Noch Mal!

Autorenwertung
  • Aufmachung
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  • Bedienung
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  • Spielspaß
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  • Langzeitspaß
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  • Unterhaltung
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  • Gesamt
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Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Moderne Zeiten: Kein einfacher Kniffelblock mit einfachen Zahlenkombinationen drauf, sondern ein buntes, sternenübersätes Panoptikum ist beim neusten Würfelspiel aus dem Würfelverlag schlechthin – – die Grundlage. Und die muss man auch ziemlich genau überblicken, denn Noch Mal! ist zwar ein klassisches Würfelspiel, hat aber auch viele Elemente moderner Tetris/Minesweeper-Computerspielvarianten, denn es geht darum Blöcke von zusammenliegenden Farben anzukreuzen und damit Vorlagen für Punkte zu generieren. Gleiches gilt für komplett angekreuzte Spalten oder Farben. Das Ganze ist dann eingebettet in mehr oder weniger simple Regeln, wer wann was anzukreuzen hat. Vor allen Dingen der erste Spieler, der etwas erreicht, bekommt mehr Punkte als diejenigen, die später dass Gleiche schaffen.

Als launige Würze gibt es auf den Zahlenwürfel, die neben den Farbwürfeln die Grundlage des Spiels sind, Joker, die man beliebig einsetzen kann, und die man ebenso vom Block streichen muss. Kurzum: der Spielblock ist das gesamte Universum und für alle Spieler gelten die geworfenen Würfel eines Wurfes jeden Spielers (mit der Ausnahme das der Würfelnde sich zwei heraussuchen kann, die für die Anderen nicht mehr möglich sind). Das bedeutet für den Ablauf: keine Wartezeiten, jeder hat die gleichen Voraussetzungen (und Spielblöcke), das Spiel läuft flüssig und es geht im Grunde nur darum, wer das Beste aus den Möglichkeiten macht. So was gab es im Hause Schmidt auch schon mit dem feinen Spielchen „Extra“, das aufgrund der Simplizität und gleichzetigen Genialität aber ein Spur interessanter daherkommt.

Noch Mal! ist sicherlich kein Suchtspiel wie die Kniffelvarianten oder andere sehr gute und bekannte Spiele aus dem gleichen Verlag (siehe oben: „Extra“). Der angepriesene Wiederspielwert ist okay, aber nicht so hoch, dass es wie Kinder schreit: Noch mal. Woran liegt es? Da wäre zum Einen die Routine, die sich nach einer Zeit einstellt, denn leider sind es immer die gleichen Spielblöcke. Das wäre eventuell für eine Zweitauflage sicher erstrebenswert, noch mehr Spielpläne zu entwickeln, wo es sich der Spieler auch jedes Mal neu erfinden muss und die geometrische Farbenanordnung zu durchschauen und strategisch klug zu bespielen. Zum Anderen machen Spiele – egal welchen Alters – besonders dann von sich reden, wenn sie mit wenig viel erreichen. Kniffel ist hier das beste Beispiel, genauso wie Vier gewinnt. Da braucht es keine Farben und Formen, sondern die reine Spielidee. Bei Nochmal ist es genau umgekehrt. Der futuristische Spielplan, die vielen Regeln für Punkte und die schönen, aber eben ungewohnten Würfel zeugen von starker künstlerischer Kraft, aber auch ein wenig von spielerischer Übertriebenheit.

Fazit: Ein nettes Spiel, was so viel heißt wie: solide, gut durchdacht, kurzweilig, gerne als Absacker, optimal für Alleinspieler oder Familien mit Kindern, aber eben kein Highlight der Spielwelt, weil zu umständlich bzw. zu wenig taktischem Tiefgang. Letzterem kann man mit neuen Blöcken oder Regeln aber entgegenwirken.

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