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Silas

5 von 5 Redaktion · 2009-09-21 · aktualisiert 2026-07-28

Kurzfazit: Abenteuerserie mit Herz, die auch Jahrzehnte später noch trägt.

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Worum geht es in Silas?

„Grünspan und Entendreck“, der Spruch von Silas. Silas Alter unbekannt sowie auch Ort und Zeit, irgendwann im 19. Jahrhundert. Silas gehört zu einem Wanderzirkus an den er als Kleinkind verkauft wurde. Nun ist er soweit, dass er das Säbel schlucken erlernen soll. Doch damit ist Silas nicht einverstanden und haut ab. Auf seinem Weg gewinnt er bei einer Wette ein schwarzes Pferd, dass ihm wieder genommen werden soll. Silas lernt auf seiner Reise Kuhhirten Bein-Godik und findet in ihm einen Freund. Sie ziehen von da an gemeinsam weiter und wollen auf jegliche Hilfe verzichten.

Silas kann sehr gut pfeifen und damit möchte er Geld verdienen. Dann eines Tages finden die beiden Freunde 40 Silberbarren. Sie haben Angst den Schatz zu verlieren und laufen so erneut weg. Sie landen in einem Haus am Meer, wo sie auf Jenny treffen, die entführt wurde. Die beiden befreien sie, nichtsahnend, dass dadurch das nächste Abenteuer auf sie wartet und das Silas sogar ins Gefängnis bringt. Auf seiner Reise erlebt der Junge viele Abenteuer bevor er eines Tages bei Kaufmann Sandal ein zu Hause findet und zu einem vornehmen Jungen heranwächst und wird im Hause auch unterrichtet.

Mit Japetus, dem Sohn von Herrn Sandal versteht sich Silas sehr gut. Eines Tages werden die beiden von einer Frau mit dem Namen Pferdekrähe entführt und sie fordert für die beiden Lösegeld. Doch ihr Plan geht nicht auf und sie kommt ins Gefängnis. Sie kommen frei und Silas trifft Bein-Godik wieder. Silas trennt sich daraufhin von der Familie Sandal und reitet mit Bein-Godik davon.

„Grünspan und Entendreck“: woher der Spruch kommt

Wer nach der Serie sucht, sucht sehr oft nach diesen drei Worten. „Grünspan und Entendreck“ ist der Lieblingsausruf des Titelhelden, ein harmloser Fluch, mit dem Silas seinen Ärger, sein Erstaunen und gelegentlich auch seinen Triumph quittiert. Der Spruch ist Erkennungszeichen der Figur und hat sich bei vielen Zuschauern stärker eingeprägt als jede einzelne Episode.

Dass ausgerechnet eine solche Wortschöpfung hängen bleibt, sagt viel über die Serie. Silas ist ein Junge ohne Familie, ohne Besitz und ohne festen Wohnort, der sich alles selbst erarbeiten muss, auch seine Sprache. Der Ausruf ist Teil seiner Selbstbehauptung, eine Art akustisches Wappen für einen Helden, der sonst nichts vorzuweisen hat.

Die Serie im Überblick

ZDF-Weihnachtsserie 1981

Silas war die dritte Weihnachtsserie des ZDF und wurde vom 25. bis 30. Dezember 1981 in sechs Folgen zu je rund 45 Minuten gezeigt. Regie führte Sigi Rothemund, das Drehbuch schrieb Justus Pfaue, produziert wurde von der TV60Filmproduktion mit Bernd Burgemeister und Dieter Graber als Produzenten. Die Kamera führte Rolf Deppe, als Erzähler ist Erik Schumann zu hören.

Die Romanvorlage von Cecil Bødker

Grundlage ist der Roman der dänischen Autorin Cecil Bødker, im Original „Silas og den sorte hoppe“. Bødker hat um die Figur mehrere Bücher geschrieben, die Serie greift den Auftakt heraus. Das erklärt auch den episodischen Bau: Die Geschichte reiht Stationen aneinander, statt auf ein einziges großes Ziel zuzulaufen.

Besetzung

In der Titelrolle steht Patrick Bach, damals 13 Jahre alt. Es war seine erste Rolle und zugleich sein Durchbruch. Neben ihm spielen bekannte Namen wie Diether Krebs und Hans Helmut Dickow. Für seine Leistung erhielt Patrick Bach 1982 einen Bambi. Im Jahr darauf stand er für die Abenteuerserie Jack Holborn vor der Kamera, womit er endgültig zum Gesicht der deutschen Kinderabenteuerserien der achtziger Jahre wurde.

Drehorte und Musik

Gedreht wurde nicht in Dänemark, sondern in Frankreich: in der Bretagne unter anderem in Auray, Locronan und Vannes, in der Normandie in Caen und Honfleur. Die alten Hafenstädte und Gassen ersetzen das nie genau benannte Land der Handlung und geben der Serie ihren zeitlosen, leicht märchenhaften Anstrich. Die Musik komponierte Christian Bruhn, dessen Titelmelodie für viele untrennbar zur Erinnerung an die Serie gehört.

