King Kong - das Reiseschwein
Kurzfazit: Warmherzige Erstlesegeschichte mit dem Meerschweinchen als heimlichem Star
King-Kong, das Reiseschwein: Die abenteuerliche Meerschweinchen-Urlaubsgeschichte von Kirsten Boie für Kinder ab 8 Jahren mit frechen neuen Illustrationen
10,00 € Stand: 10.08.2026
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Zum Angebot bei Amazon →Worum geht es in das Reiseschwein?
Mama und Papa erzählen Jan-Arne, dass sie einen Urlaub geplant haben. Sie bekommen den Wohnwagen von Onkel Thomas und wollen damit auf einen Campingplatz an die Ostsee fahren. Jan-Arne freut sich sehr darauf und muss es sofort Michi erzählen, um ihn neidisch zu machen.
Doch der sagt ihm, dass Tiere auf Campingplätzen verboten sind. Jan-Arne will das zuerst nicht glauben, aber leider bestätigen ihm Mama und Papa, dass es die Wahrheit ist. Jan-Arne darf sein Meerschweinchen King-Kong nicht mitnehmen. Zu Hause lassen möchte er es aber auch nicht.
Da Michi im gleichen Haus wohnt schlagen sie vor, dass er King-Kong für die Zeit des Urlaubs zu sich nimmt und sich um ihn kümmert. Michi freut sich auch schon darauf. Doch Jan-Arne hat ganz andere Pläne. Am Tag der Abreise versteckt er King-Kong im Gepäck. Den leeren Meerschweinchenkäfig stellt Jan-Arne im Hausflur ab - im obersten Stock, wo niemand mehr wohnt. Da können seine Eltern ihn wenigstens nicht finden. Und schon geht die Reise los.
Doch auf der Fahrt muss Papa stark bremsen, sodass Jan-Arne den Schuhkarton fallen lässt, in dem er King-Kong versteckt hält. King-Kong sitzt nun unter Papa’s Sitz - da muss Jan-Arne Papa natürlich davon erzählen, weil es zu gefährlich wäre, Papa so weiter fahren zu lassen - immerhin könnte er sich vor King-Kong so erschrecken, dass er einen Unfall baut.
Die Eltern sind auch erst mal geschockt, dass Jan-Arne King-Kong mit auf die Reise geschmuggelt hat. Doch umdrehen können sie nicht mehr, weil sie fast schon an ihrem Ziel angekommen sind. Also beschließen sie, zum Campingplatz zu fahren und sich dort zu überlegen, was sie mit King-Kong machen. In seinem Ärger sagt Papa noch, dass er King-Kong am liebsten schlachten würde. Jan-Arne bekommt natürlich Angst um sein Meerschweinchen und sobald sie auf dem Campingplatz angekommen sind, nimmt er sich erst mal King-Kong und geht mit ihm ein Stück weg, um nachzudenken.
Da kommt Liane, ein kleines Mädchen. Sie macht regelmäßig mit ihren Eltern Urlaub auf dem Campingplatz und sie weiß natürlich auch, dass Tiere verboten sind. Sie schlägt Jan-Arne vor, dass sie ein Versteck für King-Kong suchen - Hauptsache weg von Papa, der ihn schlachten will. Doch wo sollen sie ihn nur verstecken…?
Die Figuren der Geschichte
Jan-Arne
Jan-Arne ist der Junge, um den sich die ganze Reihe dreht. Er handelt so, wie Kinder in dem Alter eben handeln: Er trifft eine Entscheidung, ohne über die Folgen nachzudenken, und muss sie dann ausbaden. Sympathisch macht ihn, dass er sein Meerschweinchen nicht aus Trotz mitnimmt, sondern weil er es schlicht nicht zurücklassen will. Kinder verstehen dieses Motiv sofort, ohne dass es erklärt werden müsste.
King-Kong
King-Kong selbst ist eine Meerschweinchendame und trägt einen Namen, der so gar nicht zu ihr passt. Genau darin liegt der Witz der Reihe: Das gefährlichste Tier der Filmgeschichte ist hier ein kleines Fellknäuel, das sich in einen Schuhkarton legt und höchstens durch Fiepen auffällt. Als handelnde Figur tut King-Kong wenig, aber sie treibt jede Szene an, weil alle anderen ständig auf sie reagieren müssen.
Liane
Liane ist die Zufallsbekanntschaft vom Campingplatz und die pragmatische Gegenfigur zu Jan-Arne. Sie kennt den Platz, sie kennt die Regeln, und sie hat keine Angst davor, sie zu umgehen. Solche Ferienfreundschaften, die auf einem Zeltplatz innerhalb einer Stunde entstehen, kennt jedes Kind, das schon einmal campen war.
Die Eltern
Die Eltern sind keine Karikaturen, sondern genervte Erwachsene, die im Urlaub gerade selbst überfordert sind. Papas Satz, er würde King-Kong am liebsten schlachten, ist als Ausbruch im Ärger gemeint und wird von Jan-Arne wörtlich genommen. Diese Verwechslung von Wut und Absicht ist eine kleine, sehr genau beobachtete Szene, die die eigentliche Handlung erst auslöst.
Hintergrund: Kirsten Boie und die King-Kong-Reihe
„King-Kong, das Reiseschwein“ stammt von Kirsten Boie, einer der bekanntesten und meistgelesenen deutschen Kinderbuchautorinnen. Das Buch erschien 1989 bei Friedrich Oetinger, im selben Jahr wie der Auftaktband „King-Kong, das Geheimschwein“. Die Reihe wurde über die Jahre fortgesetzt, unter anderem mit „King-Kong, das Zirkusschwein“, „King-Kong, das Liebesschwein“ und „King-Kong, das Schulschwein“.
