Lachen Weinen Tanzen

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DÖSEN GÄHNEN SCHLAFEN!

Der Sänger:
Im Alter von 16 Jahren stand erstmals vor der Kamera. Sehr schnell ergatterte er weitere Rollen in große TV Produktionen wie „Dr. Stefan Frank“ oder „Siska“. Sein Kinodebüt gab er 2001 in „Herz im Kopf“. Seinen Durchbruch hatte er zwei Jahre später mit der Romanverfilmung „Soloalbum“. Große Erfolge feierte er mit in Filmen wie „Keinohrhasen“ oder „Kokowääh 2“. Auch als Regisseur machte sich Matthias Schweighöfer mit Filmen wie „Schlussmacher“ oder „Vaterfreuden“ einen Namen. Zudem wirkt er in Musikvideos von oder mit oder agierte als Synchronsprecher.

Das Album:
Jetzt singt er auch noch, war der erste Gedanke, der mir 2014 durch den Kopf ging, als Matthias Schweighöfer mit „Fliegen“ den Titelsong seines Kinofilms „Der Nanny“ selbst einsang. Doch ich gebe zu, so schlecht war der Song nicht. Daher war ich nicht vollends vor den Kopf geschlagen, das Matthias Schweighöfer jetzt mit dem ersten Album um die Ecke kommt.

Nach mehreren Hördurchgängen ringe ich mit den Worten, die dieses Album beschreiben: die vertonte Belanglosigkeit ist das, was mir immer wieder einfällt. Im Fahrwasser von oder insbesondere Philipp Poisel präsentiert der Traummann zahlreicher deutscher Frauen ein Album, das an Monotonie kaum zu überbieten ist.

Klavier, leise Streicher, Stimme: fertig ist der Song. Nach diesem Schema reiht sich ein ruhiger Track an den anderen. Und spätestens nach Song Nummer vier wusste ich nicht, wann dieser zu Ende ist und wann der nächste beginnt. Matthias Schweighöfer versetzt den Hörer in eine Art Dämmerzustand. Vielleicht ist das auch genau so beabsichtig, jedoch konnte ich mir mehrfach ein kräftiges Gähnen nicht verkneifen.

Dabei habe ich nichts gegen gefühlvolle Musik. Aber ein wenig Abwechslung hätte den Songs sicher gut getan, denn in diesem Punkt wird dem Hörer absolut nichts geboten. Leider konnten mich auch die Texte nicht wirklich berühren. Themen wie Zweisamkeit und Freundschaft sind sicher vollkommen in Ordnung, doch kein Text ist mir dauerhaft im Gedächtnis geblieben. Auch stimmlich kann Matthias Schweighöfer nicht viel rausholen. Er singt zwar nicht schlecht, kann aber die dauerhafte Monotonie der Songs überhaupt nicht verhindern.

Sehr humorvoll finde ich die Entscheidung, als Bonussongs Piano- und Akustikversionen zu verwenden. Wer das reguläre Ende des Albums noch im halbwegs wachen Zustand erreicht, kann spätestens jetzt getrost einschlafen.

Trackliste:
01 – Lachen Weinen Tanzen
02 – Supermann und seine Frau
03 – Viel zu viel
04 – Regen (Interlude)
05 – Wege
06 – Am Ende des Tages
07 – Auf uns zwei
08 – Bester Freund
09 – Interlude
10 – Deine Liebe
11 – Durch den Sturm
12 – Fallschirm
13 – Gute Stille (Interlude)
14 – Rest der Welt
15 – Unzertrennlich
16 – Auf uns zwei (Piano Version)
17 – Deine Liebe (Akustik Version)
18 – Lachen Weinen Tanzen (Akustik Version)
19 – Unzertrennlich (Akustik Version)

Fazit:
„Lachen Weinen Tanzen“ ist der bisherige Albumflop des Jahres 2017. Wäre auf dem Cover der Name und das Gesicht von Max Mustermnn würde kein Mensch von diesem Album Notiz nehmen. Bleibt zu hoffen, dass die Amazon-Serie „You Are Wanted“, in der Matthias Schweighöfer die Hauptrolle spielt und die ab März 2017 läuft, nicht so spannend ist, wie dieses Album abwechslungsreich. Ansonsten sind auch vor dem Fernseher gemütliche Schlummerstunden garantiert.

 

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