Only Teardrops

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DENMARK 12 POINTS!

Die Sängerin:

wurde 1993 in Randers, Dänemark geboren. Die Liebe zur Musik entdeckte sie schon in Kinderjahren. Seit ihrem neunten Lebensjahr sang sie in einem Kirchen- und Gospelchor und arbeitete seit ihrem vierzehnten mit dem schottischen Musiker Fraser Neill zusammen, mit dem sie auf diversen Festivals auftrat. Seit 2012 schreibt sie eigene Songtexte und siegte mit ihrem Song „Only Teardrops“ beim dänischen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest, den sie am 18.05.2013 gewann.

Das Album:

Nach ihrem Erfolg beim dänischen Vorentscheid unterschrieb einen Plattenvertrag bei Universal und ging mit den Produzenten Bjornskov, Jacob Glaesner, Thomas Stensgaard und Frederik Thaae ins Studio, um ihr erstes aufzunehmen. Nach dem Sieg beim ESC stellt sich natürlich die Frage, ob die junge Sängerin auch auf einem Longplayer überzeugt oder ob der Erfolg im Mai nur ein Strohfeuer gewesen ist.

Nach der Overtüre, in der das Thema von „Only Teardrops“ zu hören ist, startet das mit „Hunter & Pray“, einer eingängigen Nummer, die schon andeutet, das wohl mehr als ein kurzlebiges One-Hit-Wonder ist. Mit „Change“ wird dieser Eindruck verstärkt. Der Titel ist ein richtig guter Popsong, der beim ESC sicher auch Chancen gehabt hätte. Als dritter Titel folgt „Only Teardrops“, der völlig zurecht quer durch Europa mit zwölf Punkten versehen wurde. Spätestens jetzt hat die junge Dänin den Hörer auf ihrer Seite.

Nach drei tollen Songs ist die Erwartung an das restliche Material natürlich hoch. Aber kann weiter überzeugen. „Beat The Speed Of Sound“, „Let It Fall“ und vor allem „Force Of Nature“ sind Titel, die Spaß machen und die man der Sängerin nicht unbedingt zugetraut hat. Gerade ihre warme Stimme nimmt den Hörer immer wieder gefangen. Sicher erfindet sie die Popmusik nicht neu und ihre Titel schielen allesamt auf den keltischen Einfluss der gerade „Only Teardrops“ so besonders macht. Doch statt müder Plagiate haben alle Titel genügend Profil, um ebenfalls zu überzeugen. Lediglich die Symphonic Version von „Only Teardrops“ hat mir nicht so gut gefallen, da gerade die Elemente fehlen, die den Song ausmachen.

Trackliste:

01 – Teardrops Overture

02 – Hunter & Prey

03 – Change

04 – Only Teardrops

05 – What Are You Waiting For

06 – Haunted Heart

07 – Force Of Nature

08 – Beat The Speed Of Sound

09 – Soldier Of Love

10 – Running In My Sleep

11 – Let It Fall

12 – Only Teardrops (Symphonic Version)

 

Fazit:

ist sicher eine der Popüberraschungen des Jahres. Nach ihrem souveränen ESC-Sieg legt sie ein richtig gutes vor. Sehr erfreulich ist die Tatsache, das „Only Teardrops“ nicht der Übersong ist, sondern einer von vielen Perlen. Gerade „Change“ oder „Force Of Nature“ haben das Zeug zu weiteren Hits. Insgesamt ein grundsolides, hörenswertes Popalbum einer jungen und unverbrauchten Stimme.

 


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