Warum die Serie bis heute nachwirkt

Silas erzählt von einem Kind, das erwachsenen Zwängen entkommt und dabei nicht als Opfer gezeichnet wird. Der Junge ist stur, schlagfertig und moralisch klar, ohne dabei brav zu wirken. Genau diese Mischung unterscheidet die Serie von vielen Kinderproduktionen, in denen die Erwachsenen am Ende doch alles richten.

Dazu kommt das Erzähltempo. Jede Folge endet an einem Punkt, an dem man wissen will, wie es weitergeht. Weil die Serie ursprünglich an sechs aufeinanderfolgenden Weihnachtstagen lief, war dieses Prinzip Teil des Rituals. Auf DVD lässt sich das nachstellen, wirkt aber auch am Stück gesehen.

Ein weiterer Grund für die lange Wirkung ist die Freundschaft zwischen Silas und Bein-Godik. Sie ist der eigentliche rote Faden. Wenn sich die beiden am Ende wiederfinden und gemeinsam davonreiten, ist das ein Schluss, der ohne große Worte auskommt.

Für wen lohnt sich Silas?

Die Serie eignet sich für Kinder ab etwa acht Jahren und für alle, die mit den ZDF-Weihnachtsserien aufgewachsen sind. Wer heutiges Tempo und moderne Effekte erwartet, muss sich umstellen: gedreht wurde in ruhigen Einstellungen, die Spannung entsteht aus Situationen, nicht aus Schnitten. Wer sich darauf einlässt, bekommt eine Abenteuergeschichte, die ihre Figuren ernst nimmt.

Für Sammler ist die Komplettausgabe auf zwei DVDs die naheliegende Wahl, weil sie alle sechs Folgen enthält. Wer nur einmal hineinschauen will, sollte mit der ersten Folge beginnen, denn die Flucht aus dem Zirkus erklärt alles, was danach kommt.

Fazit: Lohnt sich Silas?

Für Patrick Bach war Silas seine erste Rolle und gleichzeitig sein Durchbruch als Schauspieler. Wie auch schon Timm Thaler und Patrik Pacard lief auch Silas synchronisiert in England bei BBC einige Jahre später. Silas war aber die erste der Weihnachtsserien, welche in England ausgestrahlt wurde. Diether Krebs als namhafter Schauspieler übernahm ebenfalls eine Rolle in der Serie. Patrick Bach ist begeisternd in seiner Rolle und wirkt so erfrischend als wenn er nie etwas anderes gemacht hätte als Schauspieler zu sein.

Mit seiner Art begeistert er einfach nur in der Serie, in der es auch nie langweilig wird. Ein Abenteuer jagt das nächste und was als nächstes passiert nicht ersichtlich. Immer wieder gibt es neue Überraschungen die immer schon auf die nächste Folge neugierig machen. Der Film enthält nicht nur jede Menge Spannung auch eine Prise Humor und das Zwischenmenschliche steht an erster Stelle alleine schon die dicke Freundschaft zwischen Silas und Bein-Godik und ihr Zusammenhalt.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Grünspan und Entendreck?

Es ist der Lieblingsausruf des Titelhelden Silas und dient ihm als harmloser Fluch. Der Spruch ist so eng mit der Figur verbunden, dass viele Zuschauer die Serie bis heute vor allem über diese Wendung erinnern.

Worum geht es in der Serie Silas?

Silas wurde als kleines Kind an einen Wanderzirkus verkauft und flieht, als er das Säbelschlucken lernen soll. Er gewinnt bei einer Wette ein schwarzes Pferd, freundet sich mit dem Kuhhirten Bein-Godik an und erlebt auf seiner Reise eine Kette von Abenteuern zwischen Schatzfund, Entführung und Gefängnis.

Wann lief Silas im Fernsehen?

Silas war die ZDF-Weihnachtsserie des Jahres 1981 und wurde vom 25. bis 30. Dezember 1981 in sechs Folgen zu je rund 45 Minuten ausgestrahlt. Später gab es Wiederholungen, die Serie ist außerdem komplett auf DVD erschienen.

Auf welchem Buch basiert Silas?

Die Vorlage stammt von der dänischen Autorin Cecil Bødker. Ihr Roman trägt im Original den Titel Silas og den sorte hoppe. Das Drehbuch für die ZDF-Serie schrieb Justus Pfaue.

Wer spielt Silas?

Die Titelrolle spielt Patrick Bach, der damals 13 Jahre alt war. Es war seine erste Rolle, und sie brachte ihm 1982 einen Bambi ein. Im Jahr darauf war er in der Abenteuerserie Jack Holborn zu sehen.

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