Stromberg - Staffel 4
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Stromberg - Staffel 4 ist die vierte Staffel der Serie Stromberg mit zehn Folgen, in der Bernd Stromberg nach Finsdorf strafversetzt wird, und erhält in der Rezension vom 24. September 2015 5 von 5 Punkten. Als bislang bissigste Staffel eignet sie sich nur bedingt als Einstieg, wer die Serie noch nie gesehen hat, beginnt besser mit Staffel 1.
Stromberg - Staffel 4 [2 DVDs]
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Bernd Stromberg sieht sich am Ziel seiner Bemühungen - der Beförderung zum Gesamtleiter der Schadensregulierung. Doch dann eskaliert ein Streit mit dem Kantinenkoch, der über beste Beziehungen zum Direktorium verfügt, und Stromberg wird in die Provinz nach Finsdorf versetzt, um dort ein kleines Capitol-Außendienstbüro zu übernehmen. Seine beiden Mitarbeiter, die Polin Magdalena Prellwitz und der junge Achim Dörfler, wollen ihn gut in die Dorfbewohnerschaft einführen, doch Stromberg hat nur ein Ziel: wieder in die Zentrale zurückzukommen. Dabei muss er jedoch Tanja aus dem Weg räumen, die seinen Posten bekommen hat.
Der Kniff der Staffel besteht darin, Stromberg aus seinem angestammten Biotop herauszureißen. Das Großraumbüro der Capitol Versicherung hat ihn jahrelang geschützt: Dort war er der Vorgesetzte, dort funktionierten seine Machtspiele, dort konnte er sich hinter Hierarchie und Kaffeeküche verstecken. In Finsdorf hat er zwei Untergebene, ein Dorf und sonst nichts. Genau das macht ihn gefährlich.
Wann lief die vierte Staffel?
Die zehn Folgen der vierten Staffel liefen ab dem 3. November 2009 auf ProSieben, zum Auftakt mit einer Doppelfolge am späten Abend. Regie führten Arne Feldhusen und Franziska Meletzky, die Serie geht auf Ralf Husmann zurück. Das Ensemble der Vorstaffeln blieb weitgehend zusammen, ergänzt um zwei Neuzugänge für das Finsdorfer Büro.
Besetzung: Wer spielt wen?
Christoph Maria Herbst ist Bernd Stromberg
Lars Gärtner ist Timo Becker
Oliver Wnuk ist Ulf Steinke
Bjarne Mädel ist Berthold Heisterkamp
Diana Staehly ist Tanja Seifert
Walter Gontermann ist Hans-Jürgen Lehmeier
Milena Dreißig ist Jennifer Schirrmann
Kai Mallina ist Achim Dörfler
Ramona Kunze-Libnow ist Magdalena Prellwitz
Die Neuzugänge
Kai Mallina und Ramona Kunze-Libnow machen ihre Sache gut, wobei vor allem letztgenannte als polnische Mitarbeiterin zu gefallen weiß. Ihre Figur ist der einzige Mensch in dieser Staffel, der Stromberg mit ehrlicher Freundlichkeit begegnet - was ihn sichtbar überfordert und für einige der besten Momente sorgt.
Die Gastdarsteller
Von den Gastdarstellern sind es Martin Fromme als behinderter Mitarbeiter Gernot Graf und Steffen Münster als Landwirt Herr Nehring, die sich dem brillanten Ensemble anpassen.
Episodenübersicht
01 - Beziehungen
02 - Finsdorf
03 - Seelsorge
04 - Helge
05 - Pärchenabend
06 - Sally
07 - Gernot
08 - Die Rückkehr
09 - Herr Nehring
10 - Die Abrechnung
Die stärksten Folgen
Auch wenn alle Folgen mich komplett überzeugen konnten, sind es in dieser Staffel vor allem die Folgen 1 („Beziehungen“ - die vielleicht beste Stromberg-Episode überhaupt), 3 („Seelsorge“) und 7 („Gernot“), die mehr als eindrucksvoll beweisen, warum diese Serie eine so große Fangemeinde hat.
„Beziehungen“ setzt die Fallhöhe: Stromberg glaubt an seinen Aufstieg und verliert alles. „Seelsorge“ zeigt ihn in einer Rolle, für die er weniger geeignet ist als für jede andere. Und „Gernot“ ist der Beweis, dass diese Serie das Kunststück beherrscht, ein heikles Thema so zu behandeln, dass nicht die betroffene Figur, sondern Strombergs Umgang mit ihr die Pointe trägt.
Was diese Staffel anders macht
Mit dieser vierten Staffel meldet sich „Stromberg“ so bissig, böse und politisch unkorrekt zurück wie niemals zuvor. Mit zehn Folgen hat diese vierte Staffel wieder die Länge der ersten beiden Staffeln. Dabei geht es diesmal deutlich abgedrehter zu als in den ersten drei Staffeln. Zumal Bernd Stromberg von Folge zu Folge bösartiger wird. Wer dachte, dass schon das Ende der dritten Staffel an Boshaftigkeit nicht zu überbieten ist, wird diesmal eines Besseren belehrt. Was bleibt, sind Strombergs grandiose anthroposophische Bürobetrachtungen, die inzwischen schon Kultcharakter besitzen. In der dritten Staffel der Serie wird Stromberg vom neuen Verwaltungsdirektor Hans-Jürgen Lehmeier rehabilitiert und kehrt in seine alte Abteilung zurück.
