Skogarmaors

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

BRACHIAL UND TROTZDEM MELODIÖS!

Die Band:

997 fanden sich fünf Musiker zusammen, um eine Metalband zu gründen. Da sie sich nicht sicher waren, welche Stilrichtung sie einschlagen würden, nannten sie sich Obscurity, was so viel wie Unklarheit bedeutet. Mit zwei Demos und dem selbstprodizierten Debüt „Bergisch Land“ ging es mit einer Mischung aus Melodic , und Viking Metal auf die Suche nach einer Plattenfirma. 2006 erschein das „Schlachten & Legenden“. Immer stärker auch dem Pagan Metal zugewandt, veröffentlichten sie vier Jahre später ein Konzeptalbum: „Tenkterra“ erzählt die Geschichte des Bergischen Landes. 2018 gab es ein paar Umbesetzungen, indessen Folge Gitarrist Askar und Schlagzeuger Zorn zur Band stießen.

Das Album:

Dass die Corona-Pandemie die gesamte Musikszene durcheinandergewirbelt hat, ist kein Geheimnis. Während die großen Künstler, diese Zeit mehr oder weniger gut überstehen konnten, war es für kleinere Bands oder Bands, die ein Genre bedienen, dass nicht die Masse anspricht, ungleich schwerer. Solche Zeiten haben auch die Metaller von Obscurity hinter sich, die die Veröffentlichung ihres neuen Albums immer wieder verschieben mussten. Jetzt liegt mit „“ der neunte Longplayer vor und muss sich mit einem Vorgänger („Streitmacht“) messen, der die Mischung aus Death, und Viking Metal in Perfektion darbot.

Der erste Vorbote war „Glod En Isa“, der schon deutlich machte, dass Obscurity nichts an ihrer Aggressivität verloren haben, aber die ihnen eigene Melodienstärke, die ihnen immer wieder Vergleiche mit Amon Amarth einbringen, ebenfalls am Start haben. Mit dreizehn neuen Songs ist das Album gut gefüllt und legt mit „Wodanaz Krieger“ und „Niedertracht“ hervorragendlos. In den sozialen Medien fragte die Band, welche Titel dieses Albums auf die Setliste müssen. Und diese beiden würde ich unbedingt dazuzählen.

Im weiteren Verlauf gelingt es der Band, das Niveau zu halten und mit Songs wie „Konstantinopel“, „Blot“ oder „Schwertmission“ den einen oder anderen Nacken zu brechen. Ob das in der Summe besser ist, als auf „Streitmacht“, muss jeder Hörer für sich entscheiden. Fest steht, dass Obscurity, dieses Level wieder erreichen. Und wer es am Ende ein wenig entspannter möchte, wird sich über „Valkyria“ freuen.

Trackliste:

01 – Wodanaz Krieger

02 – Niedertracht

03 – Ethnogenese

04 – Konstantinopel

05 – Geist von Neuenberge

06 – Skogarmaors 

07 – Glod En Esa

08 – Blot

09 – Legion

10 – Bergische Löwen, Pt. 2

11 – DiesAter

12 – Schwertmission

13 – Valkyria

Fazit:

Die Musik von Obscurity ist sicher ein wenig extrem. Ähnlich wie bei einem besonders rauchigen Single Malt muss man hinter die vordergründige Fassade blicken, um die einzelnen Nuancen der Musik zu finden und schätzen zu lernen. Wer sich die zeit nimmt, wir reichlich belohnt, denn „Skogarmaors“ ist ein reichhaltiges Album, das in diesem Genre sicher zu den Highlights des Jahres 2021 zählt.

Bewertung:

Musik: 5

Instrumentalisierung: 5

Stimme/Growls: 5

Abwechslung: 4

Hörspaß: 5

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