Aurora

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Texte
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

MEHR ALS EIN GEHEIMTIPP!

Die Band:

Aus den ehemaligen Mitgliedern der Band Commander Keen gründete sich 2011 in Bad Oeynhausen die Band , die sich nach einem Fabelwesen der griechischen Mythologie benannte. Von Beginn an stand fest, dass die Musiker Mittelalterrock mit einem satten Metaleinschlag spielen wollten. Mit dem Album „Blindflug“ debütierten sie 2012. Fortan waren auf diversen Mittelalterfesten oder Wave Gothic Veranstaltungen unterwegs. 2013 erschein das zweite Album „Willkommen im Licht“. Beide Alben wurden von der Fachpresse eher negativ bewertet, da man kein eigenes Profil fand. Das änderte sich erst mit dem dritten Album „Freakshow“. 

Das Album:

Nachdem es für das letzte Werk „Anima“ gute Kritiken gab, legt die derzeitige Besetzung um Sänger Cello die Windböe nun ihr aktuelles Album vor. „“ heißt der Longplayer, mit dem Harpyie der große Wurf gelungen ist. Auch vielleicht nicht die hohen Chartplatzierungen erreicht werden – verdient wäre es – legt die fünfköpfige Band das bisher beste Album ihrer Karriere vor. Mehr noch. „“ ist so satt und fett produziert, dass es eine wahre Freude ist. 

Schon der Opener „Morgenstern“ kommt mit intensiven Anleihen an Rammstein daher und spielt trotzdem brillant mit den Folk-Elementen, die die Band bis zum jetzigen Zeitpunkt ausgezeichnet haben. Nach dem zweiten Song „Sternenfeuer“ mag man noch denken, dass das Ganze eher in ruhigen Gewässern abläuft. Doch mit „Nichts mehr“ zeigen Harpyie, dass sie ein ziemlich sattes Rockpolster haben. Ein wirklich mitreißendes Lied, dem weitere Highlights folgen. Eingängigkeit und Härte geben sich auch bei „Seemann Ahoi“ die Hand, einer Nummer, die sofort ins Ohr geht und sich dort unweigerlich festsetzt. 

Das gilt für alle Titel, die mit zunehmender Dauer noch gewinnen. Ein zusätzlicher Höhepunkt ist „Vendetta“, der stellenweise an Betontod erinnert. Die eher ruhigen Momente bekommen mit „Kompassrosen welken nicht“ ein sattes Highlight, in dem Mechthild Hexengeige einen stimmlichen Gegenpol zu Cello setzen kann. 

Trackliste:

01 – Morgenstern

02 – Sternenmeer

03 – Nichts mehr

04 – Kompassrosen welken nicht

05 – Seemann Ahoi

06 – Kaleidoskop

07 – Ikarus

08 – Atlantis

09 – Inferno

10 – Vendetta

11 – Blut und Spiele

12 – Winternachtstraum

Fazit:

Mit „Aurora“ legen Harpyie ihr bisher bestes Album vor. Mehr noch. Die Band hätte es durchaus verdient, mit diesem Longplayer den großen Durchbruch zu schaffen. Ein sattes, überaus fett produziertes Album, mit zwölf gleichwertig guten Songs. Die Mischung aus Rammstein und klingt weder abgekupfert oder platt. Im Gegenteil. Von Durchgang zu Durchgang können die Lieder gewinnen, sodass sich „Aurora“ mehr und mehr zu einer der großen Überraschungen des Jahres 2019 mausert. Für mich ist das Album ein echter Höhepunkt im Bereich Mittelalterrock, da ich die Metalanleihen, die Harpyie hier einbringen, sehr gelungen finde.

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