Schiller – Illuminate

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VIEL MASSE, VIEL ABWECHSLUNG UND DES JUBILÄUMS WÜRDIG!

Der Musiker:

Seit über zwanzig Jahren ist der Berliner Musiker Christopher von Deylen mit dem Musikprojekt Schiller unterwegs. Dabei hat er sich nicht nur im deutschsprachigen Raum zu einem wahren Meister der elektronischen Popmusik gemausert, der sich nur ungern in eine Schublade stecken lassen möchte. In seiner Musik verarbeitet er ganz unterschiedliche Einflüsse: Pop, Dance, Techno, Ambient, New Wave. Von Deylen ist für jedes Experiment zu haben, was auch die verschiedenartigen Gastmusiker wie Sarah Brightmann, Peter Heppner, Xavier Naidoo oder Lang Lang unter Beweis stellen, die auf den bisherigen Alben mitgewirkt haben.

Das Album:

Zu seinem 25. Jubiläum will Christopher von Deylen seinen Fans etwas bieten. Neben einer großen Arenatour ist es vor allem das neue Album „Illuminate“, dass als Doppelalbum mit insgesamt 28 neuen Songs daherkommt und eine Spielzeit von rund 2,5 Stunden hat. Das nenne ich mal ein Pfund. Wobei natürlich die Frage im Raum steht, ob es hier mehr Masse als Klasse gibt.

Erwartungsgemäß erfindet Schiller das Rad nicht neu. Er setzt auf ganz bewährte Stilmittel, und lässt das Album mit der rauchigen Stimme der inzwischen verstorbenen Sprecherin Franziska Pigulla beginnen („Willkommen in der Welt von Schiller …). So hat man schon bei den ersten Takten des Openers „Empire Of Light“ das Gefühl im typischen Schiller-Sound angekommen zu sein.

Im Rahmen seiner elektronischen Möglichkeiten liefert Christopher von Dellen dann richtig viel Abwechslung. „Exotica“ oder insbesondere „Love And Tears“ leben von persischen Klängen und den schönen Vocals von Yalda Abbasis, die bereits auf „Morgenstund“ zu hören war. „Arc Céleste“ und „Der Himmel über der Wüste“ stellen eher ruhige Titel dar, die man auf „Colors“ hätte finden können. Auch mit  Thorsten Quaeschning von Tangerine Dream hat sich Schiller wieder zusammengetan. Allerdings bleibt das zwanzigminütige Epos „Midsommar“ ein wenig unter seinen Möglichkeiten. 

Auf der zweiten CD kommen gleichermaßen unterschiedliche Klänge zum Einsatz. Mal ein Dance-Track wie „Lykke“, dann wieder ein etwas düsterer Song („Die schwarze Orchidee“). Und natürlich Titel bei denen Tricia McTeague zu hören ist, die an sich schon kleine Highlights sind. 

Trackliste: 

01 – Willkommen

02 – Empire Of Light

03 – Illuminate (feat. Ro Nova und Tricia McTeague)

04 – Meer der Stille

05 – Exotica

06 – Reisefieber

07 – Arc Céleste (feat. Cedric Monnier)

08 – Der Himmel über der Wüste

09 – Space

10 – La Luna

11 – Ein Morgen im August

12 – Love And Tears (feat. Yalda Abbasi)

13 – Die innere Stimme

14 – Midsommar (feat. Thorsten Quaeschning)

15 – Stardust

16 – What Have We Got (feat. Ro Nova und Tricia McTeague)

17 – Die schwarze Orchidee

18 – Lykke (feat. Typewriter)

19 – Serenity

20 – Quiet Love (feat. Tricia McTeague)

21 – Let’s Watch The Stars 

22 – Oceans Away

23 – El Color De La Luz (feat. Guenter Hass)

24 – Endlos I

25 – Endlos II (feat. Actin Sharivar)

26 – Endlos III

27 – Paradigm Of Peace (feat. Tricia McTeague)

28 – Illuminate (Reprise)

Fazit: 

Christopher von Dellen alias Schiller legt mit „Illuminate“ ein tolles Album vor, das seinem Jubiläum mehr als würdig ist. Vielleicht ist es nicht ganz so innovativ wie „Sehnsucht“ oder „Morgenstund“, aber es bietet für den, der Schiller mag, allerbeste Unterhaltung. 

Bewertung:

Musik: 4,5

Instrumentalisierung: 5

Stimmen: 5

Abwechslung: 4,5

Hörspaß: 5

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