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Sakrileg - The Da Vinci Code

4,5 von 5 von Rezension.org · 2008-08-22 · aktualisiert 2026-07-28

Kurzfazit: Spannende Bestsellerverfilmung, die der Romanvorlage kaum nachsteht.

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Worum geht es in The Da Vinci Code?

Robert Langdon, Professor für Symbolik, hält in Paris ein Seminar über bekannte Symbole. Nach dem Seminar gibt er noch eine Autogrammstunde für seine Fans. Doch er wird von der Polizei unterbrochen. Jacques Sauniére, der Museumsdirektor des Louvre, wurde ermordet. Robert kennt den Mann nicht, doch hatte der ihn um einen Termin gebeten, war aber zum Termin nicht erschienen. Die Polizei bittet Robert zum Tatort mitzukommen, da sich der Direktor bevor er starb mit seltsamen Symbolen auf dem Boden zurechtgelegt hatte.

Die Handlung Schritt für Schritt

Die Kryptografin

Am Tatort bietet sich Robert ein Bild des Grauens. Sauniére hatte sich mit eigenem Blut angemalt und hat einen Code auf den Boden geschrieben. Robert kann sich nicht erklären, wieso Sauniére das gemacht hat, geschweige denn, wozu. Die Kryptografin Sophie Neveu wird auch zum Tatort gerufen. Sie bringt Langdon dazu, auf die Toilette zu verschwinden um sich frisch zu machen. Sophie folgt ihm und erklärt ihm die Situation: Sie weiß, dass Sauniére ihr eine Nachricht hinterlassen wollte. Denn Sauniére war ihr Großvater. Und Sophie weiß, dass ihr Großvater ihr etwas mitteilen wollte. Vor allem aber weist sie Langdon darauf hin, dass die Polizei ihn verdächtigte, Jacques Sauniére ermordet zu haben.

Der Code

Sie überlisten die Polizei und kehren allein zum Tatort zurück. Sauniére hatte einen geheimen Code auf den Boden geschrieben. Robert und Sophie entschlüsseln ihn und finden somit den nächsten Hinweis: die Mona Lisa. Auf diesem Bild finden sie den nächsten Hinweis. Der führt zu einem anderen Bild: Die Madonna in der Felsengrotte. Dort finden sie einen Schlüssel. Sie entkommen nur knapp der Polizei. Der Schlüssel und der Code weisen auf eine sagenumwobene Bruderschaft hin.

Silas

Sie finden heraus, dass Sauniére der Großmeister einer Bruderschaft war, die einen Schatz hütet. Den heiligen Gral. Und sie finden heraus, dass die vier Sénéchaux, die den Großmeister beschützen sollen, alle tot sind. Getötet von einem Albino, der für Opus Dei arbeitet.

Die Flucht

Der Schlüssel führt Sophie und Robert zu einem Bankschließfach, in dem eine Schatulle verborgen ist. Der Bankdirektor hilft ihnen, spielt aber ein falsches Spiel. Doch sie können entkommen. Bei dem Freund und Kunstkenner Leigh Teabing kommen sie unter. Der erzählt Sophie das Geheimnis des heiligen Gral! Um ihn zu finden, fliehen sie nach London.

Dort beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod. Werden sie den wahren Mörder finden? Und finden sie auch den heiligen Gral?

Hintergrund zum Film

Der Film kam 2006 unter der Regie von Ron Howard in die Kinos und beruht auf dem Weltbestseller von Dan Brown. Die Kinofassung läuft rund 149 Minuten, das Produktionsbudget lag bei etwa 125 Millionen US-Dollar. Kommerziell war das ein großer Erfolg: Weltweit spielte der Film weit über 700 Millionen US-Dollar ein und war damit einer der erfolgreichsten Titel des Jahres 2006.

Die Kritik sah das deutlich anders. Auf Rotten Tomatoes liegt die Bewertung bei rund 25 Prozent, die Rezensionen fielen überwiegend negativ aus. Bemängelt wurde vor allem, dass der Film die Erklärlast des Romans mitschleppt. Wer das Buch mag, wird diesen Punkt anders gewichten, denn genau diese Rätselketten sind der Reiz der Geschichte.

Die Rolle von Opus Dei und dem Gral

Wichtig für die Einordnung: Alles, was der Film über die Bruderschaft, die Gralslegende und die dahinterstehende Verschwörung erzählt, ist Fiktion. Opus Dei ist eine reale Einrichtung der katholischen Kirche, die im Film als Institution auftaucht, die Handlung um Silas und die Morde ist erfunden. Der Stoff hat nach Erscheinen von Roman und Film für erhebliche Diskussionen gesorgt, und wer den Film als Thriller nimmt statt als Geschichtsstunde, hat den größten Teil davon hinter sich.

