Morgenstund

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimmen
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

HAT GOLD IM MUND!

Der Musiker:

Seit fast zwanzig Jahren ist der Berliner Musiker mit dem Musikprojekt unterwegs. Dabei hat er sich nicht nur im deutschsprachigen Raum zu einem wahren Meister der elektronischen Popmusik gemausert, der sich nur ungern in eine Schublade stecken lassen möchte. In seiner Musik verarbeitet er ganz unterschiedliche Einflüsse: Pop, Dance, Techno, Ambient, New Wave. Von Deylen ist für jedes Experiment zu haben, was auch die verschiedenartigen Gastmusiker wie Sarah Brightmann, Peter Heppner, oder unter Beweis stellen, die auf den bisherigen Alben mitgewirkt haben.

Das Album:

Drei Jahre nach dem, was das eigentliche Album angeht, eher enttäuschendem Werk „“ legt Christopher von Deylen jetzt das neue, inzwischen zehnte Album vor. Wie immer hat man bei Schiller die Wahl aus mehreren Editionen auszuwählen, die allesamt interessant sind. Die Grundlage für diese Rezension ist die Streaming-Ausgabe, die mit der überaus satten Spieldauer von über dreieinhalb Stunden daherkommt. Viel Masse und wenig Klasse? Bei Leibe nicht. Beginnen wir mit dem eigentlichen Album: Sechzehn neue Songs hat Schiller seinem Longplayer verpasst. Nach den üblichen Eröffnungsworten der unlängst verstorbenen Franziska Pigulla wird der Hörer in die bekannte musikalische Welt des Christopher von Deylen mitgenommen. Und die kann sich wahrlich sehen lassen. Sphärische Klänge, eine große Portion Chill-Out-Trance und ein geradezu unglaubliches Gespür für Musik, die Gänsehaut verbreitet, zeichnet dieses Album aus. Ein Paradebeispiel ist sicher der rund siebenminütige Track „Universe“, der vielleicht die Quintessenz von allem ist, was Schiller ausmacht. Ein elektronischer Sound, eine fantastische Stimme (in diesem Fall die von Tricia Mc Teague) und ein an erinnerndes Finale erzeugen pure Gänsehaut. 

Jeder Song ist eine Perle. Ruhige Popnummern wie „Dreamcatcher“ oder Titel wie „Lichtjahre“ (bei dem Schiller mit Soundlegende zusammengearbeitet hat) oder der Titelsong „Morgenstund“ (mit einer wunderbaren ) lassen für mich nur einen Schluss zu: Die musikalische Weltreise, die Christopher von Deylen unternommen hat, um das Album zu produzieren (die Aufnahmen fanden in Berlin, Toronto, London, Teheran, in den Alpen, in der kasachischen Steppe und im legendären Genesis-Studio in Südengland statt), hat sich mehr als gelohnt. Ein weiteres Highlight ist die Zusammenarbeit mit den verbliebenen Songmagiern von . Auf dem regulären Album gibt es „nur“ einen fünfminütigen Ausschnitt von „Morgenstern“, einem Song, der in der Streaming-Ausgabe überragend ist.

Womit wir bei der Streaming-Version wären. Das zweite Album beinhaltet das insgesamt neunteilige Werk „Morgenstern“ und macht es zu einem schier unglaublichen Hörgenuss. Schillers elektronischer Sound Trift Krautrock und vermengt sich zu purem Musikgenuss. Auf dem dritten Album wandelt Schiller dann auf den Spuren von Jean-Michel Jarre und präsentiert dem Hörer das zehnteilige Werk „Wanderlust“. Auch hier kann man nur sagen: Besser kann man diese Art von Musik nicht machen:

Trackliste Album 1:

01 – Willkommen 

02 – Harmonia

03 – Universe (feat. Tricia McTeague)

04 – Dreamcatcher (feat. Jhyve)

05 – Baum des Lebens

06 – Avalance (feat. SCHWARZ)

07 – Das goldene Tor (feat. Yalda Abbasi)

08 – Berlin Tehran (Miniatur)

09 – In Between (feat. Jan Blomqvist)

10 – Morgenstund (feat. Nena)

11 – Shangri La

12 – Lichtjahre (feat. Giorgio Moroder)

13 – New Day (feat. SCHWARZ)

14 – Over You

15 – Morgenstern (Ausschnitt) (feat. Tangerine Dream)

16 – Love (feat. Rebecca Fergusson)

Trackliste Album 2:

01 – Aurora

02 – Kronos

03 – Poseidon

04 – Shangri La (Orchester Version)

05 – Aphrodite

06 – Berlin Tehran

07 – Die Farben der Nacht 08 – Morgenstern, Pt. 1 (feat. Tangerine Dream)

09 – Morgenstern, Pt. 2 (feat. Tangerine Dream)

10 – Morgenstern, Pt. 3 (feat. Tangerine Dream)

11 – Morgenstern, Pt. 4 (feat. Tangerine Dream)

12 – Morgenstern, Pt. 5 (feat. Tangerine Dream)

13 – Morgenstern, Pt. 6 (feat. Tangerine Dream)

14 – Morgenstern, Pt. 7 (feat. Tangerine Dream)

15 – Morgenstern, Pt. 8 (feat. Tangerine Dream)

16 – Morgenstern, Pt. 9 (feat. Tangerine Dream)

Trackliste Album 3:

01 – Wanderlust I

02 – Wanderlust II

03 – Wanderlust III

04 – Wanderlust IV

05 – Wanderlust V

06 – Wanderlust VI

07 – Wanderlust VII

08 – Wanderlust VIII

09 – Wanderlust IX

10 – Wanderlust X

Fazit:

Schiller ist mit „Morgenstund“ ein wahrhaft epochales Meisterwerk der elektronischen Musik gelungen. Obwohl ich eindeutig der harten Musik zugetan bin, haben mich die Klänge von Christopher von Deylen von Beginn an begleitet. Wo mich „Future“ zuletzt eher etwas enttäuscht hat, ist „Morgenstund“ ein tolles Werk, das die klassischen Schiller-Elemente mit dem neuen Sound vereint. Und allein für die Zusammenarbeit mit Tangerine Dream kann man nur den Hut ziehen. Wer sich für die Streaming-Ausgabe des Albums entscheidet, bekommt zwar keine Videos, dafür aber über drei Stunden hervorragende Musik zum Entspannen. 

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