Hämatom – Lang lebe der Hass

Inhaltsverzeichnis
Musik

Saltatio Mortis – Finsterwacht

Musik

Daryl Hall – D

Klassik

Stephan Moccio – Legends, Myths And Lavender

ZWISCHEN WACKEN, BALLERMANN UND AGGRORAP!

Die Band:

2004 setzen sich Thorsten Scharf (Gesang), Jacek Zyla (Gitarre), Peter Haag (Bass) und Frank Jooss (Schlagzeug) im fränkischen Speicherdorf zusammen und gründeten eine Band, wobei von Beginn an eine spezielle Visualisierung im Mittelpunkt stehen sollte. So maskierten sich die Musiker und gaben sich Pseudonyme gemäß der Himmelsrichtungen (Nord, Ost, Süd, West). Schon ein Jahr später ging die Band mit J.B.O. auf Tour. 2008 debütierten Hämatom mit dem Album „Wut“. Erst nach dem Wechsel zum Label Rookies & Kings und dem dritten Album „Wenn man vom Teufel spricht“ gelang eine Platzierung in den deutschen Charts. Als einer der Vertreter der Neuen Deutschen Härte wuchs die Fangemeinde kontinuierlich an. „Wir sind Gott“ platzierte sich als erstes Album in den Top 5 der Charts. 

Das Album:

Mangelnde Arbeitswut kann man der Band nicht vorwerfen. Nachdem sie im letzten Jahr erst mit dem Akustikalbum „Berlin“ und anschließend noch mit dem Studioalbum „Die Liebe ist tot“ folgt jetzt, nur elf Monate später, das nächste Studiowerk. Nachdem die Liebe tot ist, wird jetzt der Hass gefeiert. „Lang lebe der Hass“ lautet der durchaus provozierende Titel des zehnten Longplayers. 

Wirkliche Innovationen und Neuerung wird man hier vergeblich suchen. Elf Songs und eine Spieldauer von nicht einmal vierzig Minuten deuten an, dass es hier Vollgas gibt. Und das im typischen Hämatom-Stil, denn man entweder mag und eben nicht. 

Das schon in Wacken erprobte „Es regnet Bier“ eröffnet ballermanndesk den Songreigen. Ansonsten knallen Titel „wie GAGA“ oder „Nobodys perfekt“ gut rein, ohne dabei genreprägend zu sein. In „Straßenbande 666“ kokettieren Hämatom ein wenig der Aggrorap-Szene. 

Die Perlen befinden sich eher im hinteren Teil. Die Kollaboration mit Equilibrium („Räche sich wer kann) weiß dabei ebenso zu gefallen wie „Olympia“ (mit etwas mehr als vier Minuten der längste Song des Albums), der zeigt, dass Hämatom durchaus in der Lage sind, richtig gute Songs zu komponieren.

Trackliste:

01 – Es regnet Bier

02 – GAGA

03 – Lang lebe der Hass

04 – Keinen Bock auf Menschen

05 – Straßenbande 666

06 – Nobody´s perfect

07 – SOS (feat. Vivjan)

08 – Ein Freund

09 – Räche sich wer kann (feat. Equilibrium)

10 – Olympia

11 – It´s Raining Beer (feat. Saltato Mortis)

Fazit:

Hämatom legen mit „Lang lebe der Hass“ sicher keinen Meilenstein der Neuen deutschen Härte vor. Ihre Mixtur ist allerdings wie die großen Festivalbühnen ebenso geeignet, wie für den Ballermann. So hat das Album ausreichend Zug nach vorne und gestaltet sich durch die kurze Spieldauer recht angenehm. Insgesamt ein solides Werk, dann man hören kann, wenn man auf diese Spielart der härteren Rockmusik steht.

Bewertung:

Musik: 4

Instrumentalisierung: 4,5

Stimme: 4

Texte: 4

Hörspaß: 3,5

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