Die heute erhältliche Ausgabe umfasst rund 64 Seiten und wurde von Christian und Fabian Jeremies neu illustriert. Der Verlag empfiehlt sie ab sieben Jahren. Ins Ausland verkauft wurde der Titel unter anderem nach Kolumbien, Mexiko, Norwegen und Schweden.
Wer die Reihe für ein Kind kaufen möchte, muss sich mit der Reihenfolge nicht lange aufhalten. Die Bände sind in sich abgeschlossen, jeder erklärt in wenigen Sätzen, wer Jan-Arne und wer King-Kong ist. Chronologisch beginnt man mit dem „Geheimschwein“, inhaltlich kann man aber genauso gut mit dem „Reiseschwein“ einsteigen.
Was das Buch für Leseanfänger taugt
Die Stärke des Buches liegt im Format. Große Schrift, viel Weißraum, kurze Sätze und eine Handlung, die immer nur eine Sache zur Zeit verlangt: Das ist genau das, was Kinder brauchen, die gerade vom Buchstabieren zum Lesen übergehen. Es gibt keine Nebenhandlung, keine Zeitsprünge, keine Figur, die man sich mühsam merken müsste.
Auch inhaltlich ist die Hürde niedrig. Campingurlaub, ein Haustier, ein Verbot und ein Versteck sind Bausteine, mit denen jedes Grundschulkind sofort etwas anfangen kann. Die Spannung entsteht aus einer einzigen Frage, die man in einem Satz zusammenfassen kann: Wird King-Kong entdeckt?
Was weniger überzeugt
Die Zeichnungen sind Geschmackssache und treffen nicht jeden. Auch die Dialoge wirken an manchen Stellen merkwürdig und wenig natürlich, so als hätte jemand aufgeschrieben, wie Kinder sprechen sollten, und nicht, wie sie tatsächlich sprechen. Wer die Reihe schon kennt, kennt außerdem das Muster: Ein Verbot, ein heimliches Meerschweinchen, eine Rettung in letzter Sekunde. Über mehrere Bände hinweg nutzt sich das ab.
Auch der Umfang ist zu bedenken. 64 Seiten mit großer Schrift sind an einem Regennachmittag durch. Als Einstiegslektüre ist das ideal, als Urlaubsvorrat für zwei Wochen reicht es nicht.
Für wen lohnt sich das Buch?
Empfehlenswert ist der Band für Kinder zwischen sieben und neun, die gerade selbst zu lesen beginnen, und ganz besonders für Tierfreunde. Wer selbst ein Meerschweinchen hat oder sich eins wünscht, wird die Geschichte lieben. Auch als Vorlesebuch für etwas jüngere Kinder funktioniert sie, weil sich die kurzen Abschnitte gut in Portionen aufteilen lassen.
Weniger geeignet ist das Buch für geübte Leser ab zehn. Für die ist die Geschichte zu einfach gestrickt und zu schnell vorbei.
Fazit: Lohnt sich das Reiseschwein?
Diesmal geht King-Kong, die Meerschweinchendame also auf Reisen. Die Geschichte ist süß geschrieben, nur gefallen mir hier wieder nicht die Zeichnungen und die merkwürdigen Dialoge teilweise. Die Geschichte ist einfach zu verstehen und durch die große Schrift sehr gut geeignet für Leseanfänger.
Unterm Strich bleibt ein warmherziges, unaufgeregtes Erstlesebuch, das seine eine gute Idee sauber zu Ende erzählt. Vier von fünf Punkten, weil es genau das leistet, wofür es gemacht wurde: Es bringt Kinder dazu, weiterzulesen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in King-Kong, das Reiseschwein?
Jan-Arne fährt mit seinen Eltern im geliehenen Wohnwagen auf einen Campingplatz an der Ostsee. Weil dort keine Tiere erlaubt sind, schmuggelt er sein Meerschweinchen King-Kong heimlich im Gepäck mit. Als die Sache auffliegt, muss er zusammen mit der Campingplatz-Bekanntschaft Liane ein Versteck finden.
Ab welchem Alter ist King-Kong, das Reiseschwein geeignet?
Der Verlag empfiehlt das Buch ab sieben Jahren, der Handel führt es teilweise ab acht. Die große Schrift, die kurzen Kapitel und der überschaubare Wortschatz machen es für Leseanfänger gut zu bewältigen. Zum Vorlesen eignet es sich schon etwas früher.
Wer hat King-Kong, das Reiseschwein geschrieben?
Das Buch stammt von Kirsten Boie, einer der bekanntesten deutschen Kinderbuchautorinnen. Es erschien 1989 bei Friedrich Oetinger. Die aktuelle Ausgabe hat rund 64 Seiten und wurde von Christian und Fabian Jeremies neu illustriert.
In welcher Reihenfolge liest man die King-Kong-Bücher?
Der erste Band ist King-Kong, das Geheimschwein, das Reiseschwein folgte ebenfalls 1989 als zweiter Teil. Danach erschienen unter anderem das Zirkusschwein, das Liebesschwein und das Schulschwein. Die Bände sind aber weitgehend in sich abgeschlossen und lassen sich einzeln lesen.
Ist King-Kong ein Männchen oder ein Weibchen?
Trotz des martialischen Namens ist King-Kong eine Meerschweinchendame. Der Name stammt von Jan-Arne und passt bewusst nicht zum kleinen, ängstlichen Tier, was einen Teil des Humors der Reihe ausmacht.
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