Ku´damm 56

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Action
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  • Humor
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  • Erotik
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  • Anspruch
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

PETTICOAT UND MORALVORSTELLUNGEN!

Inhalt:

Die Tanzschulenbesitzerin Catarina Schöllack hat in den 50ern Jahren alle Hände voll zu tun. Ihr Mann gilt immer noch als vermisst und so hofft sie, ihre Töchter standesgemäß zu verheiraten. Bei zweien hat sie dabei scheinbar Glück. Helga ist mit dem Juristen Wolfgang verlobt, der eine glänzende Zukunft vor sich hat und die Krankenschwester Eva macht ihrem Chef, Professor Fassbender schöne Augen. Nur Monika fällt aus der Reihe. Sie fliegt von der Haushaltshilfe und entdeckt auch noch den Rock ´n`Roll für sich. In den Augen ihrer strengen Mutter ist das natürlich ein abnormales Verhalten. Durch Zufall macht Monika dann eine Entdeckung, die an den Grundfesten ihrer Familie rüttelt.

Darsteller:

ist Monika Schöllack

Claudia Michelsen ist Catarina Schöllack

Maria Ehrich ist Helga Schöllack

Emilia Schüle ist Eva Schöllack

ist Professor Jürgen Fassbender

ist Fritz Assmann

Trystan Pütter ist Freddy Donath

August Wittgenstein ist Wolfgang von Boost

Sabin Tambrea ist Joachim Franck

Produktinformationen:

2 DVD’s

Laufzeit: 280 Minuten

Sprache: Deutsch

Untertitel: keine

Ton, Bild, Farbe: Dolby Digital, 16:9, PAL

FSK: ab 12 Jahre

Fazit:

Schon mehrfach haben das ZDF und Produzent Nico Hofmann bewiesen, dass sie ein Händchen für die ausgezeichnete Aufbereitung historischer Stoffe haben. „Dresden“, „Tannabch“ oder die Geschichte des Hotel Adlon waren großes Event-Fernsehen. „Ku´Damm 56“ reiht sich nahtlos in diese Riege ein. Die bekannte Drehbuchautorin Annette Hess („Weissensee“) zeichnet in diesem Dreiteiler am Beispiel einer Familie ein überaus glaubhaftes und spannendes Sittengemälde des jungen Nachkriegsdeutschland.

Dreh- und Angelpunkt für die damalige Frau waren die beiden Fragen: Was ziehe ich an und was koche ich meinem Mann? Getreu dieser Maxime versucht auch Catarina Schöllack ihre Töchter unter die Haube zu bringen. Wirklich meisterhaft schafft es die Geschichte, die Spießigkeit und die sanfte Rebellion einzelner Mädchen darzustellen.

Getragen wird dieser Dreiteiler durch die Darsteller, die das Optimum aus dem durchweg sehr guten Script herausholen. Allen voran Sonia Gerhardt. Die jungen Schauspielerin, die zuletzt auch in der sehenswerten RTL-Serie „“ brillierte, spielt die aufsässige Monika Schöllack mit einer nahezu perfekten Brillanz. Unterstützt wird sie von Claudia Micheslsen, die als ihre strenge und spießige Mutter die vielleicht beste Darstellung ihrer Karriere abliefert. Auch Maria Ehrich und Emilia Schüle als Monikas Schwestern überzeugen. Und das an der Seite zweiter erfahrener Schauspieler: Uwe Ochsenknecht und Heino Frech halten sich vornehm zurück, lassen die Frauen brillieren, ohne dabei die eigne Kunst aus den Augen zu verlieren. Eine echte Entdeckung sind August Wittgenstein und Sabin Tambrea, die als Ehemann und Liebhaber der Schöllack-Töchter eine ebenfalls überragende Darstellung abliefern und sich für weitere Film- und Fernsehrollen empfehlen.

Alle drei Teile sind absolut stimmig, treiben die Geschichte gut voran und arbeiten am jeweiligen Ende mit einem gut platzierten Cliffhanger. Das Ende ist so ausgestattet, dass man durchaus auf eine Fortsetzung hoffen kann und hoffen sollte.

„Ku´Damm 56“ ist allerbeste Fernsehunterhaltung. Eine packende Familiengeschichte, die sehr eindringlich, spannend und trotzdem absolut authentisch darstellt, wie sich Berlin in der Zeit nach dem Krieg präsentiert hat. Eine tolle Miniserie, die hoffentlich eine Fortsetzung findet.

 

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