Shock Value 2

Rezension von: Wolfi | Rezensionsdatum:

Shock Value 2 von Timbaland

Trackliste
01 R1; Intro
02 R1; Carry out
03 R1; Lose
04 R1; Meet in tha middle
05 R1; Say something
06 R1; Tomorrow in the bottle
07 R1; We belong to the music
08 – Morning after dark
09 – If we ever meet again
10 – Can you feel it
11 – Ease off the liquor
12 – Undertow
13 – Timothy where you been
14 – Long way down
15 – Marchin‘ on
16 – The one I love
17 – Symphony

Der Künstler
2007 war das Jahr des Timothey Mosley, besser bekannt als Timbaland. Nachdem er zuvor vor allem als Produzent der Topseller „Loose“ (Nelly Furtado) und „FutureSex / LoveSounds“ (Justin Timberlake) in Erscheinung getreten war, wagte Timbaland im Jahr 2007 den Schritt zum eigenen Soloalbum. „Shock Value“ hieß das gute Stück, das damals einschlug wie eine Bombe. Die Singleauskopplungen, darunter Hits wie „Give in to me“, „The way I are“ und dem Überhit „Apologize“, waren überall zu hören. In letzter Zeit wurde es jedoch ruhiger um das in Norfolk (Virginia) geborene Schwergewicht. Damit soll nun Schluss sein – knapp drei Jahre nach dem Erstling bringt Timbaland die Fortsetzung auf den Markt.

Das Album

Manch einer mag sich verwundert die Augen gerieben haben, als er die Liste der Musiker las, die Timbaland für „Shock Value 2“ mit ins Boot holte. Während sich altbewährte Gäste wie Nelly Furtado, OneRepublic, Justin Timberlake und Keri Hilson auf dem Nachfolger wiederfinden, mag der Auftritt der australischen Indierocker von Jet oder Disney-Star Miley Cyrus (der jüngeren Generation bekannt als „ Montana“) durchaus überraschend sein. Allerdings ist gerade ihre Performance einer der Lichtblicke auf diesem Werk, das zuweilen in eintönigem R’n’B-HipHop-Mischmasch zu versinken droht. Für die einen mag es „der typische Timbaland-Sound“ sein, doch die Abwechslung fehlt bei „Shock Value 2“. Da ist man als Zuhörer doch dankbar für erfrischende Momente, zu denen unter anderem auch der Beitrag des kanadischen Rockkauzes Chad Kroeger, Frontmann von gehört.

Ansonsten bietet „Shock Value 2“ viele Beats, die irgendwie alle austauschbar klingen, und dementsprechend schnell wieder aus dem Gedächtnis des Hörers verschwinden werden. Erwähnenswert sind allerdings die Titel „Morning after Dark“, bei der Timbaland eine bis dato gänzlich unbekannte junge Dame aus Frankreich aus dem Hut zaubert. SoShy, die bürgerlich den gar nicht so französisch anmutenden Namen Deborah Epstein trägt, ist seit 2009 bei Timbalands Label unter Vertrag und darf gleich bei der Leadsingle der neuen LP mitwirken. Die zweite Auskopplung des Albums ist „If we ever meet again“ mit der omnipräsenten Katy Perry – nicht schlecht, aber irgendwie auch nichts Besonderes. Von der Kooperation Timbaland/Perry hat man sich mehr versprechen dürfen.

Fazit
„Shock Value 2“ kann nur bedingt in die Fußstapfen seines so erfolgreichen Vorgängers treten. Zwar ist der eine oder andere Track wirklich gut gelungen und lädt wahlweise zum Tanzen, Kopfnicken oder auch mal zum Schmusen ein, allerdings sind auch einige Durchhänger vorhanden. Wer allerdings mit der bisherigen Timbaland-Musik zufrieden war, wird auch an „Shock Value 2“ seine Freude haben.


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