Tutto Pergolesi – The complete Opera Edition (6-DVD-Box)

Rezension von: skrueger | Rezensionsdatum:

Tutto Pergolesi 1; The complete Opera Edition (6--Box)
Accademia Barocca de I Virtuosi Italiani (Darsteller), Accademia Bizantina (Darsteller), Giovanni Battista Pergolesi (Regisseur), Corrado Rovaris (Regisseur) | Alterseinstufung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung | Format: erschienen bei der Arthaus GmbH (Naxos Deutschland GmbH)

Das Leben und Schaffen von Giovanni Battista Pergolesi
Alle Opern dieser sind Aufnahmen von 2010 bzw. 2012 von dem Pergolesi Festival in Jesi. Jesi ist die Geburtsstadt von Giovanni Battista Pergolesi. Hier erblickte er 1710 in ärmlichen Verhältnissen das Licht der Welt. Sein Vater stammte aus Pergola, weshalb Giovanni Battista „Pergolesi“ genannt wurde. Dank der Unterstützung einiger Adliger von Jesi kann er in Neapel studieren. Dort erhält er weitere Unterstützung von napolitanischen Adligen, die es ihm ermöglichen 1731 seine erste Oper „La Salustia“ aufzuführen. Gleich ein Jahr darauf komponierte Pergolesi eine Oper im napolitanischen Dialekt für das „Theatro dei Fiorentini“. Es ist die komische Oper „Lo frate 7;nnamorato“. Mit ihr hatte er großen Erfolg. 1733 folgte die Uraufführung der ernsten Oper „Il Prigioner superbo“ am Theater San Bartolomeo. Dazu hatte er ein Intermezzo „La Serva Padrona“ komponiert, womit er sich riesigen erfolg über die Landesgrenzen hinaus in ganz Europer verschaffte. Es war etwas absolut Neuartiges, Einfallsreiches. Dahingegen hatten seine beiden letzten ernsten Opern, „Adriano in Siria“, mit dem Intermezzo „Livietta e Tracollo“, und „L‘ Olimpiade“ unverständlicher Weise nicht mehr viel Erfolg. Sie waren künstlerisch ausgereift, wohlüberlegt, aufgeführt in Rom.
Ganz anders mit der komischen Oper „Il Flaminio“, konnte Pergolesi großen Erfolg verbuchen. Sie war ebenfalls im napolitanischen Dialekt geschrieben.

Die Fondazione Pergolesi Spontini organisiert die Aufnahmen
Zum 300. Geburtsag von Pergolesi hat sich die Fondazione zum Ziel gesetzt, die bis dahin fast völlig unbekannten Werke von Pergolesi neu in Szene zu setzen und mittels der Aufnahmen einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen.
Die meisten Werke wurden durch die Accademia Bizantina eingespielt, das eines der besten Ensembles ist, das sich auf die historische Aufführungspraxis von italienischer des 17. und 18. Jahrhunderts auf historischen Instrumenten spezialisiert hat. Dirigent des Ensembles ist sein langjähriger Musikdirektor der weltbekannte Dirigent und Organist Ottavio Dantone.

Fazit
Liebhaber der Barockoper kommen mit dieser voll auf ihre Kosten. Viele Stunden sehr schöne mit super Sängern und klasse Instrumentalisten. Mit besseren Inszinierungen hätte man insgesamt noch etwas mehr herausholen können.
Musikliebhaber, die meist bloß das besser bekannte „Stabat mater“ und „La serva padrona“ von Pergolesi kennen, werden sich an diesen komischen und ersten Opern mit den humorvollen Intermezzi erfreuen, die in gewisser Weise die Werke von Mozart und Rossini antizipieren. Nicht umsonst wird Giovanni Battista Pergolesi als „Italienischer Mozart“ bezeichnet.


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