Sol Invictus

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

KURZ UND GUT: KURZ UND GUT!

Die Band:

Anfang der 80er spielten Billy Gould (Bass) und Mike Bordin (Schlagzeug) in einer Band. Nach deren Auflösung gründeten sie eine neue Band, die sich nannte. Auf der Position des Sängers gab es zahlreiche Umbesetzungen. So gehörte auch Courtney Love kurzzeitig zum Line-Up. Mit Chuck Mosley wurde das Debütalbum „We Care A Lot“ eingespielt. 1988 wurde dann Mike Patton neuer Sänger der Band. Mit dem Album „The Real Thing“ und der Single „Epic“ kam der Durchbruch. Die Band vereinte harte Rhythmen und Rap und wurde so zu einem der Gründungsväter des Crossovers. Bands wie zählen Faith No More zu ihren großen Idolen. Mit dem Lionel-Richie-Cover „Easy“ gelang der Band vor allem in Europa ein großer Hit. 1998 löste sich die Band auf, um sich elf Jahre später wiederzuvereinigen. Doch auf ein neues Album mussten die Fans noch lange warten.

Das Album:

Fast neunzehn Jahre nach ihrem letzten Album „Album Of The Year“ meldet sich die Rockband aus San Francisco mit „Sol Invictus“ zurück. Ein Werk, auf das Fans und Kritiker nicht mehr zu Hoffen gewagt hatten.

Im Internet kursierte schon seit einigen Monaten der neue Titel „Motherf***er“, der eher ein verhaltenes Feedback auslöste. Dabei ist er durchaus typisch für eine Band, deren Stil es ist, keinen wirklichen Stil zu haben, da jedes Album anders klingt, als das vorherige.

Und so ist auch „Sol Invictus“ ein Sammelsurium an ganz unterschiedlichen Melodien und Strukturen. Dazu gehören ruhige, fast melancholische Töne („Sol Invictus“, „Matador“) genauso wie harte Beats und und treibende Percussions („Superhero“, „Separation Anxiety“).

Das alles ist, wie immer bei Faith No More, überaus komplex und sperrig und wird sicher für den einen oder anderen Hörer etwas gewöhnungsbedürftig sein. Allerdings zeigen die Musiker aus Kalifornien auch, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören, oder gar Rost angesetzt haben. Titel wie “ Black Friday“ und vor allem „Sunny Side Up“ spielen sehr gekonnt mit einer Mischung aus verschrobener Einwilligkeit und Genialität.

Trackliste:

01 – Sol Invictus

02 – Superhero

03 – Sunny Side Up

04 – Separation Anxiety

05 – Cone Of Shame

06 – Rise Of The Fall

07 – Black Friday

08 – Motherf***er

09 – Matador

10 – From The Dead

 

Fazit:

Viele Hörer werden nach dem ersten Durchgang des gerade einmal 39 Minuten langen Albums etwas überfordert und ratlos sein. Komplexe Strukturen, oft ohne jeden Zusammenhalt, harte Beats und Mike Pattons eindringliche Stimme wirken durchaus etwas verstörend. Nimmt man sich das Album aber weitere Male vor, wird man in den Songs immer wieder Details entdecken, die sie zu etwas Besonderem machen. Dadurch leidet der Hörspaß zugegebener Maßen, aber wer sich für komplexe oder sperrige Bands wie Dream Theater oder begeistern kann, wird auch „Sol Invictus“ mit gut bewerten. Kurz und gut: ein kurzes und gutes Album!

 

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