Bühnen.

So ist Living Ornaments ’81 ein spannendes Zeugnis des kommerziellen Höhepunktes in Gary Numans Karriere, er war damals auf dem Gipfel seiner Popularität, auch wenn er kurz darauf den Preis dafür zahlen musste. An alte Erfolge konnte er danach nie wieder anknüpfen. Dennoch hatte er schon seit seinen Anfangstagen mit seiner alten Band Tubeway Army eine sehr treue Fangemeinschaft, die ihm auch weiterhin die Stange hielt.

Die Show in der Wembley Arena

Aufgenommen in der berühmten Wembley Arena inszenierte sich Gary Numan noch einmal mit einer imposanten Lichteffektshow, es waren ja gerade diese futuristischen Bühnenaufbauten, die Gary Numan zu einem sehr interessanten Entertainer machten. Augenzeugen berichten, dass die Atmosphäre damals sehr surreal war, als würde man Zeuge einer Ufo-Landung und stünde im direkten Kontakt mit Außerirdischen. Echt abgefahren.

Dass die Halle voll war, hört man dem Mitschnitt an, ohne dass die Publikumsgeräusche jemals die Musik übertönen. Der Abend ist zudem sauber dramaturgisch aufgebaut, vom düsteren Einstieg mit This Wreckage bis zum Finale mit We Are Glass.

Welche Songs sind auf Living Ornaments ’81?

Auf einer Doppel-CD werden 26 seiner größten Hits präsentiert, die vor allem aus Gary Numans ersten drei Alben The Pleasure Principle, Telekon und Dance stammen. Natürlich dürfen da auch zwei Tubeway-Army-Klassiker nicht fehlen, so sind die beiden Songs „Are Friends Electric“ und „Down In The Park“ selbstverständlich auch auf dem Album vertreten.

Frühe Fassungen der Dance-Songs

Eine Besonderheit für Sammler sind She’s Got Claws und Cry The Clock Said. Beide Titel erschienen erst später auf dem Studioalbum Dance, live gespielt wurden sie hier bereits, bevor die Studioaufnahmen fertig waren. Wer die Studioversionen kennt, hört den Unterschied sofort.

Trois Gymnopedies und die ruhigen Momente

Mit der Bearbeitung von Erik Saties Trois Gymnopedies und mit Please Push No More gibt es zwei bewusst zurückgenommene Passagen, die der Show Luft verschaffen. Gerade diese Stellen zeigen, dass der Abend mehr sein sollte als eine reine Hitparade.

Wie klingt die Aufnahme?

Insgesamt kommt das Livefeeling des damaligen Konzerts sehr gut rüber, zwar hört man auch das Publikum ab und zu, doch ist die Veröffentlichung so gut produziert, dass die Songs sehr transparent und kraftvoll aus den Boxen dröhnen. Im direkten Vergleich mit den Albumversionen sind die Arrangements einiger Stücke leicht abgeändert worden, was dem Livegefühl wirklich sehr zugutekommt und auch Menschen interessieren dürfte, die die Stücke bereits auf LP haben. Ein späterer Livemitschnitt aus dem Hammersmith Apollo von 1993 ist auf Gary Numans Dream Corrosion zu hören.

Einschränken muss man das an einer Stelle: Conversation stammt nicht vom Hauptkonzert, sondern von einem Auftritt zwei Tage zuvor, und die Klangqualität fällt an dieser Stelle hörbar ab. Für einen Bonustitel ist das verschmerzbar, wer den Rest der Doppel-CD hört, wird darüber schnell hinweghören.

Warum erschien das Album erst 1998?

Von den Abschiedskonzerten kursierten jahrelang nur die Videofassung und Bootlegs. Die Reihe Living Ornaments war mit den Ausgaben ’79 und ’80 bereits 1981 abgeschlossen worden, ausgerechnet der größte Abend fehlte also im offiziellen Katalog. Erst als Beggars Banquet Ende der Neunziger begann, Numans frühen Katalog systematisch neu aufzulegen, wurde die Lücke geschlossen. Für Fans, die den Abend nur vom Hörensagen kannten, war das die eigentliche Sensation an dieser Veröffentlichung. Das Hammersmith-Konzert vom September 1979 steht auf Living Ornaments ’79 im Mittelpunkt.

Für wen lohnt sich Living Ornaments ’81?

Das Album ist die erste Wahl für alle, die Gary Numan in seiner erfolgreichsten Zeit erleben wollen, mit dem größten Repertoire und der aufwendigsten Show. Wer bereits Living Ornaments ’79 besitzt, bekommt hier keine Dublette, sondern die logische Fortsetzung mit dem Material von Telekon und Dance. Nur wer sich ausschließlich für die frühen Tubeway-Army-Jahre interessiert, ist mit dem Vorgängeralbum besser bedient.

Fazit: Lohnt sich Living Ornaments ’81?

Living Ornaments ’81 ist ein tolles Zeitdokument aus Gary Numans goldener Phase. Hier gibt es seine besten Hits aus der Anfangsphase seiner Karriere, noch dazu mit ausgezeichnetem Klang. Besser hätte man sich diese Veröffentlichung auch nicht wünschen können. Für New-Wave-Fans sicherlich ein Probehören wert.

Häufig gestellte Fragen

Wann und wo wurde Living Ornaments ’81 aufgenommen?

Living Ornaments ’81 wurde am 28. April 1981 in der Wembley Arena in London aufgenommen. Es war der dritte und letzte Abend der sogenannten Farewell Concerts, mit denen sich Gary Numan von der großen Bühne verabschieden wollte. Nur wenige Monate später stand er laut Rezension schon wieder auf der Bühne, allerdings nicht mehr auf den ganz großen.

Wann erschien Living Ornaments ’81?

Living Ornaments ’81 erschien im Januar 1998 bei Beggars Banquet, rund 17 Jahre nach dem Konzert. Von den Auftritten 1979 und 1980 gab es längst offizielle Livealben, vom Wembley-Abend kursierten zuvor nur die Videofassung und Bootlegs.

Was ist der Unterschied zu Micromusic?

Micromusic ist die Videofassung des Konzerts vom 28. April 1981 und erschien im April 1982 als VHS-Kassette. Living Ornaments ’81 ist im Wesentlichen die Tonspur dieses Videos, 2010 folgte zusätzlich eine DVD-Ausgabe mit Interviewmaterial.

Von welchen Alben stammen die Songs auf Living Ornaments ’81?

Die Songs auf Living Ornaments ’81 stammen vor allem aus Gary Numans ersten drei Alben The Pleasure Principle, Telekon und Dance. Dazu kommen die Tubeway-Army-Klassiker Are Friends Electric und Down In The Park. She’s Got Claws und Cry The Clock Said erschienen erst später auf dem Studioalbum Dance und wurden hier schon live gespielt.

Lohnt sich Living Ornaments ’81 neben Living Ornaments ’79?

Ja, denn Living Ornaments ’81 ist keine Dublette zu Living Ornaments ’79, sondern die logische Fortsetzung mit Material von Telekon und Dance. Nur wer sich ausschließlich für die frühen Tubeway-Army-Jahre interessiert, ist mit dem Vorgängeralbum besser bedient.

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