Terlingua

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Texte
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

WENN DER TAG DER ABRECHNUNG KOMMT!

Die Band:

Seit dem Jahr 2000 machen (Schlagzeug, Gesang) und Carl Fornia (Gitarre) zusammen unter dem Namen Musik. Komplettiert wurden sie seinerzeit durch Sänger Miky Mono und Bassist Manuel Antonio, der 2003 dazukam. In diesem Jahr wurde auch das erste Album „Head Under Water“ veröffentlicht. 2006 stieg Miky Mono aus und Martin Engler übernahm die Rolle des Sängers und Songwriters. Den frei gewordenen Platz an den Drums bekam Katha Mia, die künftig auch als zweite Stimme den Sound der Band prägen sollte. Einem breiten Publikum wurde im Jahr 2010 bekannt. Als Support von konnten sie viele Fans von ihren Livequalitäten überzeugen. Im Jahr darauf erschien das fünfte Album „Viva Hades“, das sich erstmals in den Charts platzieren konnte. 2011 konnten sie diesen Erfolg mit dem Album „After The War“ noch toppen.

Das Album:

Nach einem Konzert im Rahmen der -Tour im März 2014 in Austin (Texas), entschloss sich die Band kurzerhand einen fünftägigen Urlaub einzulegen. Sie mieteten eine Ranch außerhalb von . Die Einsamkeit und die gleichzeitige Schönheit des Ortes veranlassten Mono Inc. dazu, den Aufenthalt im Herbst zu wiederholen. So entstanden in einem fünfwöchigen Aufenthalt zwanzig neue Songs, von denen 14 den Weg auf das neue Album gefunden haben.

„Terlingua“ ist sicherlich das reifste Werk der Band um den charismatischen Sänger Martin Engler. Im Wechsel gibt es deutsche und englische Titel. Musikalisch bleibt man dabei, in die Richtung von Bands wie Unheilig oder Rammstein zu gehen, doch haben die Monos inzwischen ihren Sound gefunden.

Schon das letzte Album „Nimmermehr“ wurde kontrovers diskutiert, da man der Band unheiligen Kommerz vorgeworfen hat. Ich begleite das Schaffen der Monos seit einigen Jahren und konnte bereits beim letzten Album nichts verwerfliches daran finden, sich ein wenig dem Publikum zu öffnen, zumal der Sound der Monos durchaus erkennbar war.

Gleiches gilt für „Terlingua“. Mehr noch. Das in Texas entstandene Werk ist durchaus ein weiterer Schritt nach vorne. Die Musik bleibt rockig und verhielt ihre Gothic-Wurzeln nicht, wobei Titel wie „Never-Ending Love Song“ oder „Love Lies“ sicherlich Tanzfüllenflächer in jeden Dark-Wave-Disco werden. Aber auch die deutschen Songs wie „Mondschein“, „Heiland“, „Die Noten deines Lebens“ und „Tag X“ kommen mit einem tollen Text daher, die den Hörer zum Nachdenken anregen. Vor allem die erste Single „Tag X“ beschäftigt sich hervorragend mit der Frage, ob du alles gemacht hast, wenn der Tag der Abrechnung folgt. Auch dem Entstehungsort dieses Albums wurde mit „Terlingua“ eine wunderschöne Liebeserklärung gemacht.

Trackliste:

01 – Mondschein

02 – Never-Ending Love Story

03 – Heiland

04 – It Never Rains

05 – Tag X

06 – 118

07 – Still

08 – Die Noten deines Lebens

09 – Ghost Town Gates

10 – An klaren Tagen

11 – Emory Peak

12 – Love Lies

13 – Terlingua

14 – Study Blue

 

Fazit:

Ob das achte Werk von Mono Inc. das Beste ihres bisherigen Schaffens ist, muss jeder Hörer für sich herausfinden. Für mich reiht sich „Terlingua“ auf jeden Fall in die Reihe der ausgezeichneten Alben ein. Für mich ist auch die Mischung aus Kunst und Kommerz ausgewogen, so dass ich der Band jeden Erfolg wünsche. Das Werk ist insgesamt etwas rockiger und eine Spur anspruchsvoller als sein Vorgänger und geht vor allem textlich in eine Tiefe, die Mono Inc. in dieser Form noch nicht präsentiert haben.

 

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