Queen Of Time

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

EIN WAHRHAFT KÖNIGLICHES ALBUM!

Die Band:

Seit über zwanzig Jahren macht die finnische Band Musik und hat sich in dieser Zeit zu einer der erfolgreichsten Metalbands gemausert. Dabei war der Sound zahlreichen Wandlungen unterlegen. Ursprünglich eine reine Death-Metal-Combo fanden auch Progressive Metal und folkloristische Töne den Weg in die Musik von . Als wahrer Glücksgriff entpuppte sich der Einstieg von Sänger im Jahr 2005. Erstmals auf dem Album „Silent Water“ zu hören, lobten Fachpresse und Fans das Wek. Seitdem verstehen es die Finnen, ihren Sound aus Growlpassagen, Joutsens toller Cleanstimme und eingängigen Melodien zu mischen. Folgerichtig heimste die Band auch für die folgenden Alben überragende Kritiken ein und wurde mit dem letzten Longplayer „“ mit der ersten Top Ten Platzierung in Deutschland belohnt.

Das Album:

Drei lange Jahre haben Amorphis ihre Anhänger auf das neue Werk warten lassen. Dafür versprachen sie im Vorfeld einiges: Erstmals waren sie mit einem Orchester und einem Chor im Studio, zudem sollte es ein Konzeptalbum werden. Mit dem vorab ausgekoppelten „The Bee“ legten die Finnen dann auch schon einen Appetithappen vor, der mehr als neugierig machte. 

Jetzt ist die Königin der Zeit da und macht einfach nur sprachlos. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass Amorphis derzeit kunkorrenzlos sind. Das sieht man auch an den weltweiten Musikredaktionen, die dieses Werk der Gruppe in den Himmel loben. Und das vollkommen zurecht, denn wie aktuell keine andere Band, vereinen Amorphis ganz unterschiedliche Details in ihrer Musik. Sie kommen aus der Death Metal Ecke und haben ihren Sound über die Jahre angereichert und einen eigenen Still gefunden. Klavier, Flöte und Bläser gehörten bereits in den letzten Jahren zum Repertoire. Jetzt sind noch orchestrale Elemente dazukommen, sodass Amorphis ihren Landsmännern von Nightwish eine lange Nase zeigen. Hinzu kommt, dieses unglaubliche Gespür für Melodien, die eingängig und die trotzdem so abwechslungsreich sind, dass ein zehnter oder zwanzigster Hördurchgang überhaupt nicht langweilig wird. 

Jeder der zwölf Titel ist ein kleines Meisterwerk. Da sind die für Amorphis typischen Songs wie „Message in The Amber“, „Wrong Direction“ oder der abschließende Bonustrack „Brother And Sister“, die durch eine zwar schon oft gehörte Spielfreude dominiert werden, die aber in dieser Brillanz und Qualität immer wieder Spaß machen. Doch egal, was Amorphis probieren: Es gelingt: Orientalische Klänge wie bei „Grain of Sand“, das am Black Metal orientierte „Daughter of Hate“ oder folkloristische Föten wie bei „We Accursed“ – Amorphis bringen jeden Song auf den Punkt.

Sicher ist diese Leistung eine geschlossene Bandsache, doch man kommt nicht umher einen Mann zu würdigen, mit dessen Einstieg der Aufstieg von Amprphis begann. Sänger Tomi Joutsen. Bereits in meinen Rezensionen zu den letzten Amorphis-Werken bin ich nicht vorbei gekommen, ihn besonders zu erwähnen. Dies muss auch bei „“ so sein, denn durch seine wirklich sprachlos machende Mischung aus düsteren Growls und einer zum niederknien tollen Cleanstimme werden die Songs das, was sie sind: Meisterwerke!

Trackliste:

01 – The Bee

02 – Message in The Amber

03 – Daughter of Hate

04 – The Golden Elk

05 – Wrong Direction

06 – Heart of The Giant

07 – We Accursed

08 – Grain of Sand

09 – Amongst Stars

10 – Pyres On The Coast

11 – As Mountains Crumble (Bonus Track)

12 – Brother And Sister (Bonus Track)

Fazit:

„Queen of Time“ ist abermals ein wirklich herausragendes Album. In absoluter Perfektion spielen Amorphis mit einer Mischung aus Death Metal, Folk und Bombast, die ebenso radiotauglich wie experimentierfreudig ist. Ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass es 2018 kaum noch Alben geben wird, die diese Klasse erreichen.  

 

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