Zurück in die Zukunst (Neue Edition)

Autorenwertung
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimmen
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  • Texte
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

MEHR ALS EIN GEHEIMTIPP!

Die Band:
und lernten sich als Jugendliche in Berlin-Spandau kennen und beschlossen gemeinsam Musik zu machen. 1999 gründeten sie das Projekt Stonedeafproduction, dessen Namen sie später in abkürzten. Das Debütalbum „Räuberpistolen“ erschien 2004. Ihre eigenwillige Mischung aus HipHop, Pop, Dub und Rock lässt sich in keine wirkliche Schublade packen. Einflüsse von und finden sich ebenso darunter, wie von den Ärzten oder den Prinzen. Der wirkliche Durchbruch kam 2010 mit dem Song „Ne Leiche“, bei dem Sido als Gastsänger fungiert. Auf der Bühne werden SDP durch den DJ Mad Maks sowie drei Livemusikern komplettiert.

Das Album:
Irgendwie Pop bezeichnet das sympathische Duo ihren Sound. Der Titel ihres letzten Albums „Bunte Rapublik Deutschland“ ist Programm und führte die Berliner Jungs erstmals in die Top Ten der deutschen Albumcharts. Diesen Erfolg könnten sie mit dem bis dato letzten Album „Zurück in die Zukunst“ noch toppen. Bis auf Platz 2 stieg das Album, was nicht nur der bekannten Single „Ich will nur das du weißt“zu verdanken ist, bei der Adel Tawill als Gastsänger zu hören ist.

Wer wie ich durch diesen Song die ersten Berührungspunkte mit SDP hat und sich näher mit der Band beschäftigt, wird sicher überrascht sein. Vincent und Dag feuern ein durchaus humorvolles, skurriles und hörenswertes Feuerwerk ab. Ernste Themen wie Cyberkriminalität („Cyb3r Cr!m3“) oder Schulhofmobbing („Gewalt“) werden dabei ebenso thematisiert, wie der im Prinzip schon abgedroschene Vergleich zwischen Männer und Frauen im gleichnamigen Song.

Aber auch augenzwinkernde Texte über den Selfie-Wahn oder die eigene Faulheit können überzeugen, zumal die musikalische Abwechslung das Salz in der SDP-Suppe ist. Selbst ein pubertierender Mallesong wie „Deine Freundin“ gefällt, in dem die Begriffe „blasen“ und „eng“ anders gemeint ist, als man zunächst vermutet.

Typisch für SDP sind auch kleine Hörspieltracks am Ende eines Albums. In diesem Fall ist es der SF angehauchte Titeltrack, der das Album ausgezeichnet abrundet.

Trackliste:
01 – Intro
02 – Klopf Klopf
03 – Ich will noch nicht nach Haus (feat. Trailerpark)
04 – Die Wahrheit in schön
05 – Cyb3r Cr!m3
06 – Gewalt
07 – Restaurant Skit
08 – Deine Freundin
09 – Keine Ahnung warum
10 – Kurz für immer bleiben
11 – Männer und Frauen
12 – Vincent und Das forever
13 – F.I.C.K.D.I.C.H. (feat. Frauenarzt)
14 – Ich will nur das du weißt
15 – Erstmal ein Selfie (feat. Mad Maks)
16 – Ganze Galaxien
17 – Zurück in die Zukunst
18 – Ich will noch nicht Haus (feat. Trailerpark) (B-Case Remix)
19 – Ich will nur das du weißt (feat. Adel Tawill)

Fazit:
Das sich die Fangemeinde des Berliner Duos SDP kontinuierlich vergrößert hat, verwundert nicht. Die eigenwillige musikalische Mischung aus HipHop, Dub, Pop und Rock geht ins Ohr und wird durch die humorvollen, aber auch tiefsinnigen Texte unterstützt. Ob „Zurück in die Zukunst“ das bisher beste Album des Duos ist, kann ich derzeit mangels Unkenntnis der anderen Alben nicht sagen. Auf jeden Fall ist es ein Album, das mir richtig gut gefällt und das dafür gesorgt hat, dass ich mich wesentlich intensiver mit der Berliner Band beschäftigen werde.

 

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