Lichtblick

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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

EIN ECHTER !

Die Band:

ist das Gemeinschaftsprojekt der beiden Berliner und Sven Gillert. Aufgewachsen im Plattenbaubezirk Hellersdorf versuchten sich die beiden zunächst als Rapper, bevor sie sich der Tätowiererszene zuwandten und ihren Musikstil änderten. Als vermischen sie Elemente aus Rock, Pop und Jazz mit Klängen der klassischen Liedermachertradition. 2011 erschien ihr Debütalbum „Schlicht und ergreifend“.

Das Album:

Drei Jahre sind seit dem zweiten Haudegen-Album „“ vergangen. Drei Jahre, in denen vor allem Hagen Stoll nicht untätig war. Neben zahlreichen Konzerten mit Haudegen veröffentlichte er seine Biografie „So fühlt sich Leben an“ und brachte das Soloalbum „Talisman“ heraus, in dem er dem rockigen Haudegen-Sound ein paar neue Nuancen gab.

Jetzt ist aber wieder Haudegen-Zeit. „Lichtblick“ heißt das dritte Werk, das seit wenigen Tagen erhältlich ist. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass es das bisher reifste und abwechslungsreichste Album ist. Sicher, musikalisch liefern Hagen Stoll und Sven Gillert nicht wirklich etwas Neues ab. Dafür macht ihr gradliniger, oft im Midtempobereich angesiedelter Rock richtig viel Spaß. Titel wie „Zusammen sind wir weniger allein“, „Tränen wie deine“ oder „Nackt fotografieren“ sind allesamt typisch für Haudegen. Das soll aber nicht bedeuten, dass sich die beiden immer wieder selbst kopieren, sondern das sie ihren eigen Stil gefunden haben.

Eine Stärke der beiden tätowierten Musiker sind ihre Texte. Der Begriff Gossenpoesie fällt immer wieder, wenn es um die Texte von Haudegen geht. Und das ist durchaus passend. „Gebrüder Schlimm“, „Igor & Nassim“ oder „Ziemlich beste Freunde“ erzählen sehr authentisch aus ihrem Leben im Plattenbau in Berlin Marzahn. Genau wegen dieser Authentizität werden Haudegen von ihren Fans geliebt, den Hagen Stoll und Sven Gillert sind immer noch die Jungs von nebenan, mit denen man sich gerne auf ein Bier treffen möchte. Ihre ehrlichen Texte bieten vielen Hörern einen großen Identifikationsfaktor.

Das reguläre CD-Album kommt mit fünfzehn neuen Titeln daher. Wer das Album über eine Streaming- oder Onlineplattform erwirbt, wird mit einer Deluxe Edition belohnt, die 21 Titel hat. Genau deren Erwerb sollte man unbedingt in Betracht ziehen. Wer bei Haudegen bemängelt, das es oft ein wenig zu ruhig und monoton zugeht, wird stauen, welche Rockkracher die beiden Berliner noch im Gepäck haben.

Trackliste:

01 – Zusammen sind wir weniger allein

02 – Für immer und ewig

03 – Gebrüder Schlimm

04 – Freunde in der Not

05 – Kleine Tragödien

06 – Schlecht geht es mir gut

07 – Gib mir mein Problem zurück

08 – Igor & Nassim

09 – Ich bin einfach

10 – Finsternis

11 – Tränen wie deine

12 – Unter die Haut

13 – Nackt fotografieren

14 – Ziemlich beste Freunde

15 – Hals & Beinbruch

 

Fazit:

Mit ihrem dritten Album sind Haudegen auf dem vorläufigen Zenit ihres Schaffens angekommen. „Lichtblick“ ist ein richtig gutes Rockalbum mit sehr authentischen Texten, die den Leser berühren und zum Nachdenken anregen. Hier ist eine Band am Werk, die es verdient hätte, in die erste Reihe der deutschen Rockbands zu treten. Ein starkes Werk zweiter ganz authentischer Musiker.

 

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