Back To The 80`s: Dead Ringer

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

BOMBASTISCH, KITSCHIG, GENIAL!

Der Sänger:

Unter dem Namen Marvin Lee Aday wurde der Sänger 1947 in Dallas geboren. Als er mit dreizehn einem Footballtrainer auf dem Fuß trat, bezeichneten dieser ihn als Fleischklops (Meat Loaf). 1967 zog er nach Los Angeles und spielte dort in diversen Rockbands. Anlässlich eines Musicalcastings lernte er den Komponisten Jim Steinman kennen, der einen satten Rocksound mit seiner Vorliebe für Richard Wagner kombinierte. Gemeinsam veröffentlichten sie 1977 das Album „Bat Out Of Hell“, das bis heute zu den erfolgreichsten Alben der Rockgeschichte gehört. Zwei Jahre zuvor brillierte Meat Loaf als Schauspieler in der Rocky Horror Picture Show. Im Laufe seiner Karriere arbeitete Meat Loaf immer wieder mit Jim Steinman zusammen und spielte in Filmen wie „Waynes World“ oder „Fight Club“ mit. 

Das Album:

Nach einer mehrjährigen Welttournee zum Album „Bat Out Of Hell“ bekam Meat Loaf am Anfang der 1980er eine schwere Stimmerkrankung. Dadurch verzögerte sich die Produktion des Nachfolgers. Da Jim Steinman nicht warten wollte, sang er die komponierten Songs alleine auf und veröffentlichte sie auf dem Album „Bad For Good“. Als Meat Loaf wieder fit war, bekam er die übriggebliebenen Titel, die letztlich auf sein zweites Album „Dead Ringer“ kamen, welches aus dem Stand die Spitze der britischen Charts erreichte. 

Für mich war es der erste Berührungspunkt, mit der Musik von Jim Steinman, der für mich bis heute einer der größten Rockkomponisten ist. Nur ist er kein Sänger, denn sein Album „Bad For Good“ kommt trotz der tollen Kompositionen nicht an das ran, was Meat Loaf hier aus den Songs macht. Obwohl Steinman in den Jahren auch andere Künstler wie Bonnie Tyler oder Celine Dion mit Titeln versorgt hat, wird sein Sound für immer untrennbar mit der Stimme von Meat Loaf verbunden sein.

Die Mischung aus Kitsch, Pathos und Rock ist auf „Dead Ringer“ ein Genuss. Schon der Opener „Peel Out“ knüpft im Prinzip da an, wo „Bat Out Of Hell“ aufgehört hat. Mit der Single „ For Love“, einer wuchtigen Rocknummer, die Meat Loaf mit Cher singt, gab es zudem einen Single-Hit, der Platz 5 in England erreichte. Auch „I’m Gonna Love Her Both Of Us“ oder „Read ´Em And Weep“ sind bis heute echte Klassiker. 

Trackliste:

01 1; Peel Out

02 1; I’m Gonna Love Her For Both Of Us

03 1; More Than You Deserve

04 1; I’ll Kill You If You Don’t Come Back

05 1; Read ’Em And Weep

06 1; Nocturnal Pleasure

07 1; For Love (feat. Cher)

08 – Everything Is Permitted

Fazit:

Obwohl „Dead Ringer“ nicht die ganz großen Top Hits enthält, wie einige Jahre später „ 2“ ist es ein Album, das aus jeder Pore den Geist von Jim Steinman atmet und durch die unglaubliche Stimme von Meat Loaf getragen wird. Eine Kombination, die auch nach vierzig Jahren nichts von ihrer Faszination verloren hat.

Bewertung:

Musik: 5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 5

Abwechslung: 5

Hörspaß: 5


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