Nicole Lontzek

Rezension von: Rezension.org | Rezensionsdatum:

Warum wolltest Du Autor werden?

Ich habe schon immer gern gute Texte gelesen. Das ging schon in jungen Jahren los. Damals waren es meistes Romane oder Kriminalgeschichten. Die Inhalte, die ich heute lese, haben sich ein wenig geändert, aber die Leidenschaft am Lesen ist geblieben. Hinzu kommt, dass es in meiner Branche sehr schnelllebig zugeht und gerade die Digitalisierung hat das Potential für große Hebel, wenn man sie richtig einsetzt. Das funktioniert aber nur, dann wenn man beginnt sich einzumischen und den Status Quo nicht einfach nur hinnimmt oder passiv auf sich einwirken lässt. Und da ich beschlossen habe, dass positive Veränderung nur dann eintreten kann, wenn man sich einmischt, habe ich mich dazu entschieden ein Buch zu schreiben.

Wie bist Du dazu gekommen?

Der initiale Gedanke dazu kam mir im Oktober 2020, währen der zweiten Coronawelle. Ich habe begonnen mich tiefgehend mit Themen wie der Zeit oder der Digitalisierung im weiteren Kontext auseinanderzusetzen und den ganz großen Bogen zu spannen. Für mich war wichtig einmal herauszuarbeiten, wie die Dinge übergeordnet zusammenhängen. Warum wollen wir Prozesse wirklich vereinfachen oder die Trägheit aus Systemen nehmen? Ist es die höhere Stückzahl an Gütern, die sich produzieren lässt oder handelt es sich bei dem zugrundeliegenden Bedürfnis nicht doch eher um die Frage wie man seine Zeit gewinnbringend und sinnhaft vollbringen kann?

War es ein schwerer oder einfacher Weg?

Zu Beginn war es ein wenig mühsam die Gedanken zu sortieren und zu überlegen, wie man die eigenen Ideen in ein übergeordnetes Konzept bringen kann, so dass der Leser auch nachvollziehen kann worum es im Einzelnen geht. Darüber hinaus war es mir wichtig, dass es den Menschen Vergnügen bereitet in dem Buch zu lesen. Schwere Lektüre gibt es genug in denen Leute mit Fachwissen um sich schlagen und den Leser beinahe damit erschlagen.

Sobald der Weg und die Botschaft des Buches einmal klar war, fiel das Schreiben dann relativ leicht. Interessanterweise bin ich bei der Recherche immer wieder an neue Themen herangestoßen, die für sich genommen schon so interessant waren, dass es sich gelohnt hätte allein darüber ein eigenes Buch zu schreiben.

Welches Genre interessiert Dich am meisten?

Krimis lese ich immer noch gerne. Hinzu gekommen sind Thriller und jede Menge Sachbücher zu allen möglichen Themen rund um Management, Digitalisierung oder die Verwendung von Daten im Allgemeinen.

Was machst Du beruflich?

Ich bin Marketingleiterin bei einem Unternehmen, das mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Elektronikentwicklung automatisiert. Mittlerweile bin ich seit über einer Dekade im Digitalmarketing tätig und habe unterschiedliche Projekte von der Tourismusbranche bis hin zu Softwareunternehmen betreut.

Was war Deine interessanteste Erfahrung als Autor?

Zum einen war das der eigene Lernprozess beim Recherchieren und beim Herstellen von Zusammenhängen und zum anderen waren es die wunderbaren und die zum Teil intellektuell herausfordernden Gespräche, die ich mit meinen Interviewpartnern führen durfte.

Worum geht es in Deinem neuesten Buch?

„Digitale Zeitmacher – was wir jetzt gewinnen“ beschäftigt sich mit der Frage was Zeit eigentlich ist und zwar aus der Perspektive der Philosophie und aus der Perspektive der Physik und was das für uns in der alltäglichen Lebensgestaltung bedeutet. So viel sei verraten: Bislang haben wir keine Möglichkeit gefunden sie zu replizieren. Daher sollten wir sinnvoll mit ihr umgehen. Und hier kommt die Digitalisierung zum Tragen. Die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen ist eine wunderbare Möglichkeit wieder mehr Freiraum zu schaffen für die Dinge, die uns wirklich wichtig sind. Das Buch beleuchtet verschiedene Beispiele aus komplett unterschiedlichen Branchen und Bereichen und zeigt auf was möglich ist. Denn am Ende geht es bei allem um nicht weniger als unsere eigene Lebenszeit.

An wen richtet sich das Buch besonders?

An Menschen, die sich mit der Digitalisierung befassen, aber denen vielleicht noch der ein oder andere Anknüpfungspunkt fehlt oder ein schlagendes Argument, warum sie das Thema aktiv angehen sollen.

Wie bist Du auf den Titel gekommen?

„Digitale Zeitmacher“ entstand durch die Idee, dass wir durch Prozessautomatisierung Freiräume für Zeit schaffen. Also Zeit, für bestimmte Dinge. Wir „machen“ Zeit natürlich nicht, aber das Freisetzen von Zeit, die vorher mit anderen Dingen blockiert war, ist ein aktiver Akt des Schaffens. Daher „Zeitmacher.“

Hast Du das Cover selbst gestaltet?

Nein, das war mein wundervoller Designer.

Gab es professionelle Hilfe durch Layouter, Lektoren, Verlage, etc?

Ja, auf jeden Fall. Sowohl bei den Illustrationen, beim Layout als auch beim Lektorat und ich würde das auch jedem Autor oder die, die es werden wollen, ans Herz legen sich Hilfe zu holen. Gerade das Lektorat spiegelt einem nochmal zurück wie die Gedanken strukturiert sind und gibt wertvolles Feedback.

Wie geht es weiter?

Die Entwicklung der Technologien geht rasant voran. Wenn wir die Innovationen nicht hierzulande entwickeln, dann übernehmen das andere Länder und Großmächte, wie die oder China. Letztlich können wir uns die Frage stellen, ob wir Vorreiter oder Mitläufer sein wollen. Allzulange dürfen wir uns damit aber keine Zeit lassen, denn sonst werden wir abgehängt. Und dementsprechend werde ich nicht aufhören mich weiter mit dem Thema zu beschäftigen und mich dafür einsetzen die Digitalisierung weiter voranzutreiben. Ich möchte nicht ausschließen, dass ich in den kommenden Jahren weitere Bücher dazu veröffentliche.

Hast Du eine eigene Webseite?

Ja, die gibt es. Sie widmet sich dem Buch und den Interviewpartnern, mit denen ich im Entstehungsprozess im Austausch war. Die Website lautet: www.digitalezeitmacher.de

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