Stärker als die Zeit

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  • Texte
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

LINDIS FAMOSES SPÄTWERK!

Der Sänger:

wurde am 17.Mai 1946 in Gronau geboren und arbeitete zunächst mit dem Jazzmusiker Klaus Domdinger zusammen, bevor er sich entschloss, Rockmusik mit deutschen Texten zu machen. 1972 erschien sein Album „Daumen im Wind“. Der kommerzielle Durchbruch gelang ein Jahr später mit „Alles klar auf der Andrea Doria“. Zu dieser Zeit lebt er in Hamburg mit und Marius-Müller- in einer WG. In den 80ern hatte er mit dem „Sonderzug nach Pankow“ seinen größten Single-Hit, der ihm im Oktober 1983 die langersehnten Auftritte in der DDR ermöglichte. In den 90ern war Lindenberg zwar immer präsent, aber die ganz großen Erfolge blieben aus. Erst 2008 gelang ihm mit dem Album „Stark wie zwei“ ein fulminantes Comeback. Erstmals platzierte sich ein Lindenberg-Album auf dem ersten Platz der deutschen Albumcharts. Drei Jahre später ein weiterer Adelsschlag, als er im Rahmen der MTV-unplugged-Reihe ein Album aufnahm.

Das Album:

Ohne Übertreibung ist Udo Lindenberg der Wegbereiter aller deutschsprachigen Rockmusiker. In einer Zeit, in der deutsche Musik ausschließlich im Schlager stattfand, war er der erste, der sich der Rockmusik näherte. Immer wieder hat er sich selbst erfunden. Zu seinem siebzigsten Geburtstag macht Udo Lindenberg sich und seiner Fangemeinde das schönste Geschenk. Mit „Stärker als die Zeit“ veröffentlicht er sein 36. Studioalbum mit fünfzehn neuen Songs.

Natürlich stellte man sich im Vorfeld die Frage, ob es der Altmeister schaffen würde, die Qualität seines großen Comebackalbums vor acht Jahren nochmals zu erreichen. Doch Lindenberg wäre nicht Lindenberg, wenn er nicht ein weiteres weißes Kaninchen aus dem Hut zaubern würde. Und so liefert ein ein Album ab, dass überzeugt, begeistert und glücklich macht. Und das einmal mehr unter Beweis stellt: Wo Lindenberg drauf steht, ist auch Lindenberg drin.

Die Mischung ist die, die auch schon „Stark wie zwei“ auszeichnete: Flotte Nummern mit einer leichten Spur Rockmusik und sanfte Balladen. Diesmal etwas melancholischer als noch vor acht Jahren. Mit 70 Jahren kann Lindenberg über sich selbst lachen, wie er bei „Einer muss den Job ja machen“ unter Beweis stellt. Und das er überhaupt noch da ist, thematisiert er ebenfalls augenzwinkernd bei „Mein Body und ich“.

Die großen Momente finden aber immer dann stand, wenn er den sanften Lindenberg herausholt: „Göttin sei Dank“ (eine Hommage an Tom Petty), „Der einsamste Moment“ und vor allem der dramatisch schöne Abschlusssong „Stärker als die Zeit“ sind ein Gradmesser dafür, was Udo Lindenberg für die deutsche Musik war und bis heute ist.

Trackliste:

01 – Durch die schweren Zeiten

02 – Plan B

03 – Einer muss den Job ja machen

04 – Eldorado

05 – Göttin sei Dank

06 – Der einsamste Moment

07 – Blaues Auge

08 – Mein Body und ich

09 – Wenn du gehst

10 – Coole Socke

11 – Muss da durch

12 – Wenn die Nachtigall verstummt

13 – Kosmosliebe

14 – Dr. Feel Good

15 – Stärker als die Zeit

 

Fazit:

Udo Lindenberg legt mit „Stärker als die Zeit“ ein hervorragendes Spätwerk vor, dass man in dieser Güte nicht unbedingt erwartet hätte. Vielleicht ist er mit 70 auf dem Zenit seiner Karriere angekommen. Ausverkaufte Stadiontourneen und eine Medienpräsenz wie in den 70ern. Dazu jetzt ein Album, dass alle typischen Lindberg-Trademarks beinhaltet und trotzdem an keiner Stelle nach einer Kopie seiner selbst klingt. Dazu ironisch, melancholische Texte. Kurzum: Der Panik-Rocker macht sich und seinen Fans ein wirklich tolles Geschenk!

 

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