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Hexe Lilli stellt die Schule auf den Kopf

5 von 5 von Rezension.org · 2011-11-24 · aktualisiert 2026-07-28

Kurzfazit: Turbulenter Reihenauftakt mit großer Schrift und echtem Vorlesespaß

Hexe Lilli stellt die Schule auf den Kopf: Band 01
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Hexe Lilli stellt die Schule auf den Kopf: Band 01

12,00 € Stand: 10.08.2026

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Hexe Lilli stellt die Schule auf den Kopf, Knister

Worum geht es in Hexe Lilli stellt die Schule auf den Kopf?

In diesem Band dreht sich alles um die Schule. Leon, Lilli’s kleiner Bruder ist schon ganz aufgeregt, weil er bald eingeschult wird. Aber auch Lilli ist nervös - ihre Lieblingslehrerin, Frau Grach, wird Besuch bekommen. Der Schulrat hat sich angekündigt, um sich anzusehen, ob die Lehrerin ihre Klasse auch unter Kontrolle hat.

Da Lilli Frau Grach sehr mag und möchte, dass sie diese Prüfung besteht beschließt sie, mit ihren Hexenkünsten etwas nachzuhelfen. Eifrig sucht sie im Hexenbuch nach den passenden Sprüchen und schreibt sie sich auf einen Zettel. Weil alle Zaubersprüche exakt ausgesprochen werden müssen und sich kein Fehler einschleichen darf, übt Lilli noch ein bisschen.

Doch sie kann die Sprüche nicht laut aufsagen, sondern muss sie sich denken. Dabei geht schon so einiges schief, weil ihr wenige Worte doch laut herausrutschen. In der Schule läuft dann auch nicht alles wie geplant.

Der Plan mit dem Schulrat

Lilli möchte dem Schulrat zeigen, wie höflich die Klasse ist - dafür möchte sie ihn mit einem Zauberspruch stolpern lassen und er soll sehen, dass die Kinder ihm höflicherweise wieder hoch helfen werden. Leider betritt nicht der Schulrat das Klassenzimmer, sondern nur die Schulsekretärin. Diese stürzt und die Kinder helfen ihr wieder auf.

Doch durch diesen Tumult bemerken sie gar nicht, dass der Schulrat mittlerweile auch eingetroffen ist. Er ist erbost darüber, dass er nicht anständig begrüßt wurde. Lilli merkt sofort, dass sie wieder hexen muss, um alles in Ordnung zu bringen.

Wenn ein Zauber den nächsten nach sich zieht

Doch leider geht so ziemlich alles schief, was nur schief gehen kann und womit sie nicht gerechnet hat… Es bricht Qualm aus und die ganze Schule muss geräumt werden. Zurück in den Klassen sind die Schüler auf einmal alle extrem aufgedreht und frech - selbst die, die sonst immer ganz lieb sind - natürlich ist mal wieder ein Zauberspruch Schuld daran. Dann verliebt sich auch noch der Schulrat in die Lehrerin und die Schüler alle untereinander. Schlimmer kann es wohl kaum kommen.

Wird der Schulrat trotzdem noch von Frau Grach’s Leistung als Lehrerin überzeugt werden können? Jedenfalls hat Lilli eine Sache gelernt: Sie will in der Schule ihre Hexenkunst nicht mehr einsetzen - da kann viel zu viel schief gehen…

Die Figuren: Lilli, Leon und Frau Grach

Lilli ist keine Märchenhexe mit Warzennase, sondern ein ganz normales Schulkind, das zufällig ein Hexenbuch besitzt. Genau darin liegt der Reiz der Reihe: Ihre Probleme sind Kinderprobleme. Sie will einer Lehrerin helfen, die sie mag, sie will vor der Klasse nicht dumm dastehen, und sie unterschätzt konsequent die Folgen ihres Handelns.

Leon, der Erstklässler in spe

Der kleine Bruder Leon ist in diesem Band vor allem eines: aufgeregt. Seine bevorstehende Einschulung gibt der Geschichte einen zweiten, ruhigeren Handlungsstrang und dockt direkt an die Lebenswelt der Zielgruppe an. Viele Kinder lesen das Buch genau in dem Alter, in dem sie selbst den Schulanfang hinter sich haben.

Frau Grach und der Schulrat

Frau Grach ist die Lieblingslehrerin, für die es sich zu kämpfen lohnt, der Schulrat der klassische Autoritätsvertreter, der zur falschen Zeit den falschen Eindruck bekommt. Beide Figuren sind bewusst einfach gezeichnet, damit die Komik funktioniert. Erwachsene Leser erkennen darin ein vertrautes Muster: Die Prüfung von außen, die niemand braucht, und Kinder, die deutlich mehr mitbekommen, als die Erwachsenen denken.

Wer steckt hinter Knister?

Hinter dem Autorennamen Knister steht der deutsche Kinderbuchautor Ludger Jochmann. Die Hexe-Lilli-Bücher erscheinen seit 1992 im Arena Verlag in Würzburg, illustriert werden sie von der Berliner Grafikerin Birgit Rieger. Aus dem einen Band wurde im Lauf der Jahre eine Reihe mit über zwanzig Titeln der Hauptserie, dazu kamen Erstlesebücher und Wissensbände.

