Def Leppard

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne
Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

SIND DAS DIE ALTEN LEOPARDEN?

Die Band:

Im Jahr 1977 gründete sich in Sheffield die Schülerband Atomic Mass. Mit dem Einstieg von Sänger Joe Elliott änderte sich der Name in . Der erste Auftritt bestand aus Coverversionen von Thin Lizzy oder David Bowie. 1980 erschien das Debütalbum „On Through The Night“ und die Band tourte mit oder . Der Durchbruch erfolgte mit dem Album „Pyromania“, dass sich allein in den USA 92 Wochen in den Charts hielt. Ein Unfall von Drummer Rick Allen war 1984 fast das aus für die Band, als er bei einem Autounfall seinen linken Arm verlor. Mit einem von der NASA entwickelten Drumkit kämpfte Allen sich zurück und die Band brachte nach vierjähriger Pause das Album „Hysteria“ heraus. Das Album verkaufte sich bis dato fünfzehn Millionen Mal und machte Def Leppard zur Vorzeigeband des bombastischen Stadionrocks. Mit Aufkommen der Grungewelle ebbte der Erfolg ab, auch wenn die Band weiter tourte und Alben veröffentlichte.

Das Album:

Bis heute zählen „Pyromania“, „Hysteria“ und dessen Nachfolger „Adrenalize“ zu meinen absoluten Lieblingsalben. Unter der damaligen Führung von Produzent Robert John „Mutt“ Lange haben die tauben Leoparden einen Sound entwickelt, den man unter anderen Bands heraushören kann und der von zahlreichen anderen Künstlern kopiert wurde (man höre sich nur einmal „Waking Up The Neighbours“ von an). Seit „Slang“ im Jahr 1986″ kam aber kein Album mehr an die Klasse und den typischen Leppard-Sound früherer Jahre heran.

Bedingt durch die Tatsache, dass man in den letzten Jahren eher mit diversen Best-of-Programmen unterwegs war, habe ich nicht wirklich mit einem neuen Album gerechnet. Umso überrascher war ich, als die band jetzt neues Material ankündigte.

“Def Leppard“‚ lautet die schlichte Selbstbetitelung, die 14 neue Songs liefert. Schon bei Erklingen der ersten Töne des Openers „Let’s Go“ ist man sich sicher, dass die alten Leoparden wieder am Start sind. Der Song erinnert an „Pour Some Sugar On Me und liefert vielleicht nicht ganz so stark die Merkmale ab, die Def Leppard auszeichnen: eingängige Melodien, gradlinige Hooks und Riffs und viel Bombast. Im Prinzip so, wie zu den hysterischen Zeiten. Das folgende „Dangerous“ schlägt in die gleiche Kerbe und macht eindeutig klar: Def Leppard sind wieder zurück!

Jedoch hält diese Euphorie nicht das ganze Album über an. Joe Elliott (Gesang), Phil Collen (Gitarre), Vivian Campbell (Gitarre), Rick Savage (Bass) und Rick Allen (Drums) haben zwar noch einige Songs im Gepäck, die richtig Dampf haben, aber es sind zahlreiche Lückenfüller dabei: Da ist die Blindkopie des Queen-Klassikers „Another One Bites The Dust“ („Man Enough“) und da ist auch „We Belong“, eine typische Leopardenballade. Beides Titel, die richtig Spaß machen. Leider gibt es aber auch Songs, die dieses Nivaeu nicht mehr halten können. „Invincible“ oder „Broke „N“ Brokenhearted kann man zwar hören, vergisst sie aber auch ganz schnell wieder. Und einen Song wie „Forever Young“ braucht kein Mensch.

Erst am Ende wird es wieder besser. „Wings Of An Angel“ ist eine härtere Nummer, die ordentlich rockt, bevor das atmosphärische „Blind Faith“ das Album beendet.

Trackliste:

01 – Let’s Go

02 – Dangerous

03 – Man Enough

04 – We Belong

05 – Invincible

06 – Sea Of Love

07 – Energized

08 – All Time High

09 – Battle Of My Own

10 – Broke „n“ Brokenhearted

11 – Forever Young

12 – Last Dance

13 – Wings Of An Angel

14 – Blind Faith

 

Fazit:

Def Leppard liefern auf ihrem elften Album Licht und Schatten ab. Die Songs versprühen zwar den Geist früherer Jahre, kommen aber an Songs von „Pyromania“ oder „Adrenalize“ nicht heran. Und ein Album wie „Hysteria“ bleibt in seinem perfekt überproduzierten und bombastischen Sound eh auf ewig unerreicht. Trotzdem enttäuschen die Leoparden nicht wirklich, so das es ein insgesamt gutes Album geworden ist.

 

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