Strut

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DER SCHLAFZIMMERROCKER FÜR MÄNNLEIN UND WEIBLEIN!

Der Sänger:

wurde 1964 als Sohn des Fernsehproduzenten Seymour Kravitz und der Schauspielerin Roxie Rocker in Brooklyn geboren. Durch sein Elternhaus ist er schon früh mit unterschiedlichen Musikrichtungen wie Jazz, Soul oder Gospel in Berührung gekommen. Nach dem Umzug seiner Familie nach Los Angeles gab es dann auch die ersten Berührungen mit der Rockmusik. Bereits auf der Highschool begann Musik zu machen. 1989 erschein sein erstes Album „Let Love Rule“. Der große Durchbruch gelang ihm zwei Jahre später mit dem Album „Mama Said“ und der Single „It Ain’t Over ‚Till It’s Over“. Mit diesem Album wurde für viele zum Heilsbringer der modernen Rockmusik, da er es wie kein zweiter Musiker schaffte, den schwarzen Sound mit den Klängen der weißen Rockmusik zu vereinen. Das ist auch nicht verwunderlich, da Musiker wie , , oder Curtis Mayfield zu seinen Vorbildern zählen. Von 1987 bis 1993 war er mit der Schauspielerin Lisa Bonet verheiratet, mit der er eine gemeinsame Tochter hat. Seit 2008 wohnt Lenny Kravitz in Paris.

Das Album:

Drei Jahre sind seit seinem letzen Album „Black And White America“ vergangen. Drei Jahre, in denen Lenny Kravitz sich vorrangig um seine Karriere als Schauspieler gekümmert hat und in den Verfilmungen der Tribute von Panem sowie dem Bürgerrechtsdrama „Der Butler“ mitspielte.

Nach so viel Hollywoodglanz zog es Lenny Kravitz aber doch wieder zur Musik zurück. Nach zwanzig Jahren im Showgeschäft und vierzig Millionen verkaufter Alben wollte er zurück zu den Dingen, die er an der Musik liebt, verriet er in einem Interview. Also zog er sich ins Studio zurück, spielte Gitarre, Bass, Keyboard, Schlagzeug und Percussion selbst ein und arrangierte und produzierte sein neues Album. Damit das Werk nicht ganz zur One-Man-Show geriet, ließ er sich vom legendären Starproduzenten Bob Clearmountain, der schon für die und gearbeitet hat, den letzten Schliff verpassen.

Herausgekommen ist ein Album, dass laut Einschätzung des Musikers eine echte Rock & Roll Platte ist, die roh ist und trotzdem jede Menge Soul hat. Legt man die erste Single „The Chamber“ als Maßstab an, glaubt man dieser Einschätzung noch nicht ganz. „The Chamber“ ist vielmehr ein radiotauglicher Ohrenschmeichler, dessen tanzbarer Faszination man sich jedoch nicht wirklich entziehen kann.

Und dies gilt für das gesamte Album. Lenny Kravitz muss sich nichts mehr beweisen. Und so ist ihm mit „Strut“ ein Album gelungen, dass genau die Mischung aus Rock, Soul und Funk liefert, die man so an ihm liebt. Sicher, er klingt nicht mehr so unverbraucht und neu, wie zu Zeiten seines Debüts – doch welcher etablierter Künstler macht das schon? Trotzdem ist er nicht schlechter geworden. Im Gegenteil. Bei einem Titel wie den Opener „Sex“ kann ich schon verstehen, warum Lennys Fangemeinde zu einem Großteil aus dem weiblichen Geschlecht besteht.

Doch auch die Herren der Schöpfung kommen bei diesem Album auf ihre Kosten. „Dirty White Boots“ oder „Strut“ liefern genau den Sound, der Lenny Kravitz so unverwechselbar macht. Natürlich gibt es auch wieder Anleihen bei Jimi Hendrix („The Pleasure And The Pain“). Und mit dem abschließenden Smokey-Robinson-Cover „Ooo Baby Baby“ hat Lenny Kravitz noch einen echten Schlafzimmerstürmer produziert.

Trackliste:

01 – Sex

02 – The Chamber

03 – Dirty White Boots

04 – New York City

05 – The Pleassure And The Pain

06 – Strut

07 – Frankenstein

08 – She´s A Beast

09 – I´m A Beliver

10 – Happy Birthday

11 – I Never Want To Let You Down

12 – Ooo Baby Baby

 

Fazit:

Viele Kritiker werfen Lenny Kravitz Belanglosigkeit und Mittelmäßigkeit vor. Ich kann mich dieser Kritik an „Strut“ nicht anschließen. „Strut“ ist ein richtig gutes Album, dass vielleicht kein Klassiker der Rockgeschichte wird, aber zeigt, dass Lenny Kravitz auch nach zwanzig Jahren noch verdammt gute Musik macht.

 

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