The Endless River

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Abwechslung
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  • Cover
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

WÜRDIGER ABSCHLUSS EINER MUSIKLEGENDE!

Die Band:

1965 gründeten Syd Barrett (Gesang, Gitarre), Nick Mason (Schlagzeug), Roger Waters (Gesang, Bass), Richard Wright (Keyboard) und Bob Klose (Gitarre) eine Band, deren musikalische Ausrichtung einen unverwechselbaren und völlig neuartigen Stil begründeten: . Sid Barrett prägte den psychedelischen Sound der Band, der auf dem ersten Album „The Piper At The Gates Of Dawn“ zu hören war. Kurz danach stieg Gitarrist ein, der Sid Barrett anfangs nur unterstützen sollte, ihn aber 1968 ganz aus der Band verdrängte. 1970 erreichten mit „Atom Heart Mother“ erstmals Platz 1 der Albumcharts in Großbritannien. Einflüsse aus Rock, Blues, Jazz, Klassik und neueren Sounds prägen die Musik von . 1980 veröffentlichen sie das Konzeptalbum „The Wall“ auf dem der schwelende Streit zwischen Roger Waters und David Gilmour seinen Höhepunkt erreicht. Ein letztes Mal können sich die beiden arrangieren. Während Roger Waters danach eigene Wege geht, übernimmt David Gilmour endgültig das Zepter bei . Während die Verkaufszahlen der Ära Gilmour stimmen, können sich Kritiker mit Alben wie „A Momentary Lapse Of Reason“ oder „The Divison Bell“ nicht wirklich anfreunden. Bis heute haben rund 300 Millionen Alben verkauft, zählen zu den einflussreichsten Rockbands aller Zeiten und wurden 1996 in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen.

Das Album:

Im Sommer 2014 sorgte eine besondere Nachricht für Hochstimmung in der Welt der Rockmusik. Die britische Musiklegende Pink Floyd kündigte für den Herbst nach zwanzig Jahren ein neues, allerletztes Studioalbum an. Wer jedoch auf gänzlich neues Material der verbliebenen Musiker David Gilmour und Nick Mason (Keyboarder Richard Wright starb ja bereits im Jahr 2008) hoffte, sollte zunächst ein wenig enttäuscht werden. Vielmehr sollte es sich bei den Songs um Material handeln, dass anlässlich der Aufnahmen zu ihrem bis dato letzten Album „The Division Bell“ entstanden ist. Der Titel des neuen Albums leitet sich dann auch aus der Songzeile ihres Titels „High Hopes“ ab, in dem es heißt: „The dawn ist glowing. The water flowing. The endloses river. Forever and ever.“

Im Vorfeld kündigte David Gilmour an, dass es sich um zahlreiche instrumentale Sessions handelt, die um neue Aufnahmen ergänzt wurden. Letztlich soll mit dem Album Richard Wright geehrt werden. „Nachdem Rick gestorben ist, und damit die Chance, jemals wieder mit ihm aufzunehmen, fühlt es sich richtig an, diese gesichteten und überarbeiteten Aufnahmen als Teil unseres Repertoires verfügbar zu machen.“

So erschien Anfang November also „The Endloses River“. Die Tracklist der insgesamt achtzehn Songs ist so aufgebaut, dass die Namen der einzelnen Titel an ein klassisches Vinyl-Doppelalbum erinnern (als das es das Album auch gibt!).

Side A startet mit sphärischen Klängen („Things Left Unsaid“), die in zwei ähnlich gelagerte Titel übergehen. Beim ersten Hören hatte ich trotz der vorab veröffentlichten Informationen schon gehofft, dass jetzt irgendwann auch mal die Stimme von David Gilmour einsetzt, doch auch Side B setzte den Intro-Charakter fort. „Sun“ kann dabei die Nähe zum genialen „Cluster One“ nicht verhehlen. Es folgt mit „Skins“ ein Song, der sehr stark von den psychedelischen Anfängen der Band geprägt ist.

Und so geht es weiter. Auch Side 3 setzt auf instrumentale Parts, die mal dezent („The Lost Art Of Conversation“), mal rockig („Allons-y(1)“) und mal ungewöhnlich („On Noodle Street“) klingen. Bis zum letzten Part von Side 4 muss man sich gedulden, um in den Genuss von David Gilmours Stimme zu kommen. Dann aber sehr gewaltig: „Louder Than Words“ arbeitet mit einem vortrefflichen Bezug zum tollen „High Hopes“ und ist ein letzter Höhepunkt einer der größten Rockbands der Musikgeschichte!

Trackliste:

01 – Side 1, Pt 1: Things Left Unsaid

02 – Side 1, Pt 2: It´s What We Do

03 – Side 1, Pt 3: Ebb And Flow

04 – Side 2, Pt 1: Sum

05 – Side 2, Pt 2: Skins

06 – Side 2, Pt 3: Unsung

07 – Side 2, Pt 4: Anisina

08 – Side 3, Pt 1: The Lost Art Of Conversation

09 – Side 3, Pt 2: On Noodle Street

10 – Side 3, Pt 3: Night Lights

11 – Side 3, Pt 4: Allons-y (1)

12 – Side 3, Pt 5: Autumn ´68

13 – Side 3, Pt 6: Allons-y (2)

14 – Side 3, Pt 7: Talkin´ Hawkin´

15 – Side 4, Pt 1: Calling

16 – Side 4, Pt 2: Eyes to Pearls

17 – Side 4, Pt 3: Surfacing

18 – Side 4, Pt 4: Louder Than Words

 

Fazit:

Ich gebe unumwunden zu, dass ich nach dem ersten Hören etwas enttäuscht war. Trotz der Ankündigung hatte ich etwas anderes erwartet. Doch je öfter man in die strukturierten Klangwelten von „The Endloses River“ eintaucht, desto mehr gefallen sie. Zumal ein Album von Pink Floyd nie für den schnellen Musikgenuss geeignet war. So verlangt auch „The Endloses River“ Ruhe und Konzentration. Dafür erhält die Fangemeinde ein Abschiedsgeschenk, welches das Kapitel Pink Floyd zu einem überaus würdigen Abschluss bringt und das sicherlich eine mehr als gelungene Hommage an Keyboarder Richard Wright ist.

 

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