Rübezahl

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DER GRANDSIGNEUR DER NEUEN DEUTSCHEN WELLE UND HÄRTE!

Der Sänger:

wurde 1949 in Hamburg geboren. Bereits 1974 unterzeichnete er einen Plattenvertrag, der wegen Ausbleibens kommerzieller Erfolge aufgelöst wurde. Mit der Rockband Duesenberg konnte er Mitte 1976 dann erste Erfolge feiern. 1980 nahm er das Album „Silberblick“ auf und stellte es der Plattenfirma WEA vor, die ihn unter Vertrag nahm. Mit der ausgekoppelten Single „Goldener Reiter“ wurde zu einem der Vorreiter der Neuen Deutschen Welle. Auch das zweite Album „Edelweiß“ konnte sich in den deutschen Charts platzieren, bevor es lange Zeit ruhig um wurde. Erst im Zuge der aufkommenden Neuen Deutschen Härte gelang ihm mit dem Hit „Die Flut“ und dem Album „Bayreuth 1“ ein fulminantes Comeback. 

Das Album:

Seit „Bayreuth 1“ konnte sich jedes der folgenden acht Alben in den deutschen Charts platzieren. Dabei hat sich Joachim Witt stets neu erfunden. Die letzten beiden Longplayer („ICH“, „Thron“) hat er über Crowdfunding produziert, wovon er sich eine größere künstlerische Freiheit und einen engeren Kontakt zu seinen Fans versprochen hat. Da diese Idee aufgegangen ist, hat Joachim Witt diese Vorgehensweise auch für sein neues Album beibehalten. 

Für „“ hat er sich jedoch weitere Unterstützung geholt: , Frontmann der Band Lord Of The Lost fungiert bei „Rübezahl“ als Produzent. Und bereits der erste Titel „Herr der Berge“ könnte epische, düsterer und eindrucksvoller kaum sein. Einer der besten deutschen Rocksongs der letzten Jahre und ein vielversprechender Auftakt, dem zahlreiche Höhepunkte folgen: „Dämon“ forciert den Stil der Bayreuth-Alben, „Quo Vadis“ sollte gerade live ein Erlebnis werden und „Wofür du stehst“ zeigt Joachim Witt von balladesker, aber keineswegs kitschiger Seite. Vielmehr untermauert der Hamburger Junge, dass er auch im stolzen Alter von 69 Lenzen noch zu den großen Literaten der deutschen Rockmusik gehört. 

Kritik? Vielleicht die etwas mangelnde Abwechslung, die dafür sorgt, dass einem die Spieldauer von fast einer Stunde recht lang vorkommt. Doch die Qualität der Songs ist einfach zu gut, um einzelne Titel zu überspringen. Sonst noch was? Ach ja, ein Cover von Falcos „Jeanny, Pt. 1“ ist per se ja schon eine Sünde. Wenn den Titel jemand covern darf, dann Joachim Witt …

Trackliste:

01 – Herr der Berge

02 – Ich will leben

03 – Dämon

04 – Goldrausch

05 – Mein Diamant

06 – Wofür du stehst

07 – Quo Vadis (feat. U96)

08 – 1000 Seelen (feat. Chris Harms)

09 – Eis & Schnee

10 – Agonie

11 – Wenn der Winter kommt

12 – Leben und Tod

13 – Wiedersehen woanders

14 – Jeanny, Pt.1 (feat. Major Voice)

Fazit:

Mit fast siebzig Jahren kann Joachim Witt durchaus als Grandsigneur der Neuen Deutschen Welle und Härte bezeichnet werden. „Rübezahl“ ist ein bärenstarkes Album, das vielleicht um zwei, drei Titel zu lang geraten ist, dass aber trotzdem Witts Klasse und seine Bedeutung für die deutsche Pop- und Rockmusik untermauert. 

 

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