The Legend Of Robin Hood

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

ÜBERAUS HÖRENSWERTES KONZEPTALBUM MIT SCHRECKLICHEM COVER!

Der Sänger:

Seit den 80ern zählt der in Argentinien geborene Chris de Burgh zu den erfolgreichsten Solokünstlern in . Der Durchbruch gelang ihm 1982 mit dem Song „Don´t Pay The Ferryman“. Weitere Hits wie „Where Peaceful Waters Flow“, „High On Emotion“ oder „Lady In Red“ folgten. Letztgenannter ist vor allem dafür verantwortlich, dass viele in Chris de Burgh einen Balladensänger sehen. Doch der ist mehr. Er sieht sich selbst als Geschichtenerzähler. Mitte der 90er Jahre ließ der kommerzielle Erfolg nach, trotzdem veröffentlichte Chris de Burgh weiter Alben. Vor allem Live kann der sympathische Ire bis heute sein Publikum begeistern.

Das Album:

Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt. Dieser Spruch gilt insbesondere für ein Projekt, auf dessen Verwirklichung die Fans jetzt schon einige Jahre warten, nämlich die Weltpremiere des Musicals Robin Hood, das auf Songs von Chris de Burgh aufbaut. Angesetzt für den Sommer 2020 ist es coronabedingt erst auf dieses, dann auf kommendes Jahr verschoben worden. 

Jetzt legt Chris de Burgh mit „“ ein Konzeptalbum vor, dass genau diese Geschichte aufgreift. Die Vorliebe des irischen Barden dafür kommt nicht von ungefähr. Sein Vorfahre Hubert de Burgh (1170-1243) war unter König Johann Ohneland, der in der Robin-Hood-Story eine wichtige Rolle spielt, als Chefjustiziar einer der einflussreichsten Politiker in England und Irland. Daher passt es, dass Chris de Burgh dies aufgreift und seinerseits vertont.

Insgesamt 23 Tracks umfasst das Album, bei dem es keinen Sinn macht, einzelne Songs herauszuheben, da dies ein Werk ist, dass nicht von einzelnen Liedern lebt, sondern davon, es in Ruhe zu genießen und in die Welt rund um den Sherwood Forrest einzutauchen. Geboten bekommt man die durchaus üblichen Trademarks des irischen Sängers, der, auch wenn seine Stimme nicht mehr ganz so kräftig ist, wie in den 1980ern Jahren, hier ein mehr als hörenswertes Album abliefert. 

Das Material, welches Chris de Burgh hier seinen Hörern präsentiert, ist neu. Lediglich „Light A Fire“ werden alte Chris de Burgh Fans kennen, ist es doch ein Teil der Songtrilogie „Revolution“ vom Album „The Getaway“. Und wer sich beispielsweise für sein Konzeptalbum „Moonfleet & Other Stories“ begeistern konnte, wird hier ebenfalls zufrieden sein. Chris de Burgh untermauert einmal mehr, was es heißt, ein Geschichtenerzähler zu sein. Nur ein Punkt hat mich ein wenig „gestört“. Der Preis für das hässlichste Cover geht in diesem Jahr mit Sicherheit an dieses Album. 

Trackliste:

01 – The Robin Hood Overture

02 – The Tale Of Robin Hood

03 – The Wedding Feast

04 – Only A Child

05 – The Man With The Double Face

06 – Home From The War, Pt. 1

07 – Live Life, Live Well

08 – Home From The War, Pt. 2

09 – Open Your Eyes

10 – The Arrest!

11 – Break The Law!

12 – In Sherwood Forrest

13 – The Speech To The Outlaws

14 – Light A Fire!

15 – The Robbery

16 – We ve Got The Money

17 – A Love Revealerd

18 – Im Falling in Love

19 – In Prison

20 – The Duel

21 – Where My Last Arrow Falls

22 – An Man For The Ages

23 – Legacy

Fazit:

Jahre mussten die Fans von Chris de Burgh auf ein neues Werk warten, so wie nie zuvor. Das Warten hat sich gelohnt. Sieht man vom eher scheußlichen Cover ab, ist „The Legend Of Robin Hood“ ein tolles Konzeptalbum geworden, dass der Legende von Robin Hood mehr als gerecht wird. Allerdings muss man sich wirklich Zeit für das Hören nehmen. Zeit, die definitiv nicht verschenkt ist.

Bewertung:

Musik: 4,5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 4,5

Abwechslung: 4

Hörspaß: 4,5

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