Die Zahlen zeigen, wie weit das getragen hat: Die Bücher wurden in 38 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 17 Millionen Mal verkauft. Dazu kommen eine Zeichentrickserie und drei Kinofilme, nämlich „Hexe Lilli - Der Drache und das magische Buch” (2009), „Hexe Lilli - Die Reise nach Mandolan” (2011) und „Hexe Lilli rettet Weihnachten” (2017). Der erste Film war für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Bester Kinder- und Jugendfilm nominiert. Wer heute zu Band 1 greift, steigt also an dem Punkt ein, an dem alles begann.

Aufmachung: Schrift, Bilder und Lesealter

Mir gefällt, dass auf den ersten Seiten des Buches Lilli und ihr Bruder Leon beschrieben werden. Es wird kurz erklärt, dass Lilli eine Hexe ist und wie sie an das Hexenbuch gekommen ist - immerhin ist dies der erste Band. Das Buch in dem beschrieben wird wie alles begann ist erst als 19. Band heraus gekommen. Die Geschichte ist schön geschrieben in extra großer Schrift und mit vielen schwarz-weiß-Zeichnungen versehen.

Der Arena Verlag gibt für die gebundene Ausgabe 104 Seiten an und empfiehlt sie ab 7 Jahren. Das passt zum Textbild: kurze Sätze, viel Weißraum, ein Bild in Sichtweite, wenn die Konzentration nachlässt. Für Erstleser ist das entscheidend, weil jede Seite als Etappe funktioniert. Vorlesen lässt sich der Band schon früher, weil die Pointen laut gesprochen noch besser zünden.

Das Cover sieht auch super aus - es ist bunt gestaltet und als Hologramm dargestellt, was das Buch von außen schon interessant macht und es hochwertig wirken lässt.

Die Zaubertricks am Ende

Am Ende des Buches gibt es noch zwei Zaubertricks, die einfach nachzumachen sind und wofür man lediglich Sachen benötigt, die man sowieso zu Hause hat (Schuhe und Papier). So ist es ein Lesespaß für Kinder (und auch Erwachsene 🙂 ) und gleichzeitig bekommen die Kinder noch ein paar Zaubertricks gezeigt. Dieser Abschluss ist mehr als eine Dreingabe: Er verlängert das Buch in den Nachmittag hinein, weil die Kinder das Gelesene sofort ausprobieren können.

Für wen lohnt sich der Band?

Für Erstleser ab etwa sieben Jahren, die ein Buch suchen, das sie allein schaffen und trotzdem lustig finden. Für Familien mit einem Kind kurz vor oder kurz nach der Einschulung, weil Leons Aufregung genau dieses Gefühl aufgreift. Und für alle, die die Reihe von vorn kennenlernen wollen, statt mitten in einem beliebigen Band einzusteigen.

Wer literarisch anspruchsvolle Kinderliteratur mit Zwischentönen sucht, ist hier falsch. Der Band setzt auf Tempo, Slapstick und ein klares Happy End. Genau das macht ihn aber zu einem guten Einstiegsbuch für Kinder, die das Lesen noch als Anstrengung erleben.

Fazit: Lohnt sich Hexe Lilli stellt die Schule auf den Kopf?

Ein super Buch - ich werde auf jedem Fall die anderen Bände auch noch lesen, so spannend und gut geschrieben ist es. Der erste Band macht genau das, was ein Reihenauftakt leisten muss: Er stellt die Figuren vor, erklärt das Hexenbuch in wenigen Sätzen und erzählt trotzdem eine abgeschlossene, turbulente Geschichte. Große Schrift, viele Zeichnungen und zwei Zaubertricks zum Schluss machen daraus ein Buch, das Erstleser nicht abschreckt, sondern zum Weiterlesen einlädt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in Hexe Lilli stellt die Schule auf den Kopf?

Der Schulrat kündigt sich in der Klasse von Lillis Lieblingslehrerin Frau Grach an und will prüfen, ob sie ihre Klasse im Griff hat. Lilli möchte helfen und setzt heimlich Zaubersprüche aus ihrem Hexenbuch ein. Weil sie die Sprüche nur denken darf und trotzdem einzelne Worte laut herausrutschen, geht ein Zauber nach dem anderen schief.

Ist das der erste Band der Hexe-Lilli-Reihe?

Ja, dieser Titel ist Band 1 der Hauptreihe. Auf den ersten Seiten werden Lilli und ihr kleiner Bruder Leon vorgestellt und es wird kurz erklärt, wie Lilli an ihr Hexenbuch gekommen ist. Die ausführliche Vorgeschichte erschien erst viel später als eigener Band der Reihe.

Für welches Alter ist das Buch geeignet?

Der Arena Verlag empfiehlt den gebundenen Band ab 7 Jahren. Die extra große Schrift, die überschaubaren Kapitel und die vielen Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Birgit Rieger machen ihn zu einem Buch für Erstleser. Zum Vorlesen funktioniert die Geschichte schon früher.

Wer steckt hinter dem Autorennamen Knister?

Knister ist das Pseudonym des deutschen Kinderbuchautors Ludger Jochmann. Seine Hexe-Lilli-Bücher erscheinen seit 1992 im Arena Verlag, wurden in Dutzende Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft. Aus der Reihe entstanden außerdem eine Zeichentrickserie und mehrere Kinofilme.

Gibt es im Buch Extras für Kinder?

Am Ende des Bandes stehen zwei Zaubertricks zum Nachmachen. Dafür braucht man nur Dinge, die ohnehin zu Hause sind, etwa Schuhe und Papier. Damit endet das Buch nicht mit der letzten Textzeile, sondern lädt zum Weiterspielen ein.

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