Zwischen den Sekunden

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Texte
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DIE MEISTERIN DER LEISEN TÖNE!

Die Sängerin:
wurde 1979 in Wiesbaden geboren. Ihr Großvater, ein Jazzpianist, inspirierte sie schon in der Kindheit, sodass im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspielen begann. Später verdiente sie ihr Geld als DJane, begann eigene Songs zu schreiben und arbeitete als Backgroundsängerin für , , Thomas Anders oder . Zudem nahm sie ein Studium der Musikwissenschaften auf, das sie durch Werbejingles finanzierte. Im Rahmen dieser Aufnahmen lernte sie den Produzenten Peter Ries kennen, der mit ihr die Single „Hypnotisiert“ aufnahm, die sie, wir ihr erstes Album „Ich gegen mich“, unter dem Künstlernamen Alexa Phazer veröffentlichte. Mit ihrem zweiten Album „Gold von Morgen“, dass sie dann unter ihrem Mädchennamen veröffentlichte, kletterte sie bis auf Platz 19 der deutschen Charts. nahm am Vorentscheid des Eurovision Song Contests teil und wurde 2015 für den Echo nominiert.

Das Album:
Drei Jahre hat Alexa Feser ihre Fans auf das dritte Album warten lassen. Eine recht lange Zeit, zumal der Veröffentlichungstermin auch noch verschoben wurde. Doch die Sängerin wollte sich und ihren Fans das bestmögliche Ergebnis präsentieren.

Das Leben ist Veränderung: Dieser recht profane Satz steht wie ein Leitspruch über dem Leben der Sängerin. Für die Entstehungsphasen ihrer Alben ist Alexa Feser bisher immer in einen anderen Stadtteil Berlins gezogen. Diesmal ging es in die hektische Mitte. „Hier laufen unglaublich viele unterschiedliche Menschen herum“, sagte sie in einem Interview. Diese Vielschichtigkeit ist es, die Alexa Feser braucht, einfängt und in Worte und Töne umwandelt.

Schon ihr Album „Gold von Morgen“ zeigte, welch tolle Songschreiberin sie ist. Diese Erkenntnis untermauert das aktuelle Werk. Bereits die im Vorfeld ausgekoppelten Songs „Medizin“ und „Wunderfinder“, das sie zusammen mit dem Rapper Curse singt, überzeugen auf ganzer Linie. Tiefe, Melancholie, Melodie und Radiotauglichkeit sind Begriffe, die auf die Musik von Alexa Feser zutreffen. Trotzdem ist sie weit davon entfernt ein Mainstreamschnuckelchen, wie Helene Fischer zu sein. Sie ist deutlich mehr.

Ihre Songs berühren die Seele. Das kommt daher, dass sie ihre Texte nicht nur schreibt, sondern lebt. So ist „Herz aus zweiter Hand“ eine absolute Gänsehautballade mit einem traumhaften Text. „Linie 7“ erzählt Alltagsgeschichten und kokettiert dabei mit der längsten U-Bahn-Linie Berlins. „Straßenkinder“ erzählt eine zu Herzen gehende Geschichte. Überhaupt: Was die Texte angeht ist Alexa Feser ganz klar die deutsche Nummer 1 unter den derzeitigen Sängerinnen!

Negative Kritikpunkte? Ja, auch wenn es letztlich ein Jammern auf hohem Niveau ist. Musikalisch würde ich mir etwas mehr Abwechslung wünschen. Alexa Feser pendelt sich zwischen Midtempo und Ballade ein. Wirkliche Ausreißer nach oben (und das müssen nicht unbedingt kreischende Gitarren sein) findet man leider nicht. Daher verpufft auch die Brillanz der Piano-Versionen etwas, da diese zwar instrumental reduziert sind, sich aber vom Grundtempo nicht so stark von den „normalen“ Aufnahmen unterschieden.

Trackliste:
01 – Intro – Zwischen den Sekunden
02 – Leben
03 – Medizin
04 – Straßenkind
05 – Wunderfinder (feat. Curse)
06 – Inventur
07 – Paradies im Kopf
08 – Herz aus zweiter Hand
09 – Linie 7
10 – Menschen unter Menschen
11 – Rückwärtstag
12 – Interlude – Zwischen den Sekunden
13 – Nach Norden
14 – Wunderfinder (feat. Curse) (Akustik Piano Version)
15 – Paradies im Kopf (Akustik Piano Version)
16 – Herz aus zweiter Hand (Akustik Piano Version)
17 – Linie 7 (Akustik Piano Version)

Fazit:
Trotz leichter Eintönigkeit in der musikalischen Abwechslung legt Alexa Feser mit „Zwischen den Sekunden“ ein mehr als hörenswertes Album vor. Allein für die wirklich herausragenden Texte gebührt der Sängerin die Aufmerksamkeit, die andere Sängerinnen bekommen, die bei Weitem nicht diese Emotionalität anbieten können. Auch stimmlich kann Alexa Feser voll und ganz überzeugen. Ein tolles Album, dass vollkommen zurecht auf Platz 3 der deutschen Charts eingestiegen ist.

 

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