One Shot

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

SO MUSS HARDROCK KLINGEN!

Der Sänger:

Als Paul Christensen wurde 1964 im dänischen Vejle geboren. Zusammen mit seinem Freund Kenneth Hansen gründe er 1981 die Pretty Maids. Ursprünglich als Coverband an den Start gegangen, begannen die Musiker eigene Songs zu schreiben. Und so entwickelte sich die Gruppe zum dänischen Nummer 1-Export in Sachen Hardrock. war Ronnie Atkins erstmals auf einem Album von zu hören und gehört seit dem auch zum Tourtross der All-Star-Band. Im Oktober 2019 gab Ronnie Atkins bekannt, dass er an Lungenkrebs leidet. Inzwischen hat sich die Krankheit so weit verschlimmert, dass sie als nicht mehr heilbar gilt.

Das Album:

Angesichts der niederschmetternden Diagnose fällt es einem schwer, dieses Album befreit anzuhören. Auch Ronnie Atkins ist es wohl schwergefallen, lange Zeit überhaupt eine Note zu singen. Doch dank der Hilfe von Chris Laney, dem Keyboarder der Pretty Maids, wagte er sich an ein neues Werk und legt jetzt sein erstes Soloalbum „One Shot“ vor. Und sollte es irgendwann so kommen, dass es sein Vermächtnis wird, dann kann man Ronnie Atkins attestieren, dass er ein echtes Meisterwerk hinterlassen hat.

Ohne Übertreibung haucht Ronnie Atkins hier einer Musikrichtung so viel Leben ein, die seit Jahren stagniert und nur wenige, wirklich herausragende Alben hervorbringt. „One Shot“ ist ein solches Album, da hier die Mischung aus Härte, Melodie, Kitsch, Pathos absolut ausgeglichen ist. Schon bei den ersten Takten des Openers „Real“ hat der geneigte Hörer ein breites Lächeln im Gesicht. Und das verschwindet erst, wenn die letzten Töne von „When Dreams Are Not Enough“ verklungen sind. Dazwischen gibt es eine Perle nach der anderen. Jeder Song ist ein Volltreffer und überzeugt nicht zuletzt durch die Stimme vom Ronnie Atkins. Insbesondere bei „Miles Away“ mag man nicht glauben, dass hier ein Mann am Mikrofon steht, der unheilbar an Lungenkrebs erkrankt ist.

Für dieses Projekt hat Ronnie Atkins eine illustre Schar toller Musiker um sich geschart. Pontus Norgren von HammerFall ist ebenso zu hören, wie Kee Marcello von Europe. Natürlich ist auch dabei, mit dem er bei Avantasia zusammengearbeitet hat. Selbst Björn Strid von Soilwork unterstützt hier. Das alles unter der Führung von Chris Laney, der, wie eingangs erwähnt, Ronnie Atkins immer wieder ermutigt hat, dieses Album wirklich zu machen.

Trackliste:

01 – Real

02 – Scorpio 

03 – One Shot

04 – Subjugated

05 – Frequency Of Love

06 – Before The Rise Of An Empire

07 – Miles Away

08 – Picture Yourself

09 – I Prophesize

10 – One By One

11 – When Dreams Are Not Enough

Fazit:

Auch ohne die fast schon dramatische Geschichte von Ronnie Atkins ist „One Shot“ ein herausragend gutes Hardrock-Album. Wer nur im Ansatz eine Vorliebe für diese Musik hat, sollte sich dieses Album anhören. Besser kann man melodiösen Hardrock nicht präsentieren. Zumal Ronnie Atkins, davon konnte ich mich mehrfach live überzeugen, zu den großen Stimmen dieses Genres gehört.

Bewertung:

Musik: 5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 5

Abwechslung: 4

Hörspaß: 5

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