Betontod – Pace Per Sempre

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

FRIEDE SEI MIT EUCH!

Die Band:

Betontod wurde Anfang der 990er Jahre in Rheinsberg gegründet und kam über die Bandnamen Extrem und Sniffin‘ Kills zu ihrem heutigen Namen. Vor allem durch eine unglaubliche Livepräsenz hat sich die Band in der Rockszene einen Namen gemacht. Über fünfhundert Auftritte haben (Gesang), Frank Vohwinkel (Gitarre), Mario Schmelz (Gitarre), Adam Dera (Bass) und Maik Feldmann (Schlagzeug) absolviert. Höhepunkte waren dabei sicher Auftritte bei der G.O.N.D. und beim Wacken Open Air. 

Das Album:

Frieden für immer lautet der Wunsch der Punkband aus Rheinsberg, die hier ihr zehntes Studioalbum vorliegt. Friede? Bei einem Song wie „Hals-Maul-A**h-Gesicht“ mag man denken, dass es hier alles andere als friedlich zugeht. Und ja, Betontod werden ihrem Ruf als Punkband gerecht. Daher könnte man auch etwas bissig sagen: Nicht viel Neues aus Rheinsberg. 

Oliver Meister und seine Männer haben ihren Stil gefunden, wobei ich finde, dass die Metal-Anleihen, die die Band immer wieder hatte und die auch auf dem letzten Album „Vamos!“ zu hören waren, deutlich zurückgefahren wurden. Lediglich im Opener „Regenbogen“ sind diese noch zu vernehmen. Der Rest pendelt eher zwischen Punk und Deutschrock, wobei gerade die Ähnlichkeit zu den Toten Hosen sehr prägnant ist. 

Abwechslung ist von Hause aus nicht die ganz große Zielsetzung von Betontod. Klare, Eingänge Riffs und ein treibender Beat vom Drummer Maik Feldmann sind die Trademarks, die den Sound auszuzeichnen. Dazu die kantige Stimme von Oliver Meister. Fest steht: Wer auf ausarrangierte und vielschichtige Tracks steht, braucht hier nicht reinzuhören. Und trotzdem hat „Pace Per Sempre“ seine wirklich guten Momente. Bedingt durch die relativ kurze Spielzeit von etwas mehr als dreißig Minuten kommen die Songs allesamt auf den Punkt, so dass man nicht versucht ist, zur Skip-Taste zu greifen. Hinzu kommt ein gutes für zupackende und eingängige Melodien, die auch dieses Album durchaus zu einem Hinhörer werden lässt. Und wenn Oliver Meister in „Jogginghose forever“ die Worte Karl Lagerfelds Lügen straft („Wer Jogginghosen trägt hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“) macht das einfach nur Spaß.

Trackliste:

01 – Regenbogen

02 – Hals-Maul- A**h-Gesicht

03 –

04 – Pech & Schwefel

05 – Jogginghose forever

06 – Der Kaiser

07 – Wirklich wichtig

08 – Wir feiern dich

09 – Fliegen

10 – Bist du da

11 – Schatten und Licht

12 – Mitternacht

Fazit:

Bands wie Betontod werden entweder geliebt oder gehasst. Wer die Musik der Jungs aus Rheinsberg mag, wird mit „Pace Per Sempre“ gut bedient und zufrieden sein. Wer dem gröhlenden Mallorca-Rock-Punk-Mix nichts abgewinnen kann, wird sich auch von diesem Album nicht bekehren lassen. Ich verfolge das Schaffen der Band schon eine Weile, finde das Album gut, obwohl es meiner Ansicht nach, nicht der beste Longplayer der Band ist.

Bewertung:

Musik: 4

Instrumentalisierung: 4,5

Stimme: 4

Abwechslung: 2,5

Hörspaß: 3,5

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