Kiefer Sutherland – Bloor Street

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

ZEITLOS GUTE MUSIK!

Der Sänger: 

Kiefer Sutherland wurde 1966 in London geboren. Geprägt von seinem Vater, dem Schauspieler schlug Sohn Kiefer den Weg des Schauspielers ein. Nach Rollen in „Stand By Me“ oder „The Lost Boys“ kam der internationale Durchbruch an der Seite von Julia Roberts in „Flatliners“. Kiefer Sutherland galt fortan als einer seiner der -Shootingstars. Doch es kam die Trennung von Julia Roberts. Dazu ein Karriereknick, da alle weiteren Filme floppten. 2001 wurde ihm vom Fernsehsender Fox dann eine Rolle angeboten, die sein Leben verändern sollte: Als CTU-Agent Jack Bauer legte Kiefer Sutherland ein Comeback hin, dass in dieser Form niemand für möglich gehalten hätte. 2008 wurde er mit einem Stern auf dem Hollywood Walk Of Fame geehrt.

Das Album:

Nach zwei bei Fans und Kritikern gut angekommenen Alben kommt Kiefer Sutherland jetzt mit seinem dritten Album daher. Alle Zweifel, dass hier ein weiterer Schauspieler versucht, seine Popularität auszunutzen, um einem Hobby zu frönen, hat Kiefer Sutherland bereits mit dem ersten Album ausgemerzt. Zumal er auch auf der Konzertbühne mehr als überzeugen konnte.

Jetzt also „Bloor Street“. Das dritte Album, das zwischen Blues, Country und Rock angesiedelt ist und erneut die musikalischen Qualitäten des Kiefer Sutherlands unterstreicht. Im Titelsong geht es um seine Kindheit in Toronto, wo der Sohn des erfolgreichen Schauspielers aufgewachsen ist. Obwohl der Text persönlich eingefärbt ist, geht es vielmehr um die Aussage, dass die Herkunft bei der Gestaltung der Zukunft eine wichtige Rolle spielt. 

Im weiteren Verlauf gibt es Perlen wie „Two Stepping In Time“, „So Full Of Love“ oder „Nothing Left To Say“, die zwischen Melancholie und Eingängigkeit hin- und herpendeln und kleine Geschichten erzählen. Wie auch in „County Jail Gate“, in dem es um einen Kriminellen geht, der zu lebenslanger Haft verurteilt wurde und keine Perspektive mehr sieht. 

All diese großen und kleinen Themen hat Kiefer Sutherland mit seinem Produzenten Chris Lord-Alge eingefangen. Wo dieser bei Carrie Underwood oder Keith Urban oft moderne Elemente in den Sound hat einfließen lassen, bleibt er hier eher klassisch traditionell. Heraus kommt ein Album, das sich an Geschichtenerzähler wie Jackson Browne oder Vince Gill orientiert. Das man nicht auf die Charts und einen eventuellen Mainstream schielen muss, mag sicher auch daran liegen, dass Kiefer Sutherland Musik aus Leidenschaft betreibt, ohne wirkliche kommerzielle Gedanken zu haben. Dadurch klingt „Bloor Street“ zeitlos gut.

Trackliste:

01 –

02 – Going Down

03 – Two Stepping In Time

04 – So Full Of Love

05 – County Jail Gate

06 – Goodbye

07 – Lean Into Me

08 – Chasing The Rain

09 – Nothing Left To Say

10 – Set Me Free

11 – Down The Line

Fazit:

Kiefer Sutherland knüpft mit „Bloor Street“ da an, wo er mit „Reckless & Me“ aufgehört hat und präsentiert elf Songs, die zwischen Country, Rock und Blues kleine und große Geschichten erzählen. Ein starkes Album, das zeitlos ist und das zeigt, wie einfach gute Musik sein kann.

Musik: 4,5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 4

Abwechslung: 4,5

Hörspaß: 5


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