Besetzung und Stab

Robert Langdon - Tom Hanks Sophie Neveu - Audrey Tautou Silas - Paul Bettany Sir Leigh Teabing - Ian McKellen Bischof Aringarosa - Alfred Molina Bézu Fache - Jean Reno André Vernet - Jürgen Prochnow Jacques Sauniére - Jean-Pierre Marielle

Regie: Ron Howard Sony Pictures Home Entertainment

Herausragend ist Ian McKellen als Leigh Teabing, der die langen Erklärpassagen zum Gral trägt und ihnen sichtbar Spaß abgewinnt. Paul Bettany gibt Silas als getriebene und nicht als bloß bösartige Figur, und Jean Reno bringt den nötigen Druck als ermittelnder Polizist. Tom Hanks wirkt in der Rolle des Symbolforschers zurückhaltender, als man es von ihm gewohnt ist, was zur Figur passt.

Kinofassung oder Extended Version?

Die erweiterte Fassung fügt zusätzliche Szenen ein und gibt der Rätselebene mehr Raum. Wer den Film nur einmal sehen will, ist mit der Kinofassung besser bedient, weil sie strenger erzählt. Wer die Geschichte kennt und sich für Details interessiert, greift zur Extended Version. Das Bonusmaterial der zweiten Disc lohnt sich in beiden Fällen.

DVD-Specials

Disc 1:

  • Verschiedene Trailer Disc 2:
  • Der erste Tag am Set mit Ron Howard
  • Dan Brown erzählt
  • Ein Porträt über Robert Langdon
  • Wer ist Sophie Neveu?
  • „Unusual Suspects“ - Internationale Besetzung
  • Magische Plätze
  • Nahaufnahme - Mona Lisa
  • Die Reise der Filmemacher
  • Die Zeichen in „The Da Vinci Code - Sakrileg“
  • Die Musik in „The Da Vinci Code - Sakrileg“

Für wen lohnt sich der Film?

Für Zuschauer, die Verschwörungsthriller mögen und sich gern mitraten lassen, ist der Film eine sichere Bank. Auch als Einstieg in die Langdon-Reihe funktioniert er, weil die Figur hier eingeführt wird. Wer Kunstgeschichte, Paris und London als Kulisse schätzt, bekommt einige sehr schön fotografierte Schauplätze.

Weniger geeignet ist der Film für Zuschauer, die viel Action erwarten. Es wird geredet, kombiniert und geflohen, aber kaum gekämpft. Und wer sich an der freien Verwendung religionsgeschichtlicher Motive stört, sollte den Bogen darum machen.

Fazit: Lohnt sich The Da Vinci Code?

Ein superspannender Film, der mich mehr als begeistert hat. Schon vom Buch war ich sehr fasziniert. Meist ist es ja so, dass der Film nicht ans Buch heran kommt. Doch in diesem Fall ist es nicht so. Der Film, der zwar ein paar Abweichungen vom Buch aufweist, ist auf alle Fälle genauso gut wie die Vorlage. Tolle Schauspieler (obwohl ich im Vorfeld sehr voreingenommen war gegen Tom Hanks), gute Story. Vor allem die Extended Version ist schön gemacht.

Dass die Fachkritik damals überwiegend abwinkte, ändert daran wenig. Der Film macht genau das, was die Vorlage verspricht: Er hält 149 Minuten lang die Neugier wach und schickt seine Figuren durch ein Rätsel, dessen Auflösung man wissen will.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in Sakrileg - The Da Vinci Code?

Der Symbolforscher Robert Langdon wird nach dem Mord am Louvre-Direktor Jacques Sauniére als Zeuge an den Tatort geholt und gerät selbst unter Verdacht. Gemeinsam mit der Kryptografin Sophie Neveu entschlüsselt er eine Kette von Hinweisen, die in Gemälden von Leonardo da Vinci versteckt sind. Die Spur führt zu einer Geheimbruderschaft und zum Geheimnis des heiligen Grals.

Wer spielt in The Da Vinci Code mit?

Tom Hanks spielt Robert Langdon und Audrey Tautou die Kryptografin Sophie Neveu. In weiteren Rollen sind Ian McKellen als Sir Leigh Teabing, Paul Bettany als Silas, Alfred Molina als Bischof Aringarosa, Jean Reno als Bézu Fache und Jürgen Prochnow als André Vernet zu sehen.

Wie unterscheidet sich der Film vom Buch?

Der Film folgt der Romanvorlage von Dan Brown in den Grundzügen, kürzt aber Nebenstränge und Erklärpassagen und verändert einzelne Details. Wer das Buch kennt, wird Abweichungen bemerken, die Auflösung bleibt aber dieselbe. Als Verfilmung eines sehr dialoglastigen Romans ist das Ergebnis erstaunlich flüssig.

Was bringt die Extended Version auf DVD?

Die erweiterte Fassung enthält zusätzliche Szenen, die vor allem Erklärungen und Nebenfiguren mehr Raum geben. Wer die Kinofassung kennt und die Rätselebene mag, bekommt hier die etwas ausführlichere Variante. Die zweite Disc der Ausgabe liefert außerdem umfangreiches Bonusmaterial.

Wie kam der Film bei Publikum und Kritik an?

Beim Publikum war der Film ein großer Erfolg und spielte weltweit weit über 700 Millionen US-Dollar ein, bei einem Budget von rund 125 Millionen. Die Kritik reagierte deutlich reservierter, auf Rotten Tomatoes liegt die Bewertung bei etwa 25 Prozent.

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