Insomnium – Anno 1696

Inhaltsverzeichnis
Musik

Christina Stürmer – MTV Unplugged in Wien

Musik

Pearl Jam – Dark Matter

Musik

Maite Kelly – Nur Liebe

DIE FINNISCHE MELACNCHOLIE!

Die Band:

Im Frühling 1997 fanden sich Niilo Sevånen (Gesang, Bass), Ville Friman (Gesang, Gitarre), Tapani Pesonen (Gitarre) und Markus Hirvonen (Schlagzeug) zusammen, um fortan Musik zu machen. Von Beginn an war klar, dass sie die Klänge ihrer finnischen Heimat mit dem Sound des Melodic Death Metal kombinieren wollten. Ihre beiden Demos fuhren gute Kritiken ein und sicherten der Band den ersten Plattenvertrag. 2002 erschien das erste Album „In the Halls Of Awaiting“. In der Metalszene wurden Insomnium schnell ein Geheimtipp. Mit ihrem fünften Album „One For Sorrow“ erreichten sie erstmals die deutschen Charts. 

Das Album:

Nach ihrem letzten Meisterwerk „Heart Like A Grave“ war die Erwartungshaltung an die finnischen Melancholie-Meister ausgesprochen hoch. Die Wartezeit auf das neue Album verkürzte die Band im letzten Jahr mit der EP „Agent Moon“, auf der vier neue Songs zu hören waren.

Jetzt liegt mit „Anno 1696“ das neunte Album vor. Wie „Winter´s Gate“ basiert es auf eine Kurzgeschichte des Bassisten und Sängers Niilo Sevänen, in der es um die Hexenverfolgung und um eine extreme Hungersnot geht, die seinerzeit weite Teile der finnischen Bevölkerung ausgelöscht hat. Das Konzeptalbum kommt mit acht Titeln daher, die sich stilistisch zwischen dem bewegen, was Insomnium in den letzten Jahren abgeliefert haben: düster-melancholischen Death Metal, der mit sparsamen Akkorden und opulent ausschweifenden Melodieorgien immer wieder zu überraschen weiß.

Beachtenswert ist die Mischung: Brettharte Nummern wie „Anno 1696“ oder „Godforsaken“, ein Melodiemonster wie „The Witch Hunter“ oder eine ruhige, getragene Nummer wie „The Unrest“ zeigen sehr eindrucksvoll die Bandbreite, welche die finnische Combo hier erneut anbietet. Dabei ist „Anno 1696“ ein Album das wächst. Bei jedem Hördurchgang entdeckt man neue Nuancen, sodass sich die Spielzeit von fünfzig Minuten um ein Vielfaches potenziert, ohne langweilig zu werden.

Trackliste:

01 – 1696

02 – White Christ (feat. Sakis Tolis)

03 – Godforsaken (feat. Johanna Kurkela)

04 – Lilian

05 – Starless Paths

06 – The Witch Hunter

07 – The Unrest

08 – The Rapids

Fazit:

Insomnium legen mit „Anno 1696“ erneut ein bärenstarkes Album vor, dass sich etwas mehr an „Shadows Of The Dying Sun“ von 2014 orientiert. Ich fand das letzte Album „Heart Like A Grave“ zwar einen Tick homogener, aber auch dieser Longplayer holt mich komplett ab und untermauert, dass Insomnium eine der interessantesten Bands im Bereich Melodic Death Metal sind. 

Bewertung:

Musik: 5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 4,5

Abwechslung: 5

Hörspaß: 4,5

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