Beyond The Red Mirror

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

ORCHESTRAL, BOMBASTISCH UND PROGRESSIV!

Die Band:

ging 1987 aus der Band Lucifer’s Heritage hervor. Ein Jahr später erschien das erste Album „Battalions Of Fear“. Mit dem vierten Album „Somewhere Far Beyond gab es entscheidende Veränderungen: zum einen war es das erste Album für die neue Plattenfirma Virgin Records, zum anderen vollzog die Band einen Stilwechsel. Konzentrierte man sich bisher auf reinen Speed Metal wurden die Songs jetzt bombastischer und mit Chören und Keyboards untermalt. „Somewhere Far Beyond“ war auch das erste Album, dass der Band eine breite internationale Anerkennung einbrachte, die sich im Livealbum „Tokyo Tales“ manifestierte. Seitdem sind Blind Guradian aus der Metalszene nicht mehr wegzudenken. Alben wie „Nightfall In Middle-Earth“ oder vor allem „Imaginations From The Other Side“ festigten ihren internationalen Ruf. Seit ihrem Wechsel zu wurden die Abstände zwischen den Alben größer. Ihr bis dato letztes Werk „At The Edge Of Time“ erschien 2010 und erreichte Platz 2 der deutschen Albumcharts.

Das Album:

Es gibt Bands, die werden von ihren Fans geliebt und von ihren Gegnern gehasst. Und es gibt Bands, die sind eine Institution, die von ihren Fans geliebt und von allen anderen zumindest geachtet werden. Die aus Krefeld stammende Band gehört eindeutig in die zweite Kategorie. Jedes Ihrer Alben kann als kleiner Meilenstein der harten Rockmusik angesehen werden. Auch wenn Blind Guardian nicht die großen Stadien des Planeten füllen gibt es kaum eine Metalband, die ihren eigenen Anspruch und ihre Entwicklung so konsequent umsetzt, wie die Musiker um Sänger Hansi Kürsch.

Fast fünf Jahre mussten die Fans jetzt auf ein neues Studioalbum von Blind Guardian warten. Nach dem wirklich starken „At The Edge Of Time“ und einer erfolgreichen Tour zogen sich Hansi Kürsch, Marcus Siepen (Gitarre), André Olbrich (Gitarre), Barend Courbois (Keyboards) und Frederik Ehmke (Schlagzeug) ins Studio zurück, um an neuem Material zu arbeiten. Dabei soll das neue Werk eine Mischung aus musikalischer Weiterentwicklung und Rückbesinnung auf frühere Werte werden. Thematisch schließt „Beyond The Door“ an „Imaginations From The Other Side“ an und setzt die dort erzählten Geschichten fort.

Als Vorbote auf das neue Album gab es mit „Twilight Of The Gods“ eine Single, die typisch für Blind Guardian ist und wirklich Lust auf das neue Album macht. Jetzt ist das gut siebzigminütige Epos da und ich verrate noch nicht zuviel, wenn ich sage, dass sich die Wartezeit gelohnt hat.

Mit dem neunminütigen Opener „The Ninth Wave“ setzen Blind Guardian die stärkste Nummer an den Anfang. Gewaltige Chöre, ein monumentales Orchester und zahlreiche Stimmungs- und Tempiwechsel machen diese Nummer zu einem Erlebnis, dass kaum zu toppen ist. Allerdings kann die Band diesen Standard halten und jede Menge Abwechslung bieten. „Ashes Of Eternity“ lebt von harten Riffs, wie man sie von früheren Werken kennt, „Prophecies“ beinhaltet, wie auch andere Titel des Albums, starke progressive Elemente und das dreiminütige „Miracle Machine“ zeigt, dass Hansi Kürsch und seine Mitstreiter auch die leisen Töne perfekt beherrschen. Nur mit Klavier und einer leichten Violine gibt es eine Gänsehautballade ohne Kitsch und Pathos, die einfach nur toll ist. Für den bombastischen Abschluss sorgt dann das neunminütige „Grand Parade“, dass alles das noch einmal zusammenfasst, was man in den zuvor gehörten sechzig Minuten bekommen hat. Ein wahrlich meisterhafter Abschluss. Dazu gesellen sich Kracher wie „The Holy Grail“ oder „The Throne“, die vor Spielfreude und Ideenreichtum nur so strotzen.

Trackliste:

01 – The Ninth Wave

02 – Twilight Of The Gods

03 – Prophecies

04 – At The Edge Of Time

05 – Ashes Of Eternity

06 – Distant Memories

07 – The Holy Grail

08 – The Throne

09 – Sacred Mind

10 – Miracle Machine

11 – Grand Parade

 

Fazit:

„Beyond The Red Mirror“ kann man man besten mit den Schlagwörtern orchestral, bombastisch und progressiv zusammenfassen. Unter Umständen sind einige Durchgänge nötig, um sich der vollen Wucht und Größe dieses Werks bewusst zu werden. Dafür bekommt man ein Album, dass nach meiner Meinung die Gratwanderung zwischen Metal, Oper und progressiven Elementen im Stil von Dream Theater perfekt hinbekommt. Allein „The Ninth Wave“ und „Miracle Machine“ sind wahre Perlen, die ich auf der anstehenden Tour auf jeden Fall live erleben möchte. Ich bin sehr gespannt, wie sich im Frühjahr im Vergleich mit diesem Album schlagen werden.

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