Wie laut die Stille schreit

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DEN RICHTIGEN SCHRITT GETAN!

Die Band:

Aaron Puntjaer (Gesang), Jonas Rabensteiner (Gitarre), Markus Aichner (Gitarre), Michael Schweigkofler (Bass) und Stefan Gantioler (Schlagzeug) machen bereits seit 2013 gemeinsam Musik. Anfangs mit englischen Texten hielt sich der Erfolg in Grenzen. Ein Neuanfang sollte her und damit auch ein Wechsel dahingehend, die Texte nunmehr in deutscher Sprache zu singen. Das war die Geburtsstunde von . Beim Label Rookies and Kings konnte die Band einen Plattenvertrag ergattern und 2018 mit dem Album „Vom Schatten ins Licht“ debütieren, das es immerhin auf Platz 56 der deutschen Charts brachte. Als Opener für konnte auf deren Rivalen und Rebellen Tour ihre Fanbasis vergrößern. 

Das Album:

Das Review ihres letzten Albums „“ beendete ich mit den Worten, dass ich hoffe, dass die band nicht den Weg als Frei.Wild 2.0-Klon geht, sondern sich ihre Eigenständigkeit bewahrt. Als im Herbst 2020 „Alte Lasten liegen schwer“ als erste Single veröffentlicht wurde, nährte sich diese Hoffnung, denn der düstere und geheimnisvolle Beginn gipfelt in ein sattes Melodiegebilde, dem man sich kaum entziehen kann. Daher war ich sehr gespannt auf das neue Album.

Die Band hat sich Zeit gelassen, um dieses Werk genau so hinzubekommen, wie sie es wollte. Zumal sie alles in eigener Verantwortlichkeit gemacht haben. Eine Entscheidung, die sich absolut gelohnt hat, denn „“ ist richtig fett geworden. Zwischen knallharten Rockriffs, melodiösen Balladen und gut eingesetzten Elektronikeinflüssen ist alles dabei, was man als Hörer dieser Band mag. Dazu kommen gut, gesellschaftskritische Texte wie bei „Willkommen in Deutschland“, die auf den Punkt kommen. Doch auch das eigene Hinterfragen bei „Alles Gute kommt zurück“ macht nicht nur textlich sehe viel Spaß. 

Trackliste:

01 – Alte Lasten liegen schwer

02 – Uneinig einig

03 – Bring mich zurück

04 – Willkommen in Deutschland

05 – Alles Gute kommt zurück

06 – Halt mich fest

07 – Wende.Punkt

08 – Besser als mein Vorbild

09 – Phönix aus der Asche

10 – Ohne Herz kein Verstand

11 – Mein Denkmal

12 – Leben ist gefährlich

Fazit:

Mit „Wie laut die Stille schreit“ legen Stunde Null ihr bis dato bestes Album vor. Viele Kritiker werfen dem deutschsprachigen Rock seit Jahren Stagnation vor. Die Band aus Tirol stellt hier eindrucksvoll unter Beweis, dass eigner Anspruch, Härte und Weiterentwicklung nicht konkurrierende Maßnahmen sein müssen, sondern sich durchaus perfekt ergänzen können. Ein sattes, reifes Album, dass man sich wegen der exzellenten Texte in Ruhe anhören und trotzdem ordentlich dabei abrocken kann. 

Bewertung:

Musik: 5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 4,5

Abwechslung: 5

Hörspaß: 5

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