Killing Joke - Extremities, Dirt And Various Repressed Emotions
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Killing Joke - Extremities, Dirt And Various Repressed Emotions ist das 1990 erschienene Album von Killing Joke mit 11 Songs und laut Rezension ein zeitloser Klassiker des harten Post-Punks (Rezension vom 31. Juli 2011). Das politische, rohe Album klagt mit Age Of Greed und Money Is Not Our God Gier und Materialismus an.
Extremities,Dirt and Various Repressed Emotions
399,00 € Stand: 28.09.2026
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- Money Is Not Our God
- Age Of Greed
- The Beautiful Dead
- Extremeties
- Intravenous
- Inside The Termite Mound
- Solitude
- North Of The Border
- Slipstream
- Kaliyuga
- Struggle
Extremeties, Dirt And Various Repressed Emotions
Nach dem doch sehr poppigen Album Outside The Gate, dass im Grunde nichts anderes war als Jaz Colemans Soloalbum, das unter dem Namen Killing Joke veröffentlicht wurde und die Band dafür sehr viel Häme einstecken musste, besann sich die Gruppe zwei Jahre später auf ihre wirkliche Stärke und lieferte mit Extremeties ihr bestes Album überhaupt ab.
Im Jahr seines Releases 1990 war die Welt im Wandel, der Ostblock eingestürzt, Berlin wiedervereint, doch hinter der Fassade brodelte es weiterhin. So nimmt es nicht wunder, dass Extremeties ein sehr politisches Album geworden ist. Waren politische Aussagen bei Killing Joke in der Vergangenheit eher subtil denn offenkundig, ging man nun soweit die widrigen Umstände dieser Welt direkt anzuklagen. So zeugen gerade Songs wie „Age Of Greed„, „Money Is Not Our God„ und der Titelsong „Extremeties„ von unverhohlener Gesellschaftskritik. Gegen Gier und Materialismus.
Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Lieder, die diese Funktion nicht innehaben, sondern einer okkulten Thematik untergeordnet sind. Dazu gehören Songs wie das wirklich düstere „The Beautiful Dead„, das sehr treibende „Intravenous„ und vor allem „Slipstream„, in dem im Übrigen ein genialer Synthiepart verbaut ist, was sonst eher die Ausnahme auf diesem Album bildet. Die Produktion ist wieder schön rauh aber niemals primitiv.
Auch gesanglich hat sich bei Jaz Coleman einiges getan, hier klingt er um einiges kompromissloser und rauher als auf den früheren Werken der New Wave-Phase, ein Trend, der sich später noch verstärken sollte, bis sich sein Organ zu jener Reibeisenstimme verwandelte, für die er heute berühmt und berüchtigt ist. Aus der frühen Phase der Band stammt das dritte Album Revelations aus dem Jahr 1982.
Extremeties bietet elf geniale Songs, worunter nicht ein Ausfall zu beklagen ist, die Band scheint die zwei Jahre wirklich genutzt zu haben, um wieder zu ihren wahren Wurzeln zu finden: dem harten, kernigen Sound.
Mit „Kaliyuga„ ist sogar ein synthetischer Instrumentaltrack auf dem Album, der sehr exotisch klingt und die perfekte Vorhut zu dem äußerst brachialen „Struggle„ darstellt.
Fazit: Lohnt sich Extremities, Dirt And Various Repressed?
Extremeties ist bis heute mein absolutes Lieblingsalbum von Killing Joke. Hier klingt die Band endlich wieder richtig schön hardcore. Ein cooles Gitarrenriff jagt das nächste, überdies sind die Stücke sehr individuell gestaltet, sodass man sehr viel Abwechslung geboten bekommt, wobei hier eindeutig die schnellen, treibenden Stücke in der Überzahl sind, einzig „Solitude„ schlägt nochmal leiserer Töne an, wobei auch dieser Song extrem düster ausgefallen ist. Ein zeitloser Klassiker des harten Post-Punks. Mit dem Nachfolger Pandemonium schlug die Band Mitte der 90er eine komplett neue Richtung ein.
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