Einmal mehr ist dies natürlich den Darstellern geschuldet. Auch diesmal marschiert Christoph Maria Herbst als Bernd Stromberg voran. Wie er in Finsdorf auftritt, Tanja aus dem Weg kugeln will und sich immer wieder an Jennifer Schirrmann heran macht, ist einfach nur herrlich anzusehen. Auch Bjarne Mädel als Berthold Heisterkamp ist wieder ein Genuss, wobei seine Figur in dieser Staffel schon ein wenig arg überspitzt dargestellt wird. Schauspielerisch kann auch Diana Staehly überzeugen, die als Tanja Seifert erkennen muss, dass es alles andere als leicht ist, eine Abteilung zu leiten.
Der Nebenstrang um Tanja
Dass Tanja Seifert Strombergs Posten übernimmt, ist mehr als ein Handlungsanlass. Die Staffel nutzt sie, um zu zeigen, dass die Probleme, an denen Stromberg scheitert, nicht allein an Stromberg liegen. Wer die Abteilung führt, wird von denselben Leuten unterlaufen, mit denselben Ausreden vertröstet und in dieselben Konflikte gezogen. Die Serie gönnt ihr keinen leichten Sieg, und das ist eine ihrer klügeren Entscheidungen.
Der Kritikpunkt
Ganz ohne Abstriche geht es nicht. Berthold Heisterkamp, in den Vorstaffeln eine tragische Figur mit erkennbarem Innenleben, wird hier stellenweise zur Karikatur seiner selbst. Und je bösartiger Stromberg wird, desto weniger bleibt von der Beobachtungsschärfe, mit der die frühen Staffeln den ganz normalen Büroalltag seziert haben. Wer die Serie vor allem wegen dieser Alltagsgenauigkeit mochte, wird die Zentrale vermissen.
Produktinformationen
2 DVDs
Laufzeit: 250 Minuten
Sprache: Deutsch
FSK: ab 12 Jahren
Für wen lohnt sich Staffel 4?
Für alle, die die ersten drei Staffeln kennen und mögen, ist diese Box ein Pflichtkauf. Der Humor ist härter geworden, die Situationen sind absurder, aber der Kern der Serie ist derselbe geblieben.
Als Einstieg taugt Staffel 4 dagegen nur bedingt. Ein guter Teil der Pointen setzt voraus, dass man die Vorgeschichte zwischen Stromberg, Tanja, Ulf und Berthold kennt. Wer die Serie noch nie gesehen hat, sollte mit Staffel 1 beginnen und sich diese Staffel für später aufheben. Und wer mit Fremdscham grundsätzlich nicht zurechtkommt, wird auch hier nicht bekehrt: Stromberg fordert seinem Publikum genau das ab. Der Einstieg gelingt mit der ersten Staffel der Serie, in der Stromberg noch Ressortleiter der Abteilung Schadensregulierung bei der Capitol Versicherungs AG ist.
Fazit: Lohnt sich Staffel 4?
„Stromberg“ wird in dieser vierten Staffel so bissig und bösartig wie selten zuvor. Und gerade das macht den Reiz dieser Serie aus. Wer die ersten drei Staffeln mochte, wird auch hier wieder bestens bedient. Wie es nach Finsdorf weitergeht, zeigt die fünfte Staffel der Serie, in der Stromberg seinen Chef Timo Becker beerbt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Stromberg Staffel 4?
In Stromberg Staffel 4 glaubt sich Bernd Stromberg kurz vor der Beförderung zum Gesamtleiter der Schadensregulierung, eskaliert aber einen Streit mit dem Kantinenkoch und wird in die Provinz nach Finsdorf versetzt. Dort übernimmt er ein kleines Capitol-Außendienstbüro. Sein einziges Ziel bleibt die Rückkehr in die Zentrale, wo Tanja inzwischen seinen Posten hat.
Wie viele Folgen hat Stromberg Staffel 4?
Stromberg Staffel 4 umfasst zehn Folgen und hat damit wieder die Länge der ersten beiden Staffeln. Die Box enthält 2 DVDs mit einer Laufzeit von 250 Minuten.
Wann lief Stromberg Staffel 4 im Fernsehen?
Stromberg Staffel 4 lief ab dem 3. November 2009 auf ProSieben, zum Auftakt mit einer Doppelfolge am späten Abend. Regie führten Arne Feldhusen und Franziska Meletzky, die Serie geht auf Ralf Husmann zurück.
Wer ist in Staffel 4 neu dabei?
In Stromberg Staffel 4 sind Kai Mallina als Achim Dörfler und Ramona Kunze-Libnow als Magdalena Prellwitz neu dabei, die beiden Mitarbeiter im Finsdorfer Büro. Als Gastdarsteller treten Martin Fromme als Gernot Graf und Steffen Münster als Landwirt Herr Nehring auf.
Muss man die ersten drei Staffeln kennen?
Ja, für Stromberg Staffel 4 sind die ersten drei Staffeln hilfreich. Ein guter Teil der Pointen setzt voraus, dass man die Vorgeschichte zwischen Stromberg, Tanja, Ulf und Berthold kennt. Als Einstieg taugt die Staffel nur bedingt, die Rezension empfiehlt den Beginn mit Staffel 1.
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