Kiske/Somerville

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

GIPFELTREFFEN ZWEIER TOLLER STIMMEN!

Die Musiker:

Mit 8 Jahren heuerte Michael Kiske bei der deutschen Band Helloween an, die mit den Alben „Keeper Of The Seven Keys Part 1 und 2“ den internationalen Durchbruch schaffte. Und nicht nur das. Die Band begründete ein neues Genre (Power Metal) und Michael Kiske wurde zu einem der besten Sänger der Szene. 1993 stieg er bei Helloween aus und versuchte sich mit eher mäßigem Erfolg an diversen Soloprojekten. Zwischenzeitlich kehrte er der Szene fast ganz den Rücken, arbeitete aber noch als Gastsänger für Bands wie Gamma Ray, Masterplan und vor allem Avantasia. 2009 gründete er mit Kai Hansen die Band Unisonic.

Die in Michigan geborene Amanda Somerville hat ihren Lebensmittelpunkt seit 1999 in Deutschland und den Niederlanden. Die Mezzosopranistin arbeitet als Vocalcoach und erfolgreich als Gastsängerin für verschiedene Rockbands wie Edguy, Kamelot, Epica oder Avantasia.

Das Album:

Ohne Übertreibung zählen Michael Kiske und Amanda Somerville zu den besten Stimmen den härteren Rockmusik. Zahlreiche Songs haben die beiden in den letzten Jahren veredelt. So ist die Vorfreude natürlich groß, wenn man das Duettalbum der beiden in den Player legt. Initiator dieser Zusammenarbeit ist der Chef der italienischen Plattenfirma Frontier Records, Serafino Perugino, der ein anderes Duett von Michael Kiske hörte und fortan von dieser Idee begeistert war.

Schon mit dem ersten Song „Nothing Left To Say“ wird deutlich, was den Hörer erwartet. Melodic Rock mit überaus eingängigen Melodien. Die musikalische Handschrift von Matt Sinner und Magnus Karlsson, die sich für einen Großteil der Produktion verantwortlich zeigen, ist unverkennbar. Rocker wie „DonR6; Walk Away“ oder „Devil In Your Heart“ werden jedem AOR oder Melodic-Rock-Fan gefallen. Auch eine Powerballade wie „End Of The Road“ oder ein Schmachtfetzen wie „One Night Burning“ ist genau für die beiden Stimmen geschrieben worden. Auch die Produktion ist über jeden Zweifel erhaben. Trotzdem kann sich das Album einer gewissen Eintönigkeit nicht verschließen. Wäre das Songwritimng so gut, wie es die beiden Stimmen sind, wäre das Album sicher ein Meilenstein des Genres.

Trackliste:

01 R1; Nothing Left To Say

02 R1; Silence

03 R1; If I Had A Wish

04 R1; Arise

05 R1; End Of The Road

06 R1; Don’t Walk Away

07 R1;  A Thousand Suns

08 R1; Rain

09 – One Night Burning

10 – Devil in Your Heart

11 – Second Chance

12 – Set A Fire

 

Fazit:

Wieder einmal bewahrheitet sich folgende Aussage: Ein Album auf dem Michael Kiske mitwirkt, kann nicht wirklich schlecht sein. Sein Duettalbum mit Amanda Somerville wird jeden Anhänger von Melodic Rock begeistern. Hier haben sich zwei Stimmen gefunden, die ganz hervorragend harmonieren. Wäre das Songwriting etwas abwechslungsreicher, das Album hätte das Potential zum Klassiker. So bleibt es ein wirklich gutes Album, das man sich nicht entgehen lassen sollte.


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