Zirkus Zeitgeist (Limited Deluxe Edition)

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

MITTELALTER TRIFFT ZEITGEIST!

Die Band:

Im Jahr 2000 wurde Saltatio Mortis gegründet, deren Name aus dem lateinischen stammt und Totentanz bedeutet. Mit Instrumenten wie Maultrommel, Schalmei oder Dudelsack etablierte sich die Band sehr schnell in der Mittelalter-Szene. 2001 erschien das Debütalbum „Tavernakel“. Mit ihrem fünften Album „Des Königs Henker“ (2005) konnten sich Saltatio Mortis erstmals in den deutschen Albumcharts platzieren. Im Verlauf der Jahre wurde der Sound immer rockiger und Saltatio Mortis wurden gerngesehene Gäste auf Rock- und Metalfestivals. Mit dem letzten Album „Das Schwarze 1×1“ erreichten sie erstmals Platz 1 der deutschen Albumcharts.

Das Album:

Zwei Jahre nach ihrem bisher größten Erfolg legen Saltatio Mortis mit „“ ihr zehntes Studioalbum vor. Ich muss zugeben, dass mir die Band im Vergleich zu Bands wie oder eher unbekannt war. Ein Zustand, der sich mit diesem Album absolut geändert hat.

Sicher, wirkliche Mittelaltermusik ist es nicht mehr, was Saltatio Mortis machen. Dafür dominieren die Rockelemente zu stark, auch wenn die Wurzeln durchaus erkennbar sind. Dafür hat mich die Musik gleich gepackt. Auslöser war das Video zur ersten Single „Wo sind die Clowns?“ Ein toller Rocksong, der mich mehr als neugierig gemacht hat.

Nach mehreren Hördurchgängen glaube ich, dass „Zirkus Zeitgeist“ für die Band das sein kann, was „Große Freiheit“ für oder „Abenteuerland“ für waren – Alben, die den Sound der Band einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt haben. Wie die beiden genannten Alben besitzt auch „Zirkus Zeitgeist“ eine innere Geschlossenheit, die man nicht auf jedem Album schafft. Die acht Musiker, die sich hinter Namen wie Alea der Bescheidene (Gesang), Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein (Schalmei, Marktsackpfeife), Bruder Frank (Bass) oder Till Promill (Gitarre) verbergen, legen hier siebzehn neue Songs vor, die nicht nur Quantität, sondern auch ganz viel Qualität haben. Songs wie „Willkommen in der Weihnachtszeit“ oder „Wir sind Papst“ sind für die großen Konzertbühnen gemacht. Etwas tiefsinniger, aber nicht schlechter wird es bei „Maria“ oder „Trinklied“.

Richtig herausragend wird das Album immer dann, wenn die Töne etwas leiser werden, wobei mein ganz persönliches Highlight „Nachts weinen die Soldaten“ ist. Gerade dieser Song erinnert mich an die Toten Hosen, zumal die Stimme von Alea hier eine große Ähnlichkeit mit der von Campino hat.

Da in diesem Jahr ihr 15jähriges Bühnenjubiläum feiern, wird die Deluxe Edition mit einer Bonus-CD geliefert, auf der andere Bands gratulieren und Songs von Saltatio Mortis covern. Hier sind es vor allem „IX“ (Subway To Sally), „Spiel mit dem Feuer“ (), „Lebensweg“ (Unheilig) oder „Nichts bleibt mehr“ (Doro), die absolut hörenswert sind.

Trackliste reguläres Album:

01 – Wo sind die Clowns?

02 – Willkommen in der Weihnachtszeit

03 – Nachts weinen die Soldaten

04 – Des Bänkers neue Kleider

05 – Maria

06 – Wir sind Papst

07 – Augen zu

08 – Geradeaus

09 – Erinnerung

10 – Trinklied

11 – Rattenfänger

12 – Todesengel

13 – Vermessung des Glücks

14 – Abschiedsmelodie

15 – Gossenpoet (Bonus)

16 – Mauern aus Angst (Bonus)

17 – Gaudete (Bouns)

Trackliste Bonus-CD:

01 – IX – Subway To Sally

02 – Spiel mit dem Feuer – Betontod

03 – Lebensweg – Unheilig

04 – Falsche Freunde – Schandmaul

05 – Prometheus – Mr. Harley & Die Pulveraffen

06 – Nichts bleibt mehr – Doro

07 – My Bonnie Mary – Fiddler’s Green

08 – Satans Fall – Lord Of The Lost

09 – Galgenballade – Feuerschwanz

10 – Der Sandmann – Versengold

11 – Uns gehört die Welt – Berlinskibeat

12 – Sündenfall – Unzucht

13 – Krieg kennt keine Sieger – Vanden Plas

14 – Habgier und Tod – Ost+Front

15 – Manus Manum Lavat – Faey

 

Fazit:

„Zirkus Zeitgeist“ trifft absolut ins Schwarze. Musik und Text passen hervorragend zusammen und zeigen, dass Saltatio Mortis für die großen Bühnen geeignet sind. Eingängige Riffs, kritische und aussagekräftige Texte und eine große Portion Spielfreude machen dieses Album zu einem echten Highlight. Logische Konsequenz wäre wieder die Pole Position der deutschen Charts, die dieses Album absolut verdient hätte.

 

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