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Jumper

2 von 5 Redaktion · 2009-02-17 · aktualisiert 2026-10-01

Antwort

Jumper ist ein Science-Fiction-Actionfilm von Doug Liman aus dem Jahr 2008 über einen jungen Mann, der sich teleportieren kann, und erhält in der Rezension vom 17. Februar 2009 2 von 5 Punkten: starke Idee, schwache Umsetzung. Gelobt werden die Effekte, kritisiert werden die dünne Motivation der Paladine, offene Fragen und der Abstand zur Romanvorlage von Steven Gould.

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Worum geht es in „Jumper“?

Ein Junge, der in seinem Leben nichts zu melden hat, bekommt plötzlich die Fähigkeit, überall zu sein. Aus dieser Prämisse macht „Jumper“ zunächst genau das, was man erwarten würde: einen Aufstieg. Und danach eine Jagd, denn wer sich in Sekunden an jeden Ort der Welt versetzen kann, ist für eine bestimmte Gruppe von Menschen ein Feind, den es zu vernichten gilt.

Der Film erschien 2008 unter der Regie von Doug Liman und beruht lose auf dem Roman „Jumper“ von Steven Gould aus dem Jahr 1992. Das Drehbuch schrieben David S. Goyer, Jim Uhls und Simon Kinberg.

Teleportation

Der fünfzehnjährige David Rice ist anders als andere Kinder und wird von seinen Mitschülern gehänselt und gemobbt. Auch mit seinem Vater versteht er sich nicht, seit die Mutter die Familie vor zehn Jahren verlassen hat. Eines Tages wird er von seinen Mitschülern wieder einmal gejagt. Dabei bricht er durch die Eisdecke eines zugefrorenen Flusses. Doch bevor er ertrinkt, taucht er plötzlich völlig durchnässt auf dem Boden der Schulbibliothek auf. Dadurch erkennt er, dass er die Fähigkeit zur Teleportation besitzt. Er gehört also zu den sogenannten „Jumpern“, die sich in Sekundenschnelle von einem Ort zum nächsten teleportieren können. Diese Jumper werden von religiösen Fanatikern, den Paladinen, seit Jahrhunderten gejagt.

Ein neues Leben

Als ein Streit mit seinem Vater eskaliert, „verschwindet“ David einfach. Da er in seiner Heimat für tot gehalten wird, kann er einfach untertauchen. Allerdings hinterlässt er Millie, einer Klassenkameradin, in die er verliebt ist, eine Nachricht. Er geht nach New York und fängt dort neu an. Er genießt sein Leben in vollen Zügen und kann sich alles ermöglichen. Seinen teuren Lebensstil finanziert er durch Diebstähle, da er sich unbemerkt in die Tresorräume großer Banken einschleichen kann.

Die Verfolger

Nachdem David acht Jahre lang in New York gelebt hat, taucht plötzlich der Paladin Roland bei ihm auf. Dieser ist schon seit acht Jahren hinter David her und möchte ihn vernichten. Es kommt in Davids Appartement zu einem Kampf. Roland kann mit Stromstößen verhindern, dass David verschwindet. Doch David kann entkommen. Er flieht in seine Heimatstadt und sucht dort Millie auf. Die beiden verlieben sich, doch David kann Millie sein Geheimnis nicht verraten. Sie reisen gemeinsam nach Rom. Dort trifft David auf Griffin, einen anderen Jumper. Dieser erzählt, dass Jumper Einfluss auf das Leben der Menschen haben und deren Geschichte verändern können. Um das zu verhindern, werden Jumper von Paladinen gejagt und getötet. David und Griffin werden von Paladinen angegriffen, können sich jedoch wehren. Allerdings werden sie von der italienischen Polizei verhaftet.

Im Gefängnis trifft David auf seine Mutter, die auch ein Paladin ist. Sie verhilft ihm zur Flucht. Aus Angst um Millie trennt sich David von ihr, ohne ihr die Wahrheit zu sagen. Doch die Paladine fangen Millie ab und benutzen sie als Lockvogel. Wird es David gelingen, Millie zu retten?

Die Figuren

David Rice

Hayden Christensen spielt einen Helden, der über weite Strecken vor allem eines ist: unsympathisch. Das ist nicht unbedingt ein Fehler der Anlage, denn ein Junge, der plötzlich alles darf, muss nicht liebenswert sein. Der Film traut sich aber auch nicht, diese Kälte konsequent zu erzählen, und lässt die Figur zwischen Schuldbewusstsein und Selbstverliebtheit hin- und herpendeln.

Griffin

Jamie Bell bekommt als abgebrühter Jumper die dankbarste Rolle. Er bringt Tempo, Zynismus und das nötige Vorwissen über die Paladine mit und ist damit fast durchgehend interessanter als die Hauptfigur.

Roland und die Paladine

Samuel L. Jackson gibt den Verfolger mit auffälligem weißem Haar. Die Motivation der Paladine bleibt allerdings dünn: Sie jagen Jumper, weil Jumper Macht haben. Mehr erfährt man nicht, und genau dieser Leerraum ist eines der größten Probleme des Films.

Was am Film nicht funktioniert

Zu viel Reise, zu wenig Geschichte

Die Teleportation erlaubt es, in einer Einstellung von New York nach Tokio und weiter nach Rom zu springen. Der Film nutzt das ausgiebig, verwechselt dabei aber Ortswechsel mit Handlung. Statt einer Entwicklung entsteht eine Abfolge von Schauplätzen.

Ein Ende, das keines ist

Zentrale Fragen bleiben offen, etwa woher die Paladine ihr Wissen und ihre Technik haben oder wie es mit Davids Mutter weitergeht. Vieles wirkt so, als sei bereits eine Fortsetzung eingeplant gewesen. Das ist für einen abgeschlossenen Kinofilm unbefriedigend.

Abstand zur Romanvorlage

Der Roman von Steven Gould nimmt sich deutlich mehr Zeit für die Frage, was diese Fähigkeit mit einem jungen Menschen macht. Der Film ersetzt diese Auseinandersetzung durch eine Verfolgungsjagd. Ein großer Teil der zeitgenössischen Kritik machte sich genau daran fest.

Für wen lohnt sich „Jumper“?

Wer einen schnellen Actionfilm für einen Abend sucht, an dem nicht mitgedacht werden muss, bekommt hier gut anderthalb Stunden mit sehenswerten Effekten und hohem Tempo. Die Sprungeffekte gehören zu den überzeugendsten ihrer Zeit und funktionieren auch heute noch. Ein anderes Science-Fiction-Szenario liefert Armageddon mit dem Asteroiden, der auf die Erde zurast.

Wer dagegen eine schlüssige Geschichte, nachvollziehbare Figuren oder eine Auseinandersetzung mit der Grundidee erwartet, sollte lieber zum Buch greifen. Kommerziell war der Film mit rund 225 Millionen Dollar Einspielergebnis bei etwa 85 Millionen Dollar Budget erfolgreich, bei der Kritik fiel er dagegen weitgehend durch.

Fazit: Lohnt sich Jumper?

Die Idee des Filmes mag ja an sich ganz gut sein, aber die Umsetzung ist wirklich nicht gelungen! Der Film ist schlecht geschnitten und die Story schlecht verarbeitet. Man hätte aus der Geschichte mehr herausholen können. Ich hatte immer das Gefühl, es fehlt was in der Geschichte und manche Sachen waren dann irgendwie schlecht gelöst! Die Special Effects waren das einzig gute am Film. Selbst die Schauspieler haben mich nicht überzeugt, obwohl ich Hayden Christensen und Rachel Bilson sehr mag. Auch von Diane Lane und Samuel L. Jackson hätte ich mir mehr erwartet. Schade!

DVD-Features

  • Audiokommentar von Regisseur Doug Liman, Drehbuchautor/Produzent Simon Kinberg und Produzent Lucas Foster
  • Trailer

Besetzung und Stab

David Rice - Hayden Christensen

Griffin - Jamie Bell

Millie - Rachel Bilson

Mary Rice - Diane Lane

Roland - Samuel L. Jackson

William Rice - Michael Rooker

Millie (Teenager) - Anna Sophia Robb

David (Teenager) - Max Thierot

Mark (Teenager) - Jesse James

Herr Bowker - Tom Hulce

Sophie - Kristen Stewart

Mark Kobold - Teddy Dunn

Ellen - Barbara Garrick

Regie Doug Liman

Kinowelt Home Entertainment

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in Jumper?

Jumper handelt von David Rice, der als Fünfzehnjähriger entdeckt, dass er sich in Sekundenschnelle teleportieren kann. Er taucht in New York unter, finanziert sein Leben mit Bankdiebstählen und wird nach acht Jahren vom Paladin Roland aufgespürt, der zu einer Gruppe gehört, die Jumper jagt.

Basiert Jumper auf einem Buch?

Ja, der Film Jumper beruht lose auf dem Roman „Jumper“ von Steven Gould aus dem Jahr 1992. Das Drehbuch schrieben David S. Goyer, Jim Uhls und Simon Kinberg, und ein großer Teil der Kritik richtete sich laut Rezension gegen den Abstand zur Vorlage.

Wer spielt in Jumper mit?

In Jumper spielt Hayden Christensen David Rice, Jamie Bell den Jumper Griffin, Rachel Bilson Millie und Samuel L. Jackson den Paladin Roland. Diane Lane ist Mary Rice und Michael Rooker William Rice, in kleineren Rollen sind Anna Sophia Robb, Max Thierot und Kristen Stewart zu sehen.

Wer führte Regie und wie erfolgreich war der Film?

Bei Jumper führte Doug Liman Regie. Der Film spielte laut Rezension rund 225 Millionen Dollar bei etwa 85 Millionen Dollar Budget ein und war damit kommerziell erfolgreich, bei der Kritik fiel er dagegen weitgehend durch.

Lohnt sich Jumper heute noch?

Ja, als schneller Actionfilm für einen Abend ohne Anspruch ans Mitdenken: Die Sprungeffekte in Jumper gehören zu den überzeugendsten ihrer Zeit und funktionieren laut Rezension auch heute noch. Wer eine schlüssige Geschichte und nachvollziehbare Figuren erwartet, sollte lieber zum Buch von Steven Gould greifen.

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