Silberlicht

Autorenwertung
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Silberlicht

Sabine Thiele (Übersetzer). PAN 2010, Gebundene Ausgabe, 320 Seiten, € 5,99

Rezension von: bluecanvas | Rezensionsdatum:

Silberlicht von

Inhalt
Nach ihrem Tod ist es der schönen Helen nicht möglich auf die andere Seite zu gelangen. Sie bleibt auf Erden und fristet fortan ihr Dasein als Muse von mehr oder weniger begabten Poeten und Schriftstellern, bis auch diese von der Erde scheiden und Helen einen neuen Schützling finden muss.

Helen weiß nicht, wieso ihr dieses Schicksal zuteil wurde, denn Sie kann sich an ihr Leben nicht mehr erinnern.  Nach vielen Jahrzehnten, die Sie in liebevoller Hingabe ihren lebenden Schützlingen widmete, ist Helen nun die Muse eines Lehrers, den sie regelmäßig in die Schule begleitet.

Sie kann zwar mit Gegenständen interagieren, jedoch beschränkt sich dies meist auf einen Lufthauch, der einen Vorhang leicht in Bewegung setzt. Umso überraschter ist sie eines Tages, als ein 17-jähriger Schüler Helen direkt anblickt – und anlächelt.

Nach ihrer langen Isolation als unsichtbarer Geist, gefangen in der Welt der Menschen, möchte Helen der Sache auf den Grund gehen und trifft den Jungen etwas abseits am Schulhof, wo auch er sich als Lichtgestalt zu erkennen gibt.

James, ein Mann im Körper eines Jungen, verliebt sich in die schöne Helen und weiht sie in einige ihr unbekannte Geheimnisse ihres Daseins ein. Nach einer kurzen und intensiven gemeinsamen Zeit wird Helen klar, dass sie die Liebe des Mannes nur erwidern kann, wenn auch sie vom Körper eines lebenden Menschen Besitz ergreift.

Ungeachtet der Folgen findet sie sich schon bald als Mädchen wieder, das plötzlich einer ihm unbekannten Welt gegenübersteht, in der Liebe keinen Platz zu haben scheint. Als sich der Junge, dessen Körper James übernommen hat, zu allem Überfluss als kleinkrimineller Teenager aus schwierigen familiären Verhältnissen herausstellt, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt.

Doch James und Helen sind nicht bereit aufzugeben und beschließen, ihre Liebe trotz widrigster Umstände zu leben – auch wenn dadurch ihr neu gefundenes Leben auf dem Spiel steht.

Verliebte Geister
Die Autorin beschreitet mit diesem Roman einen ungewöhnlichen Weg, indem sie die Liebe zweier Geister – sogenannte „Lichtgestalten“ – im Körper amerikanischer Teenager in einem Milieu ansiedelt, das stark an Romeo und Julia erinnert.

Die wenig realitätsbezogene Welt eines Geistwesens, das weder Nahrung noch Schlaf benötigt, wird hier einer völlig neuen und erschreckenden Wirklichkeit gegenübergestellt, die für moderne Jugendliche schlicht und einfach die Realität darstellt.

Helen, als Frau einer anderen Generation im Körper einer amerikanischen Jugendlichen, wirkt auf den ersten Blick hilflos und verloren, doch erkennt sie bald, dass das wirkliche Drama nicht sie selbst betrifft, sondern das unterdrückte Mädchen, dessen „ausgehöhlten“ Körper sie in Besitz genommen hat.

Fazit
Ein Liebesroman der besonderen Art, der auch Liebhaber des Fantasy-Genres in seinen Bann ziehen dürfte. Wenngleich einige Gedankenwege der Protagonisten schwer nachvollziehbar erscheinen, so ist der emotionale Anspruch der Handlung doch überwältigend.

James‘ und Helens Schicksal wird dem Leser noch lange in Erinnerung bleiben, zumal ihre Liebe den üblichen Rahmen romantischer Literatur sprengen dürfte.

Silberlicht von Laura Whitcomb ist nahezu ein Must-Have für Leser anspruchsvoller Liebesromane.

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