Das geheime Leben der Worte

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Zwischenmenschliches
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  • Humor
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  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne
Rezension von: Rezension.org | Rezensionsdatum:

Das geheime Leben der Worte

Inhalt
Hanna spricht kaum. Ab und an ruft sie ihre Therapeutin Inge an. Aber selbst dann ist sie stumm. Sie lauscht, während Inge spricht. Im Anschluss daran legt Hanna wieder auf. Inge schreibt ihr Briefe, die Hanna sammelt aber weder öffnet, noch liest. Eines Tages wird sie nach ihrem Schichtdienst in der Fabrik in das Büro des Chefs gerufen, was sie aber gar nicht mitbekommt. Ein Kollege macht sie darauf aufmerksam. Danach schaltet sie ihr Hörgerät ein.

Der Besuch beim Chef hat für Hanna nichts Gutes. Es wurde sich über sie beschwert. Doch ihr Chef verspricht ihr sie nicht zu feuern, denn die Firma sei zufrieden mit ihr. Ihre Arbeit erledige sie immer gründlich. Doch er meint, dass sie dringend Urlaub brauche. Sie hat sich noch nie frei genommen und war auch noch nie krank. Ihr Chef schwärmt von Urlaub in der Karibik. Hanna ist total durcheinander. Für sie sind Ferien Entlassung auf Zeit, Arbeitsentzug, Entzug des Alltages, welcher bei ihr immer gleich verläuft. Dieser Alltag gibt ihr Schutz und Halt.

Hanna macht sich gezwungener maßen auf den Weg. Sie fährt im Bus nach Irland. Sie mag den grauen Himmel lieber als Sonne, Palmen und Swimming Pool. Um sich vor den Mitreisenden zu schützen, hat sie ihr Handarbeitszeug eingepackt. Doch dieses fliegt in den Müll sobald sie den Reisebus verlässt. Hannas Ferien sind nicht von langer Dauer. Während sie in einem Restaurant sitzt hört sie einen Gast am Nebentisch von einem Bohrinselunfall berichtet. Er sucht eine Krankenschwester. Hanna hatte mal als Krankenschwester gearbeitet.

Dies ist ihre Chance, der Ausweg aus ihrer unberechenbaren Freizeittour. Sie muss den Job haben. Wenig später befindet sie sich schon auf der Bohrinsel. Sie ist die einzige Frau auf der Plattform. Simon ist der Koch. Er mag Schlager aus anderen Ländern von den Delikatessen, die er gerade wieder einmal zaubert und kommt dabei so richtig in Stimmung. Martin ist der Meeresbiologe. Er zählt die Anzahl und die Kraft der Wellen, welche auf den Stahlkoloss treffen. Zum Ausgleich macht er Sport. Lisa  leistet ihm bei seinen Übungen Gesellschaft. Der vierte im Bunde ist Dimitri, er lenkt die Geschäfte. Dann gibt es noch Josef. Er ist blind und hat Schmerzen. Als er einen Kollegen aus den Flammen retten wollte, hat er sich schwere Verletzungen zugezogen und der Grund für Hannas Anwesenheit auf der Bohrinsel. Ihre erste Begegnung mit ihm ist eine telefonische Nachricht auf Josefs Mailbox von einer Frau, die Hanna heimlich abhört.

Fazit
Der Regisseur Coixet zeigt in seinem Film eine raue Umgebung und klare Bilder. Seine Wahl der Bohrinsel war eine gute Idee. Das der Film so unter die Haut geht verdankt er zu einem großen Teil auch den hervorragenden schauspielerischen Leistungen der Darsteller. scheint ihre Rolle geradezu auf den Leib geschrieben zu sein. Sie beeindruckt mit ihrer zurückhaltenden Präsenz. Sie verleiht Glaubwürdigkeit. Die Kamera von Jean-Claude Larrieu bleibt dezent im Hintergrund. Er rückt die Personen in den Focus ohne dabei in deren Inneres vordringen zu wollen. Er schafft es den Personen trotz der Enge der Bohrinsel Freiräume zu verschaffen damit sie aufeinander zugehen können wofür ihnen das Drehbuch genügend Zeit lässt. Den Nebenrollen  wird dabei auch die passende Rolle zugewiesen. Der Regisseur denkt eher in Bildern als in Worten. Eingwoben in den Film sind lange Dialoge, anfangs sogar mehr Monologe die gekonnt Symbole und Metaphern nutzen um etwas aussagen zu können über die Protagonisten.

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