Lost In Forever

Autorenwertung
  • Musik
    ein Buchein Buchkein Buchkein Buchkein Buch
  • Instrumentalisierung
    ein Buchein Buchein Buchein Buchkein Buch
  • Stimme
    ein Buchein Buchein Buchein Buchein Buch
  • Abwechslung
    ein Buchein Buchhalbes Buchkein Buchkein Buch
  • Hörspaß
    ein Buchhalbes Buchkein Buchkein Buchkein Buch
  • Gesamt
    3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne
Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

CASTING METAL PART 2!

Die Band:

wurden 2014 von Jennifer Haben (Gesang), Christopher Hummels (Gitarre), Niklas Lesser (Gitarre), Erwin Schmidt (Bass), Michael Hauser (Keyboards) und Tobias Derer (Schlagzeug) gegründet. Ihren ersten Auftritt hatten sie im letzten Jahr auf dem Wacken Open Air. Im Vorfeld der Veröffentlichung ihres ersten Albums tourten als Support für Saxon in Großbritannien.

Das Album:

Das von der Plattenfirma Universal zusammengecastete Projekt „Metal für die Masse“ scheint aufzugehen. Das Debütalbum „“ kratzte an den Top Ten und wurde vom renommierten Szenemagazin Metal Hammer zum Debüt des Jahres gekürt. Auch ich konnte mich der Faszination nicht erwehren, da das Album wirklich gute Songs enthielt.

Getreu dem Motto: Schmiede das Eisen, solange es heiß ist, folgt jetzt, nach knapp einem Jahr, der zweite Longplayer. Unter der erneuten Führung des Avantasia-Gitarristen Sascha Paeth ist ein Werk entstanden, dass ich leider mit sehr gemischten Gefühlen sehe. Nach dem wirklich druckvollen und äußerst hörenswerten Titelsong „“, der das Album eröffnet, dachte ich noch, dass hier wirklich eine Konkurrenz für oder gar erwächst, zumal gerade das letzte Album der finnischen Sinfoniemetaller beileibe kein großer Wurf war. Doch trotz mehrfacher Hördurchgänge will der Funke bei mir nicht überspringen.

Man merkt schon, dass hier keine echte Band am Werk ist. Die Songs werden von Fremdkomponisten beigesteuert und Großteile der Instrumente von anderen Studiomusikern eingespielt. Letztlich wie beim Debüt, nur dass das alles hier wesentlich glatter und komplett seelenlos klingt. Bei diesem Werk hat man als Zuhörer und Käufer nicht die wahren Metalheads im Sinn, sondern will mit einer aufgerockten Band die breite Masse begeistern. Leider sind Beyond The Black dadurch nicht mehr, als die harte Variante von , dem deutsch-elbischen-Popsternchen mit GZSZ-Vergangenheit, dass ebenfalls von Universal produziert wird und das in der Ethno-Pop-Ecke das Geld scheffeln soll.

Doch bleiben wir musikalisch. Symphonic Metal bekommt man hier, bei aller Liebe, nicht mehr geboten. Dazu sind viel zu viele poppige Keyboardtöne vertreten. Songs wie „Beautiful Lies“ (ein Duett mit Masterplan-Sänger Rick Altzi) oder „Dies Irae“ kann man sicherlich hören, doch kein Song bleibt nachhaltig im Gedächtnis. Was im Gedächtnis bleibt ist allerdings die Stimme von Jennifer Haben. Sie scheint auch das einzige Bandmitglied zu sein, dass halbwegs für voll genommen wird. Immerhin dürfte sie sich am Songwriting beteiligen. Ich denke, sie wäre gut beraten, sich eine echte Band und ein Label zu suchen, dass nicht nur auf den schnellen Profit aus ist.

Trackliste:

01 – Lost In Forever

02 – Beautiful Lies (feat. Rick Altzi)

03 – Written In Blood

04 – Against The World

05 – Beyond The Mirror

06 – Halo Of The Dark

07 – Dies Irae

08 – Forget My Name

09 – Burning In Flames

10 – Nevermore

11 – Shine And Shade

12 – Heaven In Hell

13 – Love’s A Burden

 

Fazit:

Im Vergleich zum Debütalbum konnte mich dieses Album nicht überzeugen. Auch wenn „Lost In Forever“ nicht schlecht ist, so würde ich hier nicht von Symphonic Metal reden, sondern von rockiger Popmusik, die man in eine Metalrüstung gesteckt hat. Leider offenbart sich jetzt das, was die Band von Beginn an war: ein kalkuliertes Projekt einer Plattenfirma. Das ist nicht wirklich meins, zumal mir die Songs viel zu austauschbar und beliebig sind.

 

Wie bewerten Sie dieses Produkt?

Ihre Bewertung
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...

Schreiben Sie einen Kommentar