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Hartmut Bobzin: Der Koran

Redaktion · 2012-05-07 · aktualisiert 2026-10-01

Antwort

Hartmut Bobzin: Der Koran ist eine sachliche und neutrale Einführung in Entwicklung, Aufbau sowie sprachliche und literarische Form des Korans (Rezension vom 7. Mai 2012). Der 1946 geborene Autor ist Professor für Islamwissenschaft und vermittelt Faktenwissen, das zum Grundverständnis des Islam beiträgt.

Der Koran: Aus dem Arabischen neu übertragen von Hartmut Bobzin unter Mitarbeit von Katharina Bobzin (Beck Paperback)
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Der Koran ist die heilige Schrift des Koran. Bobzin beschreibt als Autor die Entwicklung, den Aufbau sowie die sprachliche und literarische Form des Korans. Auch die Frage nach der Übersetzbarkeit, die Funktion als Gesetzbuch und die koranischen theologischen Grundaussagen kommen hier zu Wort.

Über den Autor

Hartmut Bobzin wurde 1946 in Bremen geboren. Er studierte von 1966 bis 1973 evangelische Theologie, Religionswissenschaften, Semitistik und Indologie an der Universität Marburg/Lahn; danach folgte nach ein Studium der Arabistik.

Die Habilitation erfolgte 1986. Er ist Professor für Islamwissenschaft und Sunnitisches Philosophie an der Universität Erlangen. Daneben ist er auch als Autor zu wissenschaftlichen Fragen rund um den Koran öffentlich in Erscheinung getreten.

Da die Koran-Forschung zu seinem Forschungsschwerpunkt gehört, ist es nicht verwunderlich, daß sich Bobzin hier sehr sachkundig in dem Buch äußern kann.

Über das Buch

Das vorliegende Buch gehört zu der Buchreihe „Wissen in der Beck`schen„ Reihe. Es reiht sich damit in die Liste derjenigen Bücher ein, die sich mit religiösen Themen beschäftigen. Ebenfalls im C. H. Beck Verlag erschienen ist das Buch Der Konfuzianismus von van Ess mit 128 Seiten.

Die Rezension im Detail

Der Islam ist ja schon seit einigen Jahren als Gesprächsstoff in aller Munde. Grund genug für viele Medien, sich mit ihm zu beschäftigen. In diesem Buch geht es um den Koran, das heilige Buch des Islam.

Wie aus der Buchreihe gewohnt, ist der Inhalt gut recherchiert. Bestimmte Aspekte wiederholen sich natürlich, wenn man die Literatur, die den Koran beschreibt, miteinander vergleicht. Das Verhältnis des Islam zu anderen Buchreligionen (wie Judentum und Christentum) und die Verschleierung der Frauen seien hier als Beispiele genannt.

Das Buch von Bobzin ist durchsetzt mit Zitaten. Dies ist schon eine erwähnenswerte Besonderheit. Aber nicht nur deswegen, weil viele andere Werke aus dieser Buchreihe sparsamer mit solchen Zitaten umgehen. Bobzin nutzt diese Zitate auch dazu, sich inhaltlich mit dem Koran auseinanderzusetzen; wird hier durch die Blume Kritik am Koran-Verständnis aus unseren Tagen geübt?

Endgültige Antworten kann das hier besprochene Buch natürlich nicht aufzeigen. Es ist eine Einführung in ein religiöses Buch und zeigt dabei strittige Themen auf, die einer Interpretation bedürfen. Zumindest die Muslime sollten es zum Nachdenken über die eigenen Positionen nutzen. Aus demselben Verlag stammt auch Klaus Bergers Buch über Paulus, das ebenfalls 128 Seiten umfasst.

Fazit: Lohnt sich Hartmut Bobzin: Der Koran?

Es kann gefährlich sein, sich in diesen unseren Tagen über den Islam zu äußern. Zu viele Moslems verstehen es zu schnell und zu leicht. Und gehen dann gegen die Person, die sich geäußert hat, vor. Diesen Eindruck kann man sehr leicht gewinnen, wenn man die Tagespresse verfolgt.

Die Ausführungen von Bobzin sind zwar sachlich und neutral. Es bleibt ihm aber zu wünschen, daß er sich mit dieser Publikation keinen Ärger einfängt. Sie vermittelt Faktenwissen, die zum Grundverständnis des Islam beitragen kann.

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