.5: The Grey Chapter

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

HART, VERSTÖREND, ANDERS – EBEN !

Die Band:

1995 machte eine neunköpfige Band aus Des Moines in auf sich aufmerksam, und verfeinerte auf ihrem selbstbetitelten Debüt einen Sound, den Bands wie Korn oder ins Rollen gebracht haben. Nu Metal hieß der Sound der Stunde, der Elemente aus Rock, Metal und Alternative mit Elementen des HipHops vereint. Slipknot spielen diesen Sound mit solcher Intensität und Aggressivität, dass es ein Phänomen ist, dass sich die Alben der Band so gut verkaufen. Auch die optische Umsetzung der Band sorgt immer wieder für Schlagzeilen, da die Musiker durchweg maskiert auftreten und auch die Bühnenoutfits identisch sind. Hier tragen sie meist Overalls. Mit ihrem zweiten Album „Iowa“ legten die Männer um Frontmann Corey Taylor einen Meilenstein der Rockmusik vor.

Das Album:

Nach dem Tod von Bassist und Gründungsmitglied Paul Grey legte die Band eine längere Pause ein, machte aber in Interviews immer wieder deutlich, dass dieses Ereignis nicht das Ende sei. Ende 2013 begannen Slipknot dann mit der Arbeit und kündigten an, dass man sich wieder am rauen, unverbrauchten Sound von „Iowa“ orientieren wolle. Im Sommer diesen Jahres begann dann bereits die Werbemachinerie. Kurze Teaser wurden enthüllt, die sich im Song „The Negative One“ manifestierten. Und dieser Titel ließ bereits erahnen, das Slipknot auf diesem Album keine Kompromisse eingehen werden.

Jetzt liegt das Werk mit dem Titel „.5: The Grey Chapter“ vor, wobei jedem Hörer überlassen bleibt, darüber zu zu spekulieren, ob mit dem Titel Paul Grey ein Denkmal gesetzt werden sollte. Fakt ist, dass es das fünfte Album der Maskenmänner ist. Fakt ist auch, das Slipknot ein Album abliefern, das viele Fans und Kritiker in dieser Form nicht erwartet hätten. Der Sound der Band aus Des Moines war noch nie für die breite Masse geeignet. Und nicht wenige Stimmen waren der Meinung, das Slipknot mit dem letzten Album „“ ihren Biss verloren hätten (was absolut nicht stimmte). All diese Stimmen werden von der Band hier abgestraft. Titel wie „Sarcastrophe“, „Skeptic“ oder das bereits bekannte „The Negative One“ haben eine Härte, die in der Tat an die ersten beiden Werke heranreicht.

Jedoch beschränken sich Slipknot nicht nur darauf, sondern haben auch Elemente aus anderen Arbeits- und Lebensphasen einfließen lassen. So besitzen Titel wie „The One That Kills The Least“ oder vor allem „The Devil In I“ die eingängigen Rhythmen, die Corey Taylor mit dem Bandableger vertieft hat. Und mit „Goodbye“ und „If Rain Is What You Want“ gibt es sogar ein paar Momente, in denen der Hörer ein wenig ausruhen kann.

Neben Corey Taylors genial wahnsinniger Stimme, die zwischen Growl und Clean alle Passagen beherrscht, ist es vor allem das Schlagzeug, dass auf diesem Album herausragt. Nachdem Joey Jordison nicht mehr dabei ist und der neue Mann an den Drums nicht namentlich bekannt, kann man nur feststellen, das Slipknot hier einen wirklichen Glücksgriff getan haben. Was hier zu hören ist, gehört mit Sicherheit zum Besten, was die harte Rockmusik derzeit zu bieten hat.

Trackliste:

01 – XIX

02 – Sarcastrophe

03 – AOV

04 – The Devil In I

05 – Killpop

06 – Skeptic

07 – Lech

08 – Goodbye

09 – Nomadic

10 – The One That Kills The Least

11 – Custer

12 – Be Prepared For Hell

13 – The Negative One

14 – If Rain Is What You Want

 

Fazit:

Schon immer war der Sound von Slipknot hart, verstörend und anders. Darin liegt sicher auch der Reiz, sich mit der Musik der Band aus Iowa zu beschäftigen. „.5: The Grey Chapter “ ist düster und kompromisslos, besitzt dabei jedoch die Genialität, die man von der Band kennt. Das Album ist sicherlich nicht für jeden Hörer geeignet, doch es zeigt, das Slipknot ihren Biss noch lange nicht verloren haben